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Studie: Apple-Accounts im Darknet beliebt und teuer

Apple iPhone

Entsperrung eines iPhones per PIN-Code.

Bild: dpa, Michael Kappeler

Über 15 US-Dollar im Schnitt müssen Betrüger auf illegalen Märkten berappen, um an eine Apple-ID zu gelangen, heißt es in einer neuen Untersuchung. Amazon-, Gmail-, Facebook- oder Netflix-Accounts sollen deutlich günstiger sein.

Der VPN-Vergleichsdienst Top10VPN hat eine Erhebung auf verschiedenen Marktplätzen im Darknet durchgeführt, um festzustellen, welche erhackten Account-Typen besonders beliebt sind. Das Ergebnis: Zugänge für Apple-Dienste (Apple ID) sind mit Abstand am teuersten unter den "normalen" Accounts – nur für Nutzernamen und Passwörter von Finanzanbietern wie Banken oder PayPal sowie Debit- und Kreditkartenangaben muss von Kriminellen mehr ausgegeben werden.

Im Schnitt waren Apple-Zugänge demnach für 15,39 US-Dollar zu haben. Facebook-Accounts kosten nur ein gutes Drittel (5,20 Dollar), für Gmail-Zugänge werden gar nur 1,04 Dollar im Durchschnitt fällig. Unter den "Entertainment-Logins" ist Netflix mit 8,32 Dollar besonders teuer, Spotify mit 21 US-Cent hingegen spottbillig. Zugänge für Paketdienste wie DHL, UPS oder FedEx werden mit 2,07 bis 10,40 Dollar "entlohnt" – DHL ist hier der teuerste Anbieter. In Sachen Online-Shopping ist Amazon mit 9 Dollar recht günstig, für eBay-Accounts werden laut Top10VPN 12,48 Dollar im Schnitt fällig. Topplatzierung hat hier die US-Kaufhauskette Macys mit 15,34 Dollar – immer noch etwas weniger wert als Apple-ID-Zugänge.

Finanzdaten spielen laut der Untersuchung in einer anderen Liga. Ein funktionierender PayPal-Zugang ist angeblich fast 250 Dollar wert, ein Online-Banking-Zugang im Schnitt 160 Dollar. Passkopien wurden den Studienmachern im Schnitt für 62,61 Dollar offeriert. Insgesamt mussten für alle Zugangsarten, die auch Essenslieferdienste, Online-Dating-Profile, weitere Social-Networks wie Twitter, Reiseanbieter und Kommunikationsdienste wie T-Mobile umfassten, 1170,74 Dollar bezahlt werden.

An Apple-ID-Zugängen hängt viel – Apple verknüpft damit nicht nur das iTunes-Profil für gekaufte Musik, Filme und TV-Serien, sondern auch iCloud-E-Mail, iCloud-Speicher, iOS- und Mac-Diebstahlsicherung, Apple Music, Gerätebackups und diverse zentrale Infos mehr. Allerdings nutzt auch Google den Gmail-Zugang für diverse Angebote vom Play Store bis zur Absicherung des Android-Geräts. Die Untersuchung zeigt, wie wichtig zusätzliche Schutzmaßnahmen wie die Zwei-Faktor-Authentifizierung sind, um Accounts abzusichern.

Detailinformationen zur Absicherung der Apple ID lesen Sie hier:

(bsc)

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