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Leo Becker 25

Maschinelles Sehen: Apple kaufte offenbar Startup Spektral

iPhone Dualkamera

Bild: dpa, Charles Rex Arbogast/AP

Die dänische Firma ist auf ein Freistellen von Objekten und Personen in Fotos sowie Videos spezialisiert – gleich bei der Aufnahme mit der Smartphone-Kamera.

Apple hat sein Know-how rund um Maschinelles Sehen durch eine Übernahme ausgebaut: Der Konzern habe Ende vergangenen Jahres das dänische Startup Spektral übernommen, wie die Zeitung Borsen nun berichtet. Spektral hat nach Eigenbeschreibung eine Technik entwickelt, die Objekte und Personen von ihrem Hintergrund freistellt und in eine andere Umgebung einfügen kann. Dies soll in Echtzeit direkt bei der Aufnahme eines Fotos oder Videos mit der Smartphone-Kamera geschehen.

Kaufpreis des Startups bleibt ungenannt

Auf diese Weise lassen sich verschiedene "Realitäten vermischen", erläutert die Firma. Dafür baue man sie künstliche neuronale Netze und die Rechenleistung moderner Grafikchips, um ein Rendering in hoher Qualität zu ermöglichen, heißt es weiter. Die Technik sollte auch in Form eines SDKs für andere App-Entwickler bereitgestellt werden.

Spektral
Die Freistellung soll in Echtzeit schon bei der Aufnahme erfolgen – auch von Videos. (Bild: Spektral-Webseite)

Ein Kaufpreis wurde nicht genannt, die beiden Firmengründer hätten jeweils umgerechnet knapp 27 Millionen Euro erhalten, heißt es in dem Zeitungsbericht.

Einer der Gründer ist laut seinem LinkedIn-Eintrag inzwischen ein Manager in Apples Sparte für computergestützte Bilderzeugung, wie Macrumors anmerkt.

Apple setzt auf computergestützte Fotografie

Einen Grund für die Übernahme nannte Apple nicht, der Konzern kauft regelmäßig kleinere Firmen, gewöhnlich um eine spezielle Technik zu integrieren oder Spezialisten anzuheuern. Spektrals Technik könnte der weiteren Verbesserung von Apples bereits in die Kamera-App integrierten Porträtmodus dienen, der Personen im Vordergrund freistellen kann, um den Hintergrund anschließend unscharf zu zeichnen – und damit den klassischen Bokeh-Effekt teuerer Spiegelreflexkameras algorithmisch nachzustellen.

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Mit iPhone XS und XR können Nutzer die Blende auch nachträglich justieren und so die Schärfezeichnung der Hintergrundbereiche verändern. Die Freistellung von Personen im Porträtmodus hat Apple auch mit iOS 12 bereits deutlich verbessert.

(lbe)

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