Logo von Mac & i

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.681.728 Produkten

Ben Schwan 10

Mutmaßlicher Autor der macOS-Malware "Fruitfly" angeklagt

Autor von macOS-Malware "Fruitfly" angeklagt

Ein Mac mit macOS 10.10, das von Fruitfly bereits befallen werden konnte.

Bild: Apple

Ein Mann aus Ohio soll über Jahre Apple-Nutzer ausgespäht haben. Der Datenschädling blieb lange unentdeckt. Nun wurde gegen den Mann Anklage erhoben.

Die US-Bundesbehörden haben Anklage gegen einen 28-jährigen Mann aus Ohio erhoben, der für die im Sommer entdeckte macOS-Malware "Fruitfly" verantwortlich sein soll. Der Datenschädling kursierte offenbar seit Jahren ohne durch Behörden und Nutzer bemerkt zu werden. Ein Sicherheitsforscher hatte allein im Juli innerhalb von zwei Tagen rund 400 infizierte Maschinen entdeckt. Der Angeklagte soll mit der von ihm geschriebenen Software Screenshots angefertigt haben, ließ Tastaturanschläge mitspeichern und schaute zudem über die Webcam des Macs auch in Wohnung und Büro Betroffener. Auch soll das Mikrofon von Rechnern aktiviert worden sein, um Räume zu belauschen.

Anzeige

Patrick Wardle, ein auf Apple-Technik spezialisierter US-amerikanischer Sicherheitsforscher, arbeitete laut eigenen Angaben mit dem FBI zusammen, um den Verdächtigen zu fassen. Fruitfly gab es auch in einer Windows-Version, wobei die Fähigkeiten der Malware auf dem Mac besonders für Schlagzeilen sorgten, da derlei Programme bislang äußerst selten "in the wild" angetroffen werden. Insgesamt soll Fruitfly auf mehreren Tausend PCs und Macs aktiv gewesen sein.

Der Mann aus Ohio soll insgesamt 13 Jahre lang verschiedene Datenschädlinge entwickelt und eingesetzt haben. Er überwachte unter anderem, ob Nutzer im Netz nach Pornografie suchten. Millionen Bilder seien gespeichert worden – inklusive "detaillierter Notizen", schilderte das US-Justizministerium. Dem Angeklagten wird auch die Erstellung von Kinderpornografie vorgeworfen – wie genau, blieb zunächst unklar. Die Anklage lautet auf 16 verschiedene Vergehen, die bereits 2003 begonnen haben sollen. Der Mann sammelte auch Steuerdaten, medizinische Unterlagen und Bankinformationen.

Der Angreifer soll lange an seinem Datenschädling gearbeitet haben. Eine von Wardle zu Jahresanfang 2017 aufgespürte Variante von Fruitfly enthielt noch Funktionen, die aus Zeiten vor Mac OS X stammen – das Betriebssystem erschien im Jahr 2000 als öffentliche Beta. Die Malware verwies der Analyse aus dem Juli 2017 zufolge noch auf eine Anpassung für OS X 10.10 Yosemite, das Update erschien im Herbst 2014.

tipps+tricks zum Thema:

(bsc)

10 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Spionage-Malware Fruitfly blieb über Jahre auf Macs unentdeckt

    OS X Yosemite

    Obwohl die Mac-Malware offenbar schon seit langem aktiv ist, wurde diese erst jüngst in zwei Varianten entdeckt. Der Schädling kann die integrierte Webcam aktivieren, Tastatureingaben mitlesen und Screenshots anfertigen.

  2. DNS-Hijacker greift Macs an

    DNS-Hijacker greift Macs an

    Der Sicherheitsforscher Patrick Wardle hat eine neue Malware analysiert, die den Internet-Verkehr von macOS-Usern umleitet. Zudem wird ein neues Root-Zertifikat installiert.

  3. Mac-Malware Proton gibt sich als "Symantec Malware Detector" aus

    Malware

    Getarnt als Malware-Erkennung wurde der Mac-Trojaner über ein vermeintliches Symantec-Blog vertrieben. Eine über soziale Netze verbreitete Falschmeldung soll Nutzer zur Installation bringen.

  4. USA: Anklage gegen Ex-Geheimdienstler wegen Dokumentenklau

    NSA Hauptquartier

    Ein Mann der mehr als 20 Jahre für verschiedene Auftragnehmer von US-Behörden gearbeitet hat, soll über Jahrzehnte geheime Dokumente an sich gebracht haben. Eine unbefugte Weitergabe werfen ihm die Ankläger aber nicht vor.

  1. Arbeit und Familie belasten Männer und Frauen ähnlich …

    … aber Männer klagen weniger darüber

  2. Interview: Wie sicher sind iOS und macOS vor Angriffen?

    An der Tastatur

    Die Windows-Welt erlebt mit „WannaCry“ & Co. massive Malware-Wellen. Doch auch die Angriffe auf den Mac nehmen zu. Im Mac & i-Gespräch erklärt der renommierte Sicherheitsforscher Patrick Wardle, was Nutzern blühen könnte, wenn Apple nicht reagiert.

  3. Der Preis fürs "perfekte Leben"

    Warum sich Frauen und Männer kaputt arbeiten

  1. Nun auch in Deutschland: Microsoft Classic IntelliMouse für 40 Euro bestellbar

    Nun auch in Deutschland: Microsoft Classic IntelliMouse für 40 Euro erhältlich

    Microsoft bringt seine Microsoft Classic Intellimouse nun auch in Deutschland auf den Markt.

  2. Honda CB 1000 R

    CB 1000 R

    Honda hatte ein Jahr lang das Naked Bike CB 1000 R aus dem Programm genommen, was bei den Fans für Unruhe sorgte. Die Nachfolgerin versöhnt beim ersten Anblick, das Design ist eine interessante Mischung aus modernen Formen und klassischen Elementen. Dazu bekam der Vierzylinder 20 PS mehr

  3. Selbstleuchtendes OLED-Garn

    Selbstleuchtendes OLED-Garn

    Bislang bestand selbstleuchtende Kleidung aus Stoff, auf dem kleine Dioden oder Leuchtplatten befestigt wurden. Am koreanischen Forschungsinstitut KAIST haben Forscher nun ein OLED-Garn entwickelt, das sich direkt einweben lässt.

  4. Amazon Echo Spot kommt diesen Monat nach Deutschland

    Amazon Echo Spot in Schwarz und Weiß

    Amazon bringt den Echo Spot mit kreisrundem Farb-Display in diesem Monat in Deutschland auf den Markt. Der smarte Lautsprecher ist ab sofort für 130 Euro vorbestellbar.

Anzeige