Logo von Mac & i

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.508.171 Produkten

Holger Zelder 24

Spiele-Streaming: GeForce Now Beta für Macs in Europa gestartet

Spiele-Streaming: GeForce Now Beta für Macs startet in Europa

Über einen Umweg will Grafikkartenhersteller Nvidia aktuelle PC-Titel auf Macs bringen: Bei GeForce Now rendern Server das Spielegeschehen und streamen es übers Internet auf private Apple-Rechner – eine schnelle Leitung vorausgesetzt.

Grafikchip-Hersteller Nvidia hat seinen Streaming-Dienst GeForce Now in Europa gestartet: Abonnenten können damit über eine Internet-Verbindung auf ihren Macs PC-Titel spielen. GeForce Now überträgt den Bildschirminhalt auf den Mac und umgekehrt die Maus- und Tastatureingaben des Mac-Nutzers an den Dienst. Die Rechenarbeit erledigen Nvidias Server, in denen Tesla-Grafikprozessoren werkeln.

Auch neuere Titel, die (noch) nicht für macOS entwickelt wurden, etwa "Cuphead", "Overwatch", "Playerunknown's Battlegrounds" oder "Shadow of War" sollen so ohne Windows-Installation auf Apple-Hardware laufen.

Spiele selbst mitbringen

Die Titel muss man allerdings selbst besitzen: Nvidias Streaming-Dienst umfasst keine Spiele, greift aber auf Plattformen wie Battle.net oder Steam zurück. Dafür loggt man sich in der GeForce-Now-App mit dem entsprechenden Account ein und verifiziert so den Besitz der Spiele. Sie stehen dann direkt auf dem Server bereit und starten innerhalb von knapp 30 Sekunden. Auf dem Mac installieren muss man sie nicht. Nvidia legt für die unterstützten Spiele angepasste Einstellungen fest, die beim Start geladen werden.

Die Leistung des Cloud-Dienstes soll in etwa der eines anspruchsvollen Gaming-PC samt Geforce GTX 1080 Ti entsprechen. Der Hersteller verspricht, etwa 60 Frames pro Sekunde bei Full-HD-Auflösung zu liefern.

Auch für betagte Hardware

GeForce Now setzt mindestens macOS 10.10 Yosemite voraus. Die Internet-Verbindung muss einen Downstream von mindestens 25 MBit/s, besser 50 MBit/s liefern. Damit soll die Latenz etwa 30 Millisekunden betragen. Steht zwischenzeitlich eine geringere Bandbreite zur Verfügung, soll GeForce Now Details und Auflösung verringen, um die Latenz niedrig zu halten. Nvidia empfiehlt die Nutzung einer Ethernet-Verbindung oder eines 5-GHz-WLANs. Außerdem rät der Hersteller zur Benutzung von USB-Gaming-Mäusen, da Apples Magic Mouse keine separate linke und rechte Maustaste besitzt. Einige Gamepads von Logitech oder Sonys DualShock-4-Controller werden ebenfalls unterstützt. Weitere Anforderungen nennt Nvidia nicht.

Aktuelle Titel sollen mit GeForce Now selbst auf schwächeren Modellen wie dem MacBook mit 12 Zoll oder älteren Macs problemlos laufen: Der Hersteller listet unter anderem iMacs von 2009 als kompatibel zu GeForce Now. Bei einem Pressetermin in London führten Nvidia-Mitarbeiter der Mac & i-Redaktion die Spiele "Playerunknown's Battlegrounds" und "Fortnite" unter anderem auf einem MacBook Pro von 2012 vor. Die Titel liefen flüssig und verzögerungsfrei darauf.

