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Ben Schwan 266

iOS 7.1: Innenraumortung iBeacon schwerer abzustellen

Nach dem Update auf Apples jüngsten Mobilbetriebssystem reicht es nicht aus, eine Anwendung, die das Indoor-Tracking nutzt, zu schließen – selbst nach einem Geräteneustart funkt iBeacon fleißig weiter.

Apple
iBeacon-Nutzung in Apples hauseigener Retail-App Vergrößern
Bild: Apple
Mit dem am Montag erschienenen Update auf iOS 7.1 ändert Apple auch die Funktionsweise der eingebauten Innenraumortungstechnik iBeacon, die von immer mehr Händlern in den USA und auch in Europa eingesetzt wird, um die Kundschaft über kleine Bluetooth-Module zu tracken.

Wie der Fachdienst Beekn schreibt, ist es künftig nicht mehr einfach möglich, eine einmal erteilte Freigabe für den Dienst wieder loszuwerden. Denn: Die Kommunikation wird auch dann nicht mehr unterbrochen, wenn eine iBeacon-App vollständig geschlossen wurde. Selbst ein Geräteneustart hilft nichts mehr. Bislang konnten Nutzer das Hintergrundtracking leicht loswerden, wenn sie eine entsprechende Anwendung über den App Switcher in iOS "abschossen".

Die einzige Möglichkeit, das iBeacon-Tracking zu beenden, ist nun ein Ausflug in die iOS-Einstellungen. Dort muss man dann im Bereich Datenschutz der jeweiligen App den Zugriff auf Ortsdienste entziehen. Das wiederum kann äußerst unbequem sein, weil man eine iBeacon-Anwendung ja später womöglich wieder nutzen will. Es reicht dann nicht mehr, sie einfach zu starten; eine erneute Freigabe muss erteilt werden.

Entwickler und Händler, die iBeacon implementieren, freut das augenscheinlich, weil Nutzer das Tracking nicht so leicht loswerden können: Beekn feiert das "Feature" als "wichtige Verbesserung". Wie sich die iBeacon-Daueraktivierung auf die Batterielaufzeit des iPhones auswirkt, lässt sich noch nicht sagen.

Apple nutzt die Technik in seinen eigenen Läden, um Infos zu Produkten aufs Handy zu schicken. Auch die CeBIT testet iBeacon in diesem Jahr. An mehreren Ständen erhalten Interessierte automatisch Materialien auf ihr Smartphone gebeamt. Mit Bluetooth-LE-fähigen Android-Geräten funktioniert iBeacon auch.

Einen ausführlichen Hintergrundbericht zur iBeacon-Technik und ihre möglichen Auswirkungen auf Handel und Datenschutz lesen Sie im aktuellen Mac & i-Heft 2/2014. (bsc)

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