Logo von Mac & i

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.685.335 Produkten

Ben Schwan 211

iPhone X: Erste Kurztests zumeist positiv

Apple iPhone X

Apple betont, dass die Daten zur Gesichtserkennung in seinem neuen iPhone X verschlüsselt sind und das Gerät nicht verlassen.

Bild: dpa, Marcio Jose Sanchez

Apple hat Medien diesmal wenig Zeit gegeben, sein Top-Smartphone auszuprobieren. Wer es bekommen hatte, konnte es zumeist nur einen Tag lang checken. Viel Lob gab's für das Display. Face ID funktioniere gut, lässt sich aber vom "Evil Twin" austricksen.

Anzeige
Apple iPhone X 64GB silber
Apple iPhone X 64GB silber ab € 994,90

Apple hat seine übliche PR-Offensive zur Einführung neuer Smartphones beim iPhone X in diesem Jahr etwas abgewandelt – und Journalisten damit das Leben schwer gemacht. Die großen US-Medien – eine Ausnahme war der Veteran Steven Levy von Wired, der auch schon das Original-iPhone als einer der ersten Pressevertreter testen konnte – durften ihr Testgerät nur 24 Stunden vor Ablauf der Publikationssperrfrist abholen. Das führte dazu, dass nahezu alle Berichte als "Kurztest", "First Look" oder "Hands-on" bezeichnet wurden – und nicht als echte "Reviews". Daneben versorgte Apple einige bekannte YouTube-Sternchen mit iPhone-X-Sitzungen in einer eigens in New York angemieteten Wohnung – auch die konnten das Gerät nicht ausführlich testen.

Anzeige

Die Kurztests fielen insgesamt positiv aus. So lobte René Richie von iMore das große 5,8-Zoll-Display des iPhone X, weil es Apple gelungen sei, die üblichen OLED-Probleme weitgehend zu umschiffen. Die Farben sind demnach nicht übersättigt und auch die Blickwinkelabhängigkeit hält sich in Grenzen. Laut Matt Panzarino von TechCrunch sieht es auch nicht so aus, als ob das iPhone X anfällig für Burn-In-Problem sein könnte, wie sie das Google Pixel 2 XL plagen. Scott Stein von CNET berichtet, wie schwer es langjährigen iPhone-Nutzern fallen könnte, sich an das Leben ohne Home-Knopf zu gewöhnen. "Es fühlte sich anfangs an, als hätte ich meinen Daumen verloren." Die von Apple als Ersatz eingeführten Wischgesten erlernt man demnach aber dennoch schnell.

Nilay Patel von The Verge meldet, dass er anfangs Schwierigkeiten damit hatte, die Gesichtserkennung Face ID korrekt zu verwenden – man müsse direkt auf das Gerät schauen, damit die "Lebenderkennung" greift. Insgesamt soll Face ID gut funktionieren – laut Geoffrey Fowler von der Washington Post in 9 von 10 Fällen. Problematisch ist laut Patel weniger die Verwendung in geschlossenen Räumen, sondern mehr die Freiluftnutzung – strahlt die Sonne zu stark, funktioniert Face ID manchmal nicht, auch starke Leuchtstofflampen von der Decke (etwa in Ladengeschäften) können die Sensorik angeblich beeinträchtigen.

Leicht zu überlisten ist Face ID offenbar nicht, wie Joanna Stern vom Wall Street Journal feststellte. Selbst eine extra angefertigte Theatermaske der Journalistin erlaubte das Entsperren durch eine andere Person nicht. Zwillinge und Drillinge können Face ID hingegen austricksen, wenn sie nicht allzu unterschiedlich aussehen. Dies hatte Apple allerdings bereits mitgeteilt: "Wenn Sie eine Evil Twin haben, sollten Sie besser einen PIN-Code nutzen", so ein Manager des Konzerns scherzhaft.

