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Leo Becker 49

Katalogisierungs-App Delicious Library: Amazon kappt API-Zugriff

Delicious Library

Delicious Library gibt es seit 17 Jahren für den Mac.

Bild: Entwickler

Die Mac-Software darf Daten und Bilder zu eingescannten Produkten nicht länger aus Amazons Datenbank abfragen – und wird so für Nutzer unkomfortabel. Amazon hat dem Hersteller den API-Zugriff nach dreizehn Jahren für viele Länder plötzlich untersagt.

Die Katalogisierungs-Software Delicious Library verliert in mehreren Ländern eine Kernfunktion: Nutzer können ihre Produkte nicht länger bequem durch ein Einscannen des Strichcodes zur Datenbank hinzufügen, weil Amazon dem Hersteller Delicious Monster den API-Zugriff plötzlich in mehreren Ländern untersagt hat, wie der Entwickler der Mac-Software inzwischen mitteilte. Dazu zählt neben Deutschland auch Italien, Großbritannien, Frankreich, Spanien und Japan. Delicious Library dient als zentrale Sammelstelle zur Erfassung eigener Medien – von Büchern bis hin zu Videospielen.

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Der Retail-Konzern habe ihm die Verwendung der seit 2004 ohne Probleme eingesetzten Product Advertising API zu diesem Zweck nun plötzlich untersagt, da angeblich die getroffene Vereinbarung verletzt wird, erklärt Chefentwickler Wil Shipley.

Amazon stört sich offenbar daran, dass die Links zu den Amazon-Produktseiten aus einem Programm heraus und nicht von einer Webseite erfolgen. Die Entscheidung sei final und lasse sich nicht anfechten, betont Amazon in dem zitierten Schreiben.

Der untersagte API-Zugriff erstreckt sich allerdings nicht auf den nordamerikanischen Markt, betont Delicious Monster, die Datenbanken von Amazon USA und Kanada lassen sich also weiterhin aus der App abfragen. Offenbar verstehe Amazon hier das Geschäftsmodell von Delicious Library besser, führt Shipley an – man verzichte dort nämlich auf die von Amazon gezahlte Provision, die für über die Links getätigte Käufe sonst erfolge. Der Entwickler würde darauf auch gerne für die anderen Länder verzichten, wenn er wüsste, wie. Die API-Nutzung zum Zugriff auf Amazons Produktdatenbank ist normalerweise offenbar rein im Rahmen des Affiliate-Partnerprogramms erlaubt.

Der Schritt liege natürlich völlig im Ermessen von Amazon, merkt Shipley an und bittet die Delicious-Library-Nutzer darum, dem Retail-Konzern keine erbosten Mails zu schreiben – das letzte Mal als die App mit der API Probleme hatte, habe sich der Retail-Konzern an diesen Zuschriften gestört. Er hoffe aber, mit Amazon direkt zu einer neuen Vereinbarung zu kommen, so Shipley. (lbe)

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