Logo von Mac & i

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.508.171 Produkten

Ben Schwan 143

Kein App Store mehr: Apple startet Totalumbau von iTunes

Kein App Store mehr: Apple startet Totalumbau von iTunes

Da fehlt doch was: Die verbliebenen Inhaltekategorien in iTunes 12.7.

Bild: Screenshot via MacRumors

Heimlich, still und leise hat Apple seine Medienverwaltung verändert. Das für Windows und macOS erhältliche iTunes 12.7 kommt mit signifikanten Umbauten.

Anzeige
Apple iPhone 8 64GB silber
Apple iPhone 8 64GB silber ab € 679,–

Während die meisten Neuerungen, die Apple am Dienstag bei seiner iPhone-Keynote (siehe dazu auch den Mac & i-Liveticker) vorstellte, vorab durchgesickert waren, blieb Apples zentrale Medienverwaltung iTunes für Mac und PC von Tim Cook & Co. gänzlich unerwähnt. Doch genau da kündigen sich nun große Veränderungen an: Ein in der Nacht zum Mittwoch erschienenes Update mit der Versionsnummer 12.7 ist erstaunlich radikal entschlackt worden.

Mehr zu den Neuvorstellungen von Apple:

Apps nur noch auf iOS-Geräten

Künftig gibt es unter Windows und macOS keine Möglichkeit mehr, iOS-Apps herunterzuladen. Der komplette App Store wurde aus iTunes entfernt – nun lassen sich Programme für iPhone, iPad und iPod touch nur noch direkt auf dem Gerät beziehen. Ein Download von Apps auf dem Desktop samt Synchronisation entfällt. So kann man auch keine Lieblings-App in einer alten Version mehr sichern; es gibt einen Zwang zur Benutzung des iOS App Store.

iTunes konzentriert sich künftig auf Musik, Filme, TV-Serien, Podcasts und Hörbücher – das war's. Gestrichen wurde außerdem die Möglichkeit, Klingeltöne mittels iTunes zu verwalten. Dieses Feature ist nun nur noch in den iOS-Einstellungen ("Töne und Haptik") greifbar. Apple hatte zuvor schon seine Bildungsinhalte (iTunes U) von iTunes in den Podcast-Bereich abgeschoben. Die Verwaltung von E-Books unter Windows ist nicht mehr möglich, stattdessen soll man die iBooks-App auf dem iOS-Gerät nutzen. Der Internet-Radio-Bereich wanderte in die Seitenleiste der Musikbibliothek.

Radikalkur einer überfrachteten App?

iTunes 12.7 unterstützt außerdem das neue Betriebssystem iOS 11, das am 19. September zum Download bereitstehen wird. Ältere iTunes-Versionen dürften dagegen inkompatibel sein, was Nutzer zum Upgrade zwingen könnte, wenn sie etwa Backups eines iOS-11-Geräts anlegen möchten – das kann iTunes 12.7 noch. Dass der App Store auf dem Desktop wegfallen könnte, hatte sich in den letzten Tagen bereits angekündigt – die Web-Vorschau für iOS-Apps ließ plötzlich den "In iTunes ansehen"-Knopf weg, ohne dass das Apple erklärt hätte.

iTunes war lange als Anwendung kritisiert worden, die total überfrachtet ist ("iTunes Bloat") – deshalb hofften Nutzer, dass Apple Funktionen womöglich in eigene Apps auslagert. Anwendungsbereiche wie den App Store nun ganz vom Desktop zu streichen, ist eine wesentlich radikalere Lösung. iTunes erschien erstmals im Januar 2001 und wurde von Apple zunächst als Musikmanagement-Programm und zum Brennen von CDs verwendet. Später kam die iPod- und iOS-Geräte-Verwaltung hinzu. Aktuell verwirrt manchen Nutzer vor allem das zwangsweise Hin und Her zwischen Apple Music und der eigenen Musikbibliothek – auch der Streamingdienst wird auf dem Desktop via iTunes abgewickelt. (bsc)

143 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. App-Store-Entfernung aus iTunes kann Entwickler Umsätze kosten

    App-Store-Entfernung aus iTunes kann Entwickler Umsätze kosten

    Mit iTunes 12.7 ging Apple den radikalen Schritt, den iOS App Store komplett von Mac und PC zu entfernen. Künftig sind Apps nur noch auf Mobilgeräten kaufbar, was Auswirkungen auf Developer haben dürfte.

