Logo von Mac & i

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.682.435 Produkten

Ben Schwan 47

Wegen Apple: Aktie von Halbleiterhersteller stürzt ab

Wegen Apple: Aktie von Halbleiterhersteller stürzt ab

Logo von Dialog Semi.

Zulieferer profitieren massiv vom iPhone-Boom – darunter auch Komponentenspezialist Dialog. Berichte, laut denen Apple dessen Technik durch eigene Komponenten ersetzen will, machen der Firma nun zu schaffen.

Dialog Semiconductor, ein britisch-deutscher Hersteller von Halbleitertechnik, der unter anderem auf Power-Management-Chips spezialisiert ist, hat eingeräumt, dass sein wichtigster Kunde Apple mit der Zeit eigene Komponenten entwickeln könnte, um Dialog-Hardware zu ersetzen. Apple neigt generell dazu, wichtige Techniken für iPhone und Co. im eigenen Haus zu entwickeln und dann nur noch die Fertigung auszulagern – bei Stromsparprozessoren war das bislang nicht der Fall.

Anzeige

Obwohl Dialog betonte, dass die Geschäftsbeziehung zumindest bis ins kommende Jahr hinein gesichert sei, sackte die Aktie des Zulieferers am Montag um weitere rund 18 Prozent ab. Damit verlor die Firma bereits rund 30 Prozent ihres Werts. Den ersten Kursrutsch gab es bereits Ende vergangener Woche, nachdem die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei geschrieben hatte, Apple wolle die Chips zur Stromsteuerung im eigenen Haus entwickeln.

Das Geschäft mit Apple machte im vergangenen Jahr rund drei Viertel der Dialog-Erlöse aus. Deswegen reagierten die Anleger extrem empfindlich auf die Aussicht auf mögliche Einbußen. Dialog-Chef Jalal Bagherli versuchte nun, die Wogen zu glätten. Für 2018 rechne man nicht mit Veränderungen. Derzeit befinde sich das Unternehmen zudem in Planungen für ein weiteres iPhone für 2019, die Gespräche über technische Details seien bereits fortgeschritten. Das Feedback von Apple sei "positiv". Bagherli geht davon aus, im kommenden ersten Quartal mehr Klarheit für das Geschäft im Jahr 2019 zu haben und Informationen dazu sollen dann auch kommuniziert werden.

Bagherli betonte zugleich, dass die Chips zur Stromsteuerung nur ein Produkt aus dem Dialog-Portfolio für Apple-Geräte seien. Die Anleger beruhigte die Erklärung offenbar nicht, wie der erneute Kursrutsch zeigt.

Es wäre nicht das erste Mal, dass der Verlust des wichtigen Kunden Apple den Wert eines Zulieferers in den Keller drückt. So hatte die Aktie der britischen Firma Imagination Technologies fast zwei Drittel ihres Werts verloren, nachdem im Frühjahr bekannt wurde, dass Apple bei Grafik-Chips seiner iPhones und iPad-Tablets auf eigene Technologie setzen wird. Imagination stimmte im September dem Verkauf an die unter anderem aus China finanzierte Investorengruppe Canyon Bridge für rund 550 Millionen Pfund zu. (mit Material von dpa) / (bsc)

47 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. 2018er iPhones angeblich mit Apple-eigenem Power-Management

    iPhone

    Die nächste iPhone-Generation setzt einem Bericht zufolge erstmals auf Power-Management-Chips, die Apple selbst entworfen hat. Die Aktie des derzeitigen Zulieferers brach massiv ein.

  2. Apple angeblich an eigenen Power-Management-Chips interessiert

    iPhone 6 Plus

    Analysten zufolge arbeitet der Konzern für eines seiner nächsten iPhones an eigenen Power-Management-Komponenten. Die Information sorgte für den Absturz der Aktie des bisherigen Lieferanten.

  3. GPU-Streit: Apple wirft Imagination irreführende Aussagen vor

    GPU-Streit: Apple wirft Imagination irreführende Aussagen vor

    Der britische Grafikspezialist hatte dem iPhone-Produzenten vorgeworfen, abrupt die Verbindung gekappt zu haben, um eigene GPUs für iOS-Geräte zu entwickeln. Das will Apple so nicht stehen lassen.

  4. microLED: Apple bereitet angeblich Einführung neuer Bildschirmtechnik vor

    microLED: Apple bereitet angeblich Einführung neuer Bildschirmtechnik vor

    Die Apple Watch macht einem Bericht zufolge den Anfang: Die dritte Generation der Computer-Uhr setze auf die neue Display-Technik, die mehrere Vorteile gegenüber OLED bringen soll. Das iPhone könnte später folgen.

  1. Apple-ID: FAQ zum Erstellen, Wechseln und Löschen des Benutzerkontos

    Apple ID verwalten

    Für alle Apple-Dienste ist eine Apple-ID notwendig, von iCloud über iMessage bis zum Einkauf im App Store und iTunes Store. Nutzer stolpern dabei immer wieder über Probleme – Mac & i hat Lösungen zusammengestellt.

  2. iPhone 8, neue Macs und kein iCar: Was wir 2017 von Apple erwarten – und was nicht

    Apple-Store in Hamburg

    Noch hat das neue Jahr kaum begonnen, doch die Gerüchteküche in Sachen iPhone und Co. ist bereits in vollem Schwung. Mac & i wagt einen Ausblick auf das Apple-Jahr 2017, ordnet Spekulationen ein und erklärt, was aus Cupertino kommen könnte.

  3. Tesla Model 3 startet: Bewährungsprobe

    Tesla Model 3

    Tesla beginnt tatsächlich pünktlich mit der Produktion des Model 3. Doch ob die Firma damit profitabel werden kann, ist unter Experten höchst umstritten. Fest steht nur, dass dieses Auto für Tesla ein Erfolg werden muss - andernfalls hat die Firma große Probleme

  1. Nintendo Labo: Die Switch wird zum multifunktionalen Papp-Spielzeug

    Nintendo Labo: Die Switch wird zum multifunktionalen Papp-Spielzeug

    Ein Haus oder ein Klavier, eine Angel und ein ferngesteuerter Roboter: Mit Nintendo Labo lassen sich Papp-Konstruktionen basteln, die zusammen mit der Switch zum interaktiven Spielzeug werden.

  2. "Wenn die Linie fehlt ..."

    Impressionen von der diesjährigen Rosa-Luxemburg Konferenz in Berlin

  3. World Web Forum "Das Ende der Nationen": Jetzt im Livestream mitverfolgen!

    World Web Forum: Jetzt im Livestream mitverfolgen

    In Zürich beginnt das zweitägige World Web Forum – die Tickets sind längst ausverkauft. Dabei sein kann man aber trotzdem: heise online überträgt die Vorträge im Livestream.

  4. Fastfood ist eine Infektion des Körpers

    Auf die "westliche Ernährung" mit zu viel Fett und Zucker reagiert das Immunsystem durch das Auslösen einer Entzündung, die nach einer Studie auch anhalten könnte, wenn man sich wieder gesund ernährt

Anzeige