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Ben Schwan

iOS: Apple-Server signierten kurzzeitig alte Versionen

iOS 6

Geräte mit iOS 6.

Bild: Apple

Bis Donnerstagfrüh war es Nutzern zufolge über mehrere Stunden möglich, iOS-Downgrades bis hinunter auf iOS 6 vorzunehmen – offenbar aufgrund eines Fehlers bei Apple.

Die Apple-Firmware-Infowebsite IPSW.me sowie verschiedene Nutzer auf Reddit berichten, dass noch bis Donnerstagmorgen über mehrere Stunden das Aufspielen älterer iOS-Versionen möglich war, die der iPhone-Hersteller sonst sperrt. Grund dafür war offenbar eine Fehlkonfiguration der Signaturserver. So war es möglich, vom aktuellen iOS 11.2.2 bis hinunter zu iOS 6 alle Versionen aufzuspielen – auf iPhone, iPad und iPod touch mit jeweils kompatibler Hardware.

Apple will Downgrades eigentlich verhindern

Apples verfolgt bei iOS eigentlich eine äußerst strikte Politik: Downgrades auf ältere Versionen sind oft nur noch wenige Wochen bis maximal Monate möglich, danach verweigern die Signaturserver bei früheren Generationen des Mobilbetriebssystems den Dienst. So kann man bereits seit Oktober nicht mehr von iOS 11 nach 10 zurück. Sichergestellt wird dies durch eine Signaturüberprüfung beim Update. Nutzer, denen ein aktuelles iOS nicht gefällt, haben so keine Möglichkeit mehr, zu einer älteren Variante zu wechseln.

Die mehrstündige Fehlkonfiguration ausnutzen konnte man über die Firmware-Restore-Funktion in iTunes auf Mac oder PC. Downloads auch älterer iOS-Versionen stellen Apples Server bereit, deren Links sich über Verzeichnisse finden lassen. Verwenden konnten User den Bug unter anderem, um ihr iPhone einem Jailbreak zu unterziehen – dazu mussten sie einfach auf eine iOS-Version zurückgehen, für die es noch einen passenden Exploit gibt.

Weitere Probleme mit dem Firmware-Server

In der Nacht zum Donnerstag traten auch noch verschiedene andere Probleme auf. So lagen für verschiedene ältere iPad-, iPhone- und iPod-touch-Modelle gar keine passenden Firmware-Images mehr vor, da diese nicht mehr signiert wurden. Auch dies spricht für Fehlkonfigurationen des Servers.

Apples Firmware-Server waren im vergangenen Jahr kurz vor der Veröffentlichung von iPhone 8 und iPhone X in die Schlagzeilen geraten. Damals entfleuchte zunächst eine Firmware des noch nicht verfügbaren smarten Lautsprechers HomePod ins Netz und wenig später dann ein iOS-11-Golden-Master-Release. Daraus ließen sich dann zahllose Details zu den neuen Geräten rekonstruieren.

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(bsc)

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