Logo von Mac & i

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.735.090 Produkten

Leo Becker 101

Patentverletzung bei iPhone-Prozessor: Apple soll halbe Milliarde Dollar an US-Universität zahlen

A8-Chip

Das iPhone 6 setzt auf Apples A8-Chip.

Ein US-Richter hat die ursprünglich angesetzte Summe nun verdoppelt, Apple habe das Patent der Universität mit der A-Chip-Reihe in iPhone und iPad weiter verletzt. Eine weitere Klage ist anhängig.

Apple soll für die Verletzung eines Patentes 506 Millionen Dollar an die University of Wisconsin-Madison zahlen. Der zuständige Richter hat die bereits im Oktober 2015 verhängte Schadenssumme damit mehr als verdoppelt: Auf 234 Millionen Dollar wurden jetzt weitere 272 Millionen Dollar aufgeschlagen, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Nach Ansicht des Gerichtes hat der iPhone-Konzern das Patent bis zum Ende der Gültigkeit im Dezember 2016 weiter verletzt. Apple habe Berufung gegen das Urteil eingelegt.

Anzeige

Die Patentverwertungsfirma der Universität Wisconsin Alumni Research Foundation (WARF) hat Apple 2014 verklagt, sie wirft dem Unternehmen die Verletzung des US-Patentes 5,781,752 ("Table based data speculation circuit for parallel processing computer") durch die in iPhone und iPad verbauten SoCs (System-on-a-Chip) A7, A8 und A8X vor.

Apple hatte in dem Verfahren unter anderem argumentiert, der A7- und A8-Chip erfülle nicht die strikten Kriterien, die das Patent aufführt. Der Versuch des iPhone-Herstellers, das Patent der Universität für ungültig erklären zu lassen, schlug fehl. Die Patentverwertungsfirma der Universität forderte ursprünglich eine Verdreifachung der Schadenssumme wegen einer vorsätzlichen Verletzung durch Apple, dies konnte der Richter aber nicht feststellen.

Die im Patent beschriebene Technik soll Chips effizienter machen, sie beschreibt Funktionen zur Optimierung der spekulativen Befehlsausführung in parallel arbeitenden Prozessoren und ist die Forschungsarbeit eines Professors der Universität sowie dreier Studenten. Die WARF war vor knapp zehn Jahren bereits gegen den Prozessorhersteller Intel vor Gericht gezogen – es kam damals zu einer außergerichtlichen Einigung.

Gegen Apple läuft bereits eine zusätzliche Klage der WARF, die auch neuere A9- und A9X-Prozessoren abdeckt, die unter anderem im iPhone 6s stecken. Im iPhone 7 kommt inzwischen ein A10-Chip zum Einsatz. Der Richter wolle in dieser Angelegenheit erst entscheiden, wenn Apples Berufung zu dem jetzt ergangenen Urteil abgeschlossen ist, so die Nachrichtenagentur. (lbe)

101 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Patentverletzung durch iPhone-Chips: 500-Millionen-Dollar-Urteil laut Apple "voller Fehler"

    A8-Chip

    Dem Urteil zufolge soll Apple für Verletzung eines Prozessor-Patentes 506 Millionen Dollar an eine US-Universität zahlen. Im Berufungsverfahren führt der iPhone-Hersteller nun “Fehler an jeder Ecke” ins Feld, das Urteil könne so nicht bestehen bleiben.

  2. Patentstreit: Apple soll 503 Millionen Dollar Strafe zahlen

    FaceTime

    Nach Ansicht von US-Geschworenen verletzt Apple durch die Dienste FaceTime und iMessage vier Patente eines Patentverwerters – und soll eine halbe Milliarde Dollar Schadensersatz leisten. Die vorgebrachten Patente wurden aber schon für ungültig erklärt.

  3. Qualcomm vs. Apple: Nächster Schauplatz München

    iPhones

    Das Landgericht in der bayerischen Metropole soll über ein mögliches iPhone-Verkaufsverbot in Deutschland entscheiden.

  4. Qualcomm will iPhone-Verkauf in Deutschland stoppen

    iPhones

    Mit zwei Patentklagen will der Chip-Konzern nun Einfuhr und Verkauf von iPhones in Deutschland unterbinden – auch der neuesten Modelle. Apples Auftragsfertiger werfen Qualcomm in einer eigenen US-Klage Kartellrechtsverstöße vor.

  1. iPhone-Kaufberatung: Vom 4s bis zum iPhone 7 Plus

    Das iPhone setzt jedes Jahr neue Maßstäbe und löst auch bei Besitzern anderer Smartphones Haben-wollen-Reflexe aus. Doch die Anschaffung ist kostspielig und nicht jeder braucht sämtliche Features – welches soll man da bloß nehmen? Wir stellen alle jüngeren Modelle einander gegenüber und lassen dabei auch Gebrauchtgeräte nicht außen vor.

  2. Apples 2016 – ein Jahr voller Tumulte

    Apple-Logo

    Es war ein schwieriges Jahr für den iPhone-Hersteller: Neben dem ersten Umsatzrückgang seit mehr als einer Dekade musste der Konzern mit Software-Problemen und heftiger Kritik an Produktentscheidungen kämpfen – zuletzt beim neuen MacBook Pro. Das zurückliegende Jahr verrät auch manches über Apples Zukunftspläne.

  3. iPhone 7 und 7 Plus im ersten Test

    Schon einige Tage vor dem offiziellen Verkaufsstart konnte Mac & i Apples neue Smartphones mit den verbesserten Kameras ausprobieren.

  1. Roboter übernehmen erstmals die Spargelernte

    Fabriken kehren aus China zurück

    Die Spargelsaison hat begonnen. Doch es wird immer schwerer, Feldarbeiter für die Ernte zu finden. Nun schicken sich erste autonome Maschinen an, den Job zu übernehmen.

  2. Keine Strafen: Österreich zieht neuem Datenschutz die Zähne

    Überlebensgroße Statuen, die herzlich lachen

    In letzter Minute nimmt Österreich der neuen EU-Datenschutzverordnung den Biss, die meisten Verstöße werden straffrei bleiben. Und Datenschutz-NGOs dürfen keinen Schadenersatz eintreiben.

  3. Zahlen, bitte! Hubble-Weltraumteleskop blickt 13,4 Milliarden Lichtjahre tief ins All

    Zahlen, bitte! Ein 13,4 Milliarden Jahre tiefer Lichtblick in die universelle Kinderstube.

    Seit genau 28 Jahren liefert das Hubble-Weltraumteleskop im All beeindruckende Bilder und lichtete sogar ein Objekt in der unvorstellbaren Entfernung von 13,4 Milliarden Lichtjahren ab.

  4. NASA-Teleskop Neowise: Hunderte erdnahe Objekte entdeckt, auch potenziell gefährliche

    NASA-Teleskop Neowise: Hunderte erdnahe Objekte entdeckt, auch potenziell gefährliche

    Seit seiner Reaktivierung scannt das Weltraumteleskop Neowise der NASA den Himmel unter anderem nach potenziell gefährlichen Objekten ab, die auf die Erde stürzen könnten. In den Daten zu Zehntausenden Himmelskörpern gibt es einige.

Anzeige