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Leo Becker 135

Trump: Apple will große Fabriken in den USA bauen

Donald Trump

US-Präsident Donald Trump.

Apple-Chef Tim Cook habe ihm versprochen, drei "große, schöne Fabriken" in den USA zu errichten, erklärte der US-Präsident – ohne Details zu nennen. Apple lässt bislang nur den Mac Pro in den USA fertigen.

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Nach Angabe von US-Präsident Donald Trump hat Apple vor, “drei große, schöne Fabriken” in den USA zu errichten. Apple-Chef Tim Cook habe ihm drei “große große große” Produktionsanlagen versprochen, erklärte Trump in einen Interview des Wall Street Journal. Er habe Cook gesagt, solange Apple keine Fabriken in diesem Land errichtet, sehe er seine Regierungszeit nicht als wirtschaftlichen Erfolg, so Trump – Cook habe ihn angerufen und mitgeteilt, in der Angelegenheit “voranzugehen”.

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Details zu Apples angeblichen Plänen zur Errichtung von Fabriken nannte Trump nicht. Apple wollte die Äußerung gegenüber der Wirtschaftszeitung nicht kommentieren.

Der Präsident hatte im Wahlkampf mehrfach betont, er werde Apple dazu bringen, “ihre verdammten Computer und Dinge in diesem Land statt in anderen Ländern zu bauen”. Apple lässt das iPhone und andere Produkte hauptsächlich in China fertigen, nur die Endmontage des Mac Pro wurde vor mehreren Jahren wieder in die USA verlegt – wird aber auch dort durch einen Auftragsfertiger durchgeführt. Ob der von Apple in Aussicht gestellte neue Mac Pro ebenfalls in den USA gefertigt wird, bleibt unklar.

Zurückliegenden Berichten zufolge plant Apple zusammen mit dem Auftragsfertiger Foxconn eine milliardenschwere Investition in US-Fabriken, Foxconn-Chef Terry Gou zog die Pläne im Frühjahr allerdings in Zweifel: Es würden geschulte Arbeiter und die Lieferkette fehlen – sowie staatliche Anreize. Foxconn plane den Bau eines großen US-Werk, wohl im US-Bundesstaat Wisconsin, erklärte Trump nun gegenüber der Wirtschaftszeitung.

Apple hat im Mai angekündigt, eine Milliarde Dollar in US-Fabrikjobs zu stecken, der “fortschrittliche Produktionsarbeitsplätze” stützen soll, von eigenen Fabriken war dabei allerdings nicht die Rede. 200 Millionen Dollar davon gingen bereits an den in den USA beheimateten Glasproduzenten und Gorilla-Glass-Fertiger Corning, mit dem der iPhone-Hersteller seit vielen Jahren zusammenarbeitet.

Angeblich hat Apple seine Auftragsfertiger im vergangenen Jahr aufgefordert, eine Produktion des iPhones in den USA auszuloten. Der Apple-Chef hatte Ende 2015 erklärt, der Hauptgrund für die Fertigung in China liege gar nicht in den niedrigeren Lohnkosten, sondern in den Fähigkeiten der lokalen Arbeiter. Im Vergleich mit den USA gebe es in China etwa eine viel höhere Zahl an qualifizierten Werkzeugmachern, weil die berufliche Ausbildung auf die Produktion ausgerichtet ist.

(lbe)

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