  2. iOS-Geräte zeigen detaillierte App- und iTunes-Kaufgeschichte

    iOS-Geräte zeigen detaillierte App- und iTunes-Kaufgeschichte

    Apple hat eine neue Server-Funktion freigeschaltet, mit der es möglich ist, auf seine historische Einkaufsliste direkt von iPhone oder iPad zuzugreifen. Das ging bislang nur auf Mac oder PC.

  3. iOS 11.0.2: Apple behebt Geräuschproblem bei iPhone 8 und 8 Plus

    iPhone 8

    Nur eine Woche nach iOS 11.0.1 hat Apple ein weiteres Bugfix-Update vorgelegt. Diesmal sollen Störgeräusche beim neuesten iPhone angegangen worden sein – und weitere Probleme.

  4. Statt iTunes 12.7: "Business-Version" von iTunes hat den App Store noch

    "Business-Version" von iTunes hat den App Store noch

    Apple hat ein Einsehen mit Kunden, die den iOS App Store gerne weiterhin auf dem Desktop nutzen wollen – ein versteckter Download mit der Versionsnummer 12.6.3 hilft.

  1. Apple-ID: FAQ zum Erstellen, Wechseln und Löschen des Benutzerkontos

    Apple ID verwalten

    Für alle Apple-Dienste ist eine Apple-ID notwendig, von iCloud über iMessage bis zum Einkauf im App Store und iTunes Store. Nutzer stolpern dabei immer wieder über Probleme – Mac & i hat Lösungen zusammengestellt.

  2. Apples 2016 – ein Jahr voller Tumulte

    Apple-Logo

    Es war ein schwieriges Jahr für den iPhone-Hersteller: Neben dem ersten Umsatzrückgang seit mehr als einer Dekade musste der Konzern mit Software-Problemen und heftiger Kritik an Produktentscheidungen kämpfen – zuletzt beim neuen MacBook Pro. Das zurückliegende Jahr verrät auch manches über Apples Zukunftspläne.

  3. iOS vs. Android – Argumente für den Wechsel zu Apple

    Die großen Displays von iPhone 7 und iPhone 7 Plus erfüllen vielen wechselwilligen Smartphone-Nutzern einen lange gehegten Wunsch. Es gibt aber noch viel mehr Gründe, von Android oder Windows Phone auf iOS umzusteigen.

  1. Intel-Computer: BSI warnt vor Sicherheitslücke, Updates teils spät

    Intel-Chipsatz B150

    Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt vor dem Firmware-Risiko in vielen Desktop-PCs, Notebooks und Servern, aber manche Hersteller reagieren langsam.

  2. Endgültiges Aus für LiMux: Münchener Stadtrat setzt den Pinguin vor die Tür

    Endgtültiges Aus für Limux: Münchener Stadtrat setzt den Pinguin vor die Tür

    Microsoft kann nach 14 Jahren Auszeit in München wieder voll "fensterln". Mit der Mehrheit der großen Koalition hat der Stadtrat endgültig beschlossen, bis 2020 wieder auf Windows umzustellen und den Ausflug in die Linux-Welt zu beenden.

  3. Snowden warnt vor Big Data, Biometrie und dem iPhone X

    Snowden warnt vor Big Data, Biometrie und dem iPhone X

    Am Beispiel der Gesichtserkennung im neuen iPhone X illustriert der Whistleblower Edward Snowden die Gefahren, denen wir uns schon in naher Zukunft stellen müssen.

  4. Black Friday: Das Milliardengeschäft mit dem neuen Schnäppchentag

    Man rennt in Laden, dahinter weitere Käufer

    Er kommt ursprünglich aus den USA, wird aber auch in Deutschland immer beliebter: Der Schnäppchentag Black Friday und sein Online-Pendant Cyber Monday. Doch die Verbraucher sollten trotz vieler Sonderangebote einen kühlen Kopf bewahren.

Anzeige