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Ben Schwan 172

iOS 10 erlaubt das Löschen von Apples System-Apps Update

iOS 10 erlaubt das Löschen von Apples System-Apps

Endlich (fast) alles löschbar.

Bild: Screenshot via AppleInsider

Wer möchte, kann künftig Anwendungen wie Mail, Karten oder den Kalender einfach von iPad oder iPhone entfernen. Das hat unterschiedliche Auswirkungen.

Es ist seit Jahren insbesondere für Besitzer von iOS-Geräten ein Thema, die mit (zu) wenig Speicherplatz ausgestattet sind: Apple erlaubte es seinen Usern bis dato nicht, eine ganze Reihe von mitgelieferten Anwendungen im Betriebssystem zu löschen – selbst wenn man diese nicht benötigt. Wie nun ein neues Supportdokument zeigt, ändert sich dies mit dem im Herbst erscheinenden iOS 10, das Entwickler bereits testen dürfen: Insgesamt 23 Apple-eigene iOS-Anwendungen können künftig auf Wunsch entfernt werden.

Betroffen sind Taschenrechner, Kompass, FaceTime, Meine Freunde finden, die neue HomeKit-App Home, iBooks, iCloud Drive, iTunes Store, Notizen, Erinnerungen, Aktien, Wetter, die Tipps-App, Videos, Podcasts, Apple News sowie Sprachnotizen. Selbst so systemnahe Programme wie Adressbuch, Kalender, Mail, Karten, Musik oder die Apple-Watch-App lassen sich künftig löschen. Andere zentrale Programme wie etwa die Telefon-App, der Mac App Store oder Nachrichten sind nicht vom Gerät entfernbar und lassen sich nur über Apple-Configurator-Profile einschränken, wie das auch schon in iOS 9 ging.

Auswirkungen der Löschung

Weitere Informationen zu iOS 10:

Apple merkt in seinem Supportdokument an, dass man beim Entfernen des Adressbuchs seine Kontakte weiterhin behält, mit dem Löschen der Musik-App die Nutzung von CarPlay nicht mehr möglich ist und man vor dem endgültigen Loswerden der Apple-Watch-App ein möglicherweise vorhandenes Pairing mit einer Uhr lösen muss. Apple News ist zudem in der Beta von iOS 10 derzeit noch nicht entfernbar, dies komme aber.

Auf dem iPhone entfernte Apps verschwinden auch von der Apple Watch. Ohne die Podcasts-App werden auch keine Podcasts in CarPlay abgespielt – und ohne Wetter und Aktien gibt es auch keine Anzeige dieser Daten in der iOS-Mitteilungszentrale oder auf der Apple Watch. Ein entfernter Taschenrechner steht natürlich auch nicht im Kontrollzentrum zur Verfügung.

Späteres Nachladen nicht ausgeschlossen

Das Löschen der Apps erfolgt wie gewohnt über den Homescreen: Man drückt etwas länger auf ein Icon, bis dieses wackelt und anschließend den "Entfernen"-Knopf. Benötigt man eine gelöschte Apple-App später erneut, kann man sich diese über den iOS App Store erneut besorgen – in der Tat sind alle genannten Apps seit Montagabend in Standalone-Varianten in Apples Onlineladen aufgetaucht.

GameCenter als eigene App verschwunden

Unterdessen ist Nutzern der iOS-10-Beta aufgefallen, dass Apple seine Spielenetzwerk Game Center offiziell vom iOS-Homescreen entfernt hat. Die GameKit-Funktionen für Apps existieren weiter, Entwickler müssen allerdings Leaderboards und andere Features des Game-Center-App über ein GKGameCenterViewController-Objekt selbst implementieren. Apple hatte Game Center lange vernachlässigt.

[Update 16.06.16 09:26 Uhr:] Mittlerweile gibt es nähere Details zur Funktionsweise des neuen Features. Laut Aussagen von Apples Softwarechef Craig Federighi werden die System-Apps nicht wirklich von den Geräten gelöscht – nur Nutzerdaten und notwendige "Hooks" würden entfernt.

Die signierten App-Pakete verbleiben auf der Hardware, damit Apple ihre Echtheit sicherstellen kann. Die Neuinstallation über den App Store sorge auch nicht für einen erneuten Download sondern erzeuge die notwendigen Links erneut. Es ist daher unklar, ob man mit dem "Löschen" der System-Apps wirklich viel Platz auf dem iOS-Gerät sparen kann – außer man verfügt über eine große Menge an Nutzerdaten.

Zudem ist es (noch) nicht möglich, alternative Anwendungen für die "gelöschten" System-Apps zu benennen, wie Betatester berichten – man kann also beispielsweise nicht Apples Karten-Programm gegen Google Maps eintauschen, auf dass sich dort dann entsprechende Links öffnen. (bsc)

172 Kommentare

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