Logo von Mac & i

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.508.171 Produkten

Ben Schwan 90

iOS-App-Store: VPN-Werbeblocker verboten

iOS-App-Store: VPN-Werbeblocker verboten

AdBlock von Future Mind.

Bild: Entwickler

Offenbar will Apple künftig Anwendungen, die VPN-Profile oder Root-Zertifikate verwenden, um Reklame zu unterdrücken, nicht mehr zulassen. Das berichtet ein Anbieter solcher Programme.

Zwar unterstützt Apples Mobilbrowser Safari schon seit iOS 9 sogenannte Content Blocker, mit denen unerwünschte Inhalte unterdrückt werden können. Dennoch verkaufen verschiedene Firmen radikalere Methoden, Reklame und Co. zu blockieren: Sie leiten den kompletten Datenverkehr über ein eigenes VPN um. Apple scheint diese Variante nun aber künftig nicht mehr zulassen zu wollen: Wie der Entwickler Tomasz Koperski vom Anbieter Future Mind nun berichtet, lässt Apples App-Review-Team, das für die Kontrolle eingereichter App-Store-Anwendungen zuständig ist, solche Software nun nicht mehr durch.

VPN-Adblocker-Apps künftig verboten

Als Koperski versuchte, eine neue Version der Software AdBlock seiner Firma einzureichen, wurde diese zurückgewiesen. Apples Begründung: Das Unternehmen erlaube keine Reklameblocker mehr, solange diese auf Basis eines Profils für ein virtuelles privates Netzwerk respektive Root-Zertifikats arbeiten. Das gilt laut Koperski sowohl für neue Anwendungen als auch für Updates von alten. In der Begründung heißt es, AdBlock nutze nicht die von Apple für seinen Zweck gedachten APIs und Frameworks, was zudem in der Beschreibung dokumentiert sein müsse. "Ihre App nutzt ein VPN-Profil oder Root-Zertifikat, um Anzeigen oder andere Inhalte in einer App von Dritten zu blockieren, was im App Store nicht erlaubt ist."

Im Rahmen des Berufungsprozesses (App Review Appeal) erfuhr der Entwickler dann, dass Apple offiziell seine Politik in Sachen VPN und Root-Zertifikate für Adblocker geändert habe. Künftig sei die einzige unterstützte Möglichkeit, die üblichen Content-Blocker in Safari zu verwenden. Ob und wann auch bekanntere Apps als die von Future Mind betroffen sein werden, blieb zunächst unklar.

Viel Vertrauen in den App-Anbieter nötig

Für Nutzer ist die Entscheidung eigentlich sinnvoll: Wer seinen gesamten Datenverkehr über ein VPN leitet, riskiert, dass dieser belauscht und abgesaugt wird – man muss dem Betreiber also volles Vertrauen schenken, insbesondere dann, wenn er einen auch noch dazu nötigt, ein die Verschlüsselung brechendes Root-Zertifikat zu installieren. Andererseits sind VPN-basierte Adblocker mächtiger als die in Safari sowie anderen Browser-Apps verfügbaren Content-Blocker. Googles Chrome unterstützt diese beispielsweise erst gar nicht. (bsc)

90 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Firefox für iOS unterstützt andere E-Mail-Apps

    Firefox für iOS

    Statt neue E-Mails automatisch in Apples Mail-App anzulegen, können Firefox-Nutzer nun auch E-Mail-Clients von Dritt-Entwicklern als Standard-App bestimmen.

  2. Apples Clips-App läutet das Ende der 32-Bit-iPhones ein

    iPhone 5

    Die für April angekündigte Video-App läuft nicht auf iPhone 5 und iPhone 5c – obwohl beide die vorausgesetzte iOS-Version 10.3 unterstützen. Das Aus für 32-Bit-Apps hat Apple bereits in Aussicht gestellt.

  3. Abos, iMessage-Apps, Sticker und Siri: Neue Regeln für iOS-Apps

    iMessage in iOS 10

    Apple hat die Richtlinien für iPhone- und iPad-Apps in Hinblick auf iOS 10 überarbeitet. Apps, die Nutzungsdaten erfassen, müssen dafür erst Erlaubnis einholen.

  4. Forscher sehen Löcher in Apples iOS-Sandbox

    iPhone

    Die iOS-Sandbox weist Wissenschaftlern zufolge "bedenkliche Sicherheitslücken" auf, die Apps den eigentlich verwehrten Zugriff auf Nutzerdaten ermöglichen – und Eingriff ins System. Apple will die Schwachstellen offenbar mit iOS 10 schließen.

  1. 15 Tipps zum Reisen mit dem iPhone

    Auf Dienstreise und im Urlaub ist vieles anders: Darauf sollte man auch das iPhone richtig vorbereiten, um Kosten und ärgerliche Überraschungen zu vermeiden. Mac & i hat 15 Tipps und Tricks für die Reise zusammengestellt.

  2. iOS vs. Android – Argumente für den Wechsel zu Apple

    Die großen Displays von iPhone 7 und iPhone 7 Plus erfüllen vielen wechselwilligen Smartphone-Nutzern einen lange gehegten Wunsch. Es gibt aber noch viel mehr Gründe, von Android oder Windows Phone auf iOS umzusteigen.

  3. Interview mit Mark Mayo: Firefox erfindet sich neu

    Interview mit Mark Mayo: Firefox erfindet sich neu

    Zum Release von Version 42 des Browsers spricht Firefox-Chef Mark Mayo über den Tracking-Blocker, vergangene Fehlentscheidungen, iOS-Firefox und den bevorstehenden Total-Umbau durch das "Electrolysis"-Projekt.

  1. US-Regierung wegen Abbruch des Startup-Visums verklagt

    Hundert-US-Dollar-Schein, darüber US-Fahne

    Spezielle Visa sollten Startup-Gründer in die USA locken. Wenige Tage vor Inkrafttreten wurde das Projekt wegen eines Trump-Erlasses gestoppt. Der Wagniskapitalverband hält das für unzulässig und hat geklagt.

  2. Synology-Netzwerkspeicher: Fünf neue NAS-Systeme mit HEVC-Videobeschleunigung

    Synology-Netzwerkspeicher: Fünf neue Systeme mit HEVC-Videobeschleunigung

    Synology hat fünf neue NAS-Systeme vorgestellt, von denen vier auch 4K-Filme im HEVC-Format wiedergeben und sich damit als Multimedia-Server eignen.

  3. iOS 11 steht zum Download bereit: iPhone und iPad werden produktiver

    iOS 11 iPad

    Ein Datei-Manager und grundlegenden Neuerungen vereinfachen die Arbeit mit iPhone und iPad. ARKit öffnet die Tore für eine Flut an Augmented-Reality-Apps. Alte iPhones und Apps müssen draußen bleiben.

  4. Die neue Lara Croft: Erster Trailer zum Tomb-Raider-Film mit Alicia Vikander

    Erster Trailer zum Tomb-Raider-Film mit Alicia Vikander

    Oscar-Preisträgerin Alicia Vikander gibt die neue Lara Croft. Visuell und thematisch orientiert sich der Film dabei sehr nah am Reboot der Tomb-Raider-Spiele.

Anzeige