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Leo Becker 83

Immer mehr Echtzeitdaten in Apples iCloud: Forensik-Tool soll diese auslesen

Apple-Tastatur

Bild: dpa, Karl-Josef Hildenbrand

Mit iOS 11 gleicht Apple weitere Daten zwischen den Geräten des Nutzers ab, die Dritten einen weitreichenden Einblick in Interessen, Gewohnheiten und Aufenthaltsorte verraten können, warnt ein Forensik-Hersteller.

Apples iCloud synchronisiert eine zunehmende Zahl an persönlichen Daten: Das ist praktisch, wenn der Nutzer Apples Dienste auf mehreren eigenen Geräte einsetzt, kann Dritten aber immer tiefergehende Einblicke verschaffen. iOS 11 gleicht zum Beispiel alle in der Karten-App respektive Apple Maps getätigten Suchanfragen, Routen und Orte ab, wie der Forensik-Hersteller Elcomsoft erklärt. Diese Daten, die praktisch in Echtzeit übertragen werden, könne man mit der entsprechenden Software nun einfach auslesen – wenn die Zugangsdaten des Nutzers bekannt sind.

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Neben den Kartendaten soll Elcomsofts Phone Breaker neuerdings außerdem die WLAN-Daten des Nutzers einsehen können, die automatisch abgeglichen werden, wenn der iCloud-Schlüsselbund genutzt wird. Diese Daten umfassen den Namen des Netzwerkes (SSID), die MAC-Adresse des Routers und auf welchem Gