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Leo Becker 155

Neue Textbombe: Schriftzeichen bringt iPhones zum Absturz – und legt Apps lahm Update

Textbombe

Das Zeichen aus der Telugu-Schrift kann iPhones und iOS-Apps zum Absturz bringen.

Ein Zeichen aus der indischen Telugu-Schrift lässt iOS- und macOS-Apps einfrieren. Kommt dieses als Push-Nachricht, bringt es das iPhone zum Absturz – und kann den verwendeten Messenger oder E-Mail-Client lahmlegen.

Ein Textdarstellungs-Bug in Apples Betriebssystemen sorgt dafür, dass Apps abstürzen, sobald sie ein bestimmtes Zeichen aus der indischen Telugu-Schrift einblenden. Wird das Zeichen als Textnachricht zugestellt, kann dies den jeweiligen Messenger lahmlegen, wie italienische Seite Mobile World berichtet – betroffen sind neben iMessage respektive der Nachrichten-App unter anderem auch WhatsApp, Facebook Messenger, Twitter sowie E-Mail-Clients wie Gmail und Outlook.

Wird das Schriftzeichen in einer Push-Nachricht an iPhone oder iPad zugestellt, bringt das Anzeigen der Nachricht den Prozess Springboard, der auch für den Homescreen zuständig ist, zum Einfrieren und schließlich zum Absturz – beim Neustarten des Prozesses wird der iPhone-Bildschirm für kurze Zeit schwarz und zeigt dann wieder den Lockscreen.

Wer den Neustart manuell erzwingt, während der Prozess Springboard noch eingefroren ist, kann in einer Neustartschleife landen, warnt die italienische Seite. Dann hilft nur noch, das iPhone im Wiederherstellungsmodus neu aufzusetzen.

Das Öffnen der Nachricht lässt die jeweilige App einfrieren und schließlich abstürzen. Beim Versuch, diese erneut zu öffnen, kommt es unter Umständen sofort wieder zum Absturz.

Nutzer können versuchen, sich eine weitere Nachricht zuschicken zu lassen, um den Messenger wieder öffnen zu können – sie müssen dann aus der Hauptansicht die komplette Konversation löschen, die das Schriftzeichen enthält. Nicht alle Apps sind von dem Fehler betroffen, der vermutlich in Apples für die Textdarstellung verantwortlicher API Core Text steckt: Laut The Verge bleiben etwa Telegram und Skype unbehelligt.

Der Fehler und die daraus resultierenden Abstürze betreffen iOS 11.2.5 sowie macOS und watchOS. Es ist der zweite Fall einer Textbombe innerhalb weniger Wochen – zum Jahresanfang musste Apple hier bereits mit einem iOS-Update nachbessern. Einen Schutz vor der Textbombe gibt es derzeit nicht, Apple dürfte in Kürze ein System-Update nachschieben, das Problem wurde bereits an den Hersteller gemeldet. Der Bug scheint in iOS 11.3 – derzeit noch in der Betaphase – bereits behoben, wie Entwickler berichten.

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[Update 16.02.2018 10:20 Uhr] Apple will den Fehler mit einem kommenden iOS-Update ausräumen – noch vor der für Frühjahr angesetzten Freigabe von iOS 11.3. (lbe)

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