In Deutschland erhielten nur wenige Mainstream-Medien das neue iPhone X, Mac & i gehört nicht dazu. Auch hier galt offenbar die 24-Stunden-Regelung. "Mein Testgerät wurde vor einem Tag erst an mich übergeben. Das ist noch nicht ausreichend, um einen umfassenden Test durchzuführen", schreibt beispielsweise Matthias Kremp von Spiegel Online.

(bsc)

211 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Apple-Manager: Wechsel zu Face ID stand schon lange fest

    Face ID iPhone X

    Gerüchte, der Konzern habe sich erst im Sommer entschieden, keinen Touch-ID-Fingerabdrucksensor im iPhone X zu verbauen, hat Apple eine erstaunlich deutliche Absage erteilt.

  2. Apple-Softwarechef: Keine Angst vor Face ID

    Craig Federighi

    Eventuelle "Unsicherheiten" bezüglich der neuen Gesichtserkennungstechnik würden "wegschmelzen", sobald die Kunden ihr iPhone X nutzen könnten, behauptet Craig Federighi. "Sie denken dann gar nicht mehr darüber nach."

  3. Apple widerspricht Berichten: "Qualität und Genauigkeit von Face ID haben sich nicht geändert"

    Face ID iPhone X

    Der Konzern hat Berichte dementiert, wonach das Unternehmen die Ansprüche an die Gesichtserkennung beim iPhone X gesenkt hat.

  4. Foxconn-Umsätze: iPhone-8-Verkäufe wohl besser als erwartet

    Foxconn-Umsätze: iPhone-8-Verkäufe wohl besser als erwartet

    Bislang hat Apple noch nicht verraten, wie gut iPhone 8 und 8 Plus laufen. Zahlen des Auftragsfertigers lassen nun erste Rückschlüsse zu.

  1. Screenshot machen mit dem iPhone X - so geht's

    Du fragst dich, wie du mit dem iPhone X ohne Home-Button einen Screenshot machen kannst? Wir erklären es dir.

  2. Die große Gesichts-Verkennung

    Die große Gesichts-Verkennung

    Ob Gesichtsüberwachung im öffentlichen Raum, das Erfassen der Emotionen zu Werbezwecken oder Charakterstudien aus Porträts: Software zur Gesichtserkennung wird anscheinend immer mächtiger. Wie begründet sind die Sorgen?

  3. Neuer Patenttrick mit Indianerstamm

    Ein Pharmakonzern will sich vor einem Entzug eines Monopols schützen, indem er es für einen negativen Kaufpreis an die Saint-Regis-Mohawks verkauft

  1. Samsung 860 Evo/Pro: neue SSDs für Desktop-Rechner

    Samsung bringt neue SSDs für Desktop-Rechner

    Rund drei Jahre hatte Samsung die SSDs aus den 850er Serien im Programm, nun kommen die Nachfolger. heise online konnte die Pro und Evo-Modelle der 860er Serie bereits testen.

  2. DJI Mavic Air geleakt: 4K-Drohne mit 21 Minuten Flugzeit

    DJI Mavic Air geleakt: 4K-Drohne mit 21 Minuten Flugzeit

    Schon vor der offiziellen Präsentation sind Bilder und Daten der DJI Mavic Air im Netz gelandet. Bei dem neuen Quadrocopter handelt es sich um eine Mischung aus Mavic Pro und der preiswerten Minidrohne Spark.

  3. Snowden-App Haven: Einsatz kaum mit deutschem Recht vereinbar

    Snowden-App Haven: In Deutschland rechtlich kaum benutzbar

    Die Privacy-App Haven soll vor Spionage-Angriffen schützen. Der Gebrauch ist allerdings in Deutschland rechtlich problematisch - sogar Freiheitsstrafe droht.

  4. Test: Jaguar XF Sportbrake 25d

    Jaguar XF Sportbrake

    Zwei Jahre nach der Limousine ist der Jaguar XF endlich auch als Kombi zu haben. Formal darf der als gelungen gelten, doch Schönheit allein wird ihm in dieser Klasse keinen dauerhaften Erfolg bringen. Wie fährt sich der XF Sportbrake mit dem 240-PS-Diesel? Ein Test sollte das klären

Anzeige