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Ben Schwan 211

iPhone X: Erste Kurztests zumeist positiv

Apple iPhone X

Apple betont, dass die Daten zur Gesichtserkennung in seinem neuen iPhone X verschlüsselt sind und das Gerät nicht verlassen.

Bild: dpa, Marcio Jose Sanchez

Apple hat Medien diesmal wenig Zeit gegeben, sein Top-Smartphone auszuprobieren. Wer es bekommen hatte, konnte es zumeist nur einen Tag lang checken. Viel Lob gab's für das Display. Face ID funktioniere gut, lässt sich aber vom "Evil Twin" austricksen.

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Apple hat seine übliche PR-Offensive zur Einführung neuer Smartphones beim iPhone X in diesem Jahr etwas abgewandelt – und Journalisten damit das Leben schwer gemacht. Die großen US-Medien – eine Ausnahme war der Veteran Steven Levy von Wired, der auch schon das Original-iPhone als einer der ersten Pressevertreter testen konnte – durften ihr Testgerät nur 24 Stunden vor Ablauf der Publikationssperrfrist abholen. Das führte dazu, dass nahezu alle Berichte als "Kurztest", "First Look" oder "Hands-on" bezeichnet wurden – und nicht als echte "Reviews". Daneben versorgte Apple einige bekannte YouTube-Sternchen mit iPhone-X-Sitzungen in einer eigens in New York angemieteten Wohnung – auch die konnten das Gerät nicht ausführlich testen.

Die Kurztests fielen insgesamt positiv aus. So lobte René Richie von iMore das große 5,8-Zoll-Display des iPhone X, weil es Apple gelungen sei, die üblichen OLED-Probleme weitgehend zu umschiffen. Die Farben sind demnach nicht übersättigt und auch die Blickwinkelabhängigkeit hält sich in Grenzen. Laut Matt Panzarino von TechCrunch sieht es auch nicht so aus, als ob das iPhone X anfällig für Burn-In-Problem sein könnte, wie sie das Google Pixel 2 XL plagen. Scott Stein von CNET berichtet, wie schwer es langjährigen iPhone-Nutzern fallen könnte, sich an das Leben ohne Home-Knopf zu gewöhnen. "Es fühlte sich anfangs an, als hätte ich meinen Daumen verloren." Die von Apple als Ersatz eingeführten Wischgesten erlernt man demnach aber dennoch schnell.

Nilay Patel von The Verge meldet, dass er anfangs Schwierigkeiten damit hatte, die Gesichtserkennung Face ID korrekt zu verwenden – man müsse direkt auf das Gerät schauen, damit die "Lebenderkennung" greift. Insgesamt soll Face ID gut funktionieren – laut Geoffrey Fowler von der Washington Post in 9 von 10 Fällen. Problematisch ist laut Patel weniger die Verwendung in geschlossenen Räumen, sondern mehr die Freiluftnutzung – strahlt die Sonne zu stark, funktioniert Face ID manchmal nicht, auch starke Leuchtstofflampen von der Decke (etwa in Ladengeschäften) können die Sensorik angeblich beeinträchtigen.

Leicht zu überlisten ist Face ID offenbar nicht, wie Joanna Stern vom Wall Street Journal feststellte. Selbst eine extra angefertigte Theatermaske der Journalistin erlaubte das Entsperren durch eine andere Person nicht. Zwillinge und Drillinge können Face ID hingegen austricksen, wenn sie nicht allzu unterschiedlich aussehen. Dies hatte Apple allerdings bereits mitgeteilt: "Wenn Sie eine Evil Twin haben, sollten Sie besser einen PIN-Code nutzen", so ein Manager des Konzerns scherzhaft.

In Deutschland erhielten nur wenige Mainstream-Medien das neue iPhone X, Mac & i gehört nicht dazu. Auch hier galt offenbar die 24-Stunden-Regelung. "Mein Testgerät wurde vor einem Tag erst an mich übergeben. Das ist noch nicht ausreichend, um einen umfassenden Test durchzuführen", schreibt beispielsweise Matthias Kremp von Spiegel Online.

(bsc)

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