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Ben Schwan 107

Safaris Tracking-Schutz: Google passt Reklamesystem an

Safari-Tracking-Schutz: Google passt Reklame an

Safari auf verschiedenen Geräten.

Bild: Apple

Apples Versuche, die Nutzerüberwachung durch Werbecookies zu erschweren, wird von Google mit einem neuen Verfahren für AdWords und Analytics gekontert.

Apples "Intelligent Tracking Prevention" (ITP), die sowohl unter iOS 11 als auch unter macOS High Sierra dafür sorgen soll, dass sich Nutzer über Websites hinweg weniger leicht verfolgen lassen, schmeckt der Werbebranche nicht. Der Such- und Online-Reklame-Riese Google hat in einer E-Mail an seine Kunden eine Technik vorgestellt, mit der ITP teilweise umgangen werden kann. Dabei setzt das Unternehmen auf eine Kombination aus dem populären Webanalysepaket Google Analytics und dem hauseigenen Werbesystem AdWords.

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Sind AdWords und Analytics bereits verknüpft, kann Google auf der Seite, die der Nutzer besucht, ein Cookie mit der jeweiligen Domain setzen, in dem steht, dass ein Nutzer über einen Anzeigenklick auf der Domain gelandet ist. Dieses sogenannte Conversion Tracking soll somit weiterhin möglich sein. Parallel zählt AdWords die Klicks für Interaktionen des Nutzers mit Googles gigantischem Diensteportfolio. Das neue Google-Analytics-Cookie, "_gac cookie" genannt, erweitert Google Analytics also um ein AdWords-Conversion-Tracking.

Bislang setzte Google hier auf ein Cookie, das von einer eigenen Domain des Konzerns ("googleadservices.com") kam. Um Safaris intelligente Löschung dieses Third-Party-Datenkrümels zu umgehen, schreibt Google das "_gac cookie" nun direkt über Analytics, das auf dem Server des Publishers läuft – und damit zum First-Party-Cookie wird. Werbedaten, die mit dem Kunden verknüpft sind, sollen somit erhalten bleiben.

Parallel dazu versucht Google auch, Kunden zu unterstützen, die Analytics und AdWords nicht miteinander verknüpfen wollen. Dazu "modelliert" das Unternehmen die Conversions von Safari-Nutzern anhand historischer Daten. Dies soll für Klicks innerhalb einer 24 Stunden langen Periode gelten. Allerdings gibt es laut Google eine Verzögerung bei der Darstellung in AdWords.

Apples Safari ist insbesondere im Mobilbereich höchst bedeutsam. Bis zu 50 Prozent der Website-Aufrufe in den USA sollen hier von iPhone und iPad stammen. (bsc)

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