Preis noch unbekannt

Zum Europastart sind Spiele und Interface beim Streaming-Dienst noch englischsprachig. Die deutsche Lokalisierung soll demnächst folgen; ein genauer Termin steht noch nicht fest. Bis Ende 2017 bleibt die GeForce-Now-Beta gratis. Zum geplanten Preis wollte sich Nvidia noch nicht äußern. Für die Nvidia-Shield-Konsole kostet das Abo 10 Euro pro Monat. In den USA ist die GeForce Now Beta für Macs bereits seit März verfügbar. Für Windows-PCs soll das Angebot später starten. (hze)

24 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. GeForce Now: Nvidia vermietet Cloud-PCs an Mac- und Windows-Spieler

    GeForce Now auf Mac und PC

    Wenn der eigene Computer High-End-Spiele nicht unterstützt, können macOS- und Windows-Nutzer künftig einen virtuellen Gaming-PC bei Nvidia mieten und Spiele streamen. Abgerechnet wird in Stundenpaketen.

  2. Streaming-Konsole Nvidia Shield TV mit Google Assistant vorgestellt

    Nvidia Shield TV mit Google Assistant vorgestellt

    Nvidia bringt eine neue Version der Streaming-Box Shield auf den Markt - erstmals mit Unterstützung für den Google Assistant. Außerdem macht der Grafikhardware-Hersteller Geforce Now auf PC und Mac verfügbar.

  3. Pläne von Electronic Arts: Weg vom Spiele-Besitz, hin zum Streaming

    Electronic Arts: Weg vom Spiele-Besitz, hin zum Streaming

    EA-Topmanager Chris Evenden geht davon aus, dass sich die Spieleindustrie zwangsläufig in Richtung des Streamings bewegen muss. Sein Konzern Electronic Arts hat den dafür notwendigen technischen Unterbau schon fertig.

  4. Gaming-Superstar Playerunknown: "Battlegrounds soll 10 Jahre bleiben"

    Interview mit Gaming-Superstar Playerunknown: Sein Leben, sein Spiel, seine Pläne

    Brendan Greene hat mit seinem Early-Access-Titel Playerunknown's Batteground die Spiele-Überraschung des Jahres geschaffen. Im Interview mit heise online spricht er über den schnellen Erfolg und gibt einen Ausblick auf die Zukunft des Überraschungshits.

  1. Was Sie über Windows 10 und das "Fall Creators Update" wissen müssen

    Windows 10 und das Creators Update

    Was bringt das Fall Creators Update für Windows 10? Lässt es sich forcieren oder verhindern? Kann ich auch jetzt noch gratis auf Windows 10 umsteigen? Ein Überblick zu Microsofts neuester Windows-10-Ausgabe und Antworten auf häufige Fragen.

  2. Netflix: 17 Tipps zum besseren Fernsehen

    Netflix

    Netflix hat die Art, wie wir TV-Inhalte konsumieren, revolutioniert. Mac & i zeigt mit 17 Tipps und Tricks, wie Sie den Serien- oder Spielfilmabend optimieren und dabei zudem Geld sparen.

  3. Tom Clancy's The Divison im Technik-Check

    Tom Clancy's The Divison im Technik-Kurzcheck

    Der Taktik-Shooter "The Division" sieht durch die neue Snowdrop-Engine beeindruckend aus. Mit einer schnellen 4-GByte-Grafikkarte läuft das Spiel flüssig und zeigt das bisher schönste digitale Manhattan.

  1. Sicherheitslücke in HP-Druckern – Firmware-Updates stehen bereit

    Hewlett-Packard-Logo

    Unter Verwendung spezieller Malware können Angreifer aus der Ferne auf Drucker von HP zugreifen und dort unter anderem gerätespezifische Befehle ausführen. Der Hersteller hat Updates bereitgestellt und empfiehlt die umgehende Aktualisierung.

  2. Mini tritt bei der Dakar-Rallye 2018 mit Allrad- und Hinterradantrieb an

    Mini

    Am 6. Januar 2018 startet in Lima die 40. Rallye Dakar. Mini wird die Rallye erstmals mit zwei konzeptionell komplett unterschiedlichen Fahrzeugtypen bestreiten. Zum Allradler kommt ein Buggy mit Hinterradantrieb

Anzeige