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Leo Becker 67

Reporter ohne Grenzen warnt eindringlich vor Apples iCloud in China

Apple in China

Apple hat im vergangenen Jahr Apps von Anbietern so genannter VPN-Tunnel in China gelöscht.

Bild: dpa, Diego Azubel/Archiv

Journalisten und Blogger sollten ihren iCloud-China-Account ändern oder löschen, mahnt die Organisation: Die Vertraulichkeit der Daten sei nach Apples Umzug auf die Server einer chinesischen Drittfirma nicht mehr gewährleistet.

Reporter ohne Grenzen hat Journalisten dazu aufgerufen, keine iCloud-China-Accounts mehr zu verwenden: Bis spätestens zum 28. Februar sollten Journalisten und Blogger sicherstellen, dass sie in den Einstellungen ihrer Apple-ID nicht länger China als Land hinterlegt haben – oder den iCloud-Account gleich ganz löschen, betont die Organisation.

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Apples geplanter Umzug aller iCloud-Daten chinesischer Nutzer auf die Server der chinesischen Drittfirma Cloud Big Data Industrial Development Co. Ltd. (GCBD) stelle nämlich eine Gefahr für die Sicherheit der Journalisten und Blogger dar – sowie für deren Quellen.

Land respektive Region einer Apple-ID kann man in den Einstellungen ändern – dies hat allerdings Nebenwirkungen.

Apple verspreche zwar, keine Hintertüren für Regierungen einzubauen, aber es gebe keinen Weg, "dies mit Sicherheit zu wissen", so der Leiter des Ostasien-Büros der Organisation.

Apples Rechtsabteilung habe “ganz offensichtlich wenig Illusionen über die zukünftige Vertraulichkeit des iCloud-Dienstes”, merkt Reporter ohne Grenzen an, schließlich wurden Apples chinesische iCloud-Nutzungsbedingungen, um den Hinweis ergänzt: “Apple und GCBD haben das Recht zum Zugriff [...] auf alle Nutzerdaten inklusive Inhalten”.

Apple hat Anfang Januar angekündigt, die Daten chinesischer iCloud-Nutzer auf örtliche Server zu verlagern. Dies solle Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit erhöhen, erklärte Apple, und folge chinesischen Vorgaben. Grund für den Umzug sind "lokale Cybersicherheitsrichtlinien", die besagen, dass Cloud-Dienste in China von chinesischen Firmen betrieben werden müssen. Apples Partner GCBD gehört der Provinzregierung von Guizhou im Süden Chinas.

Man “missbillige Apples Bereitwilligkeit, Chinas autoritärem Regime entgegenzukommen”, schreibt Reporter ohne Grenzen – dies sei umso bemerkenswerter, weil Apple sich dem Druck anderer Regierungen erfolgreich zu entziehen weiß – gerade was “steuerliche Transparenz” angehe. Die Organisation hatte Apple bereits scharf kritisiert, nachdem der Konzern VPN-Apps in China aus dem App Store entfernte.

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(lbe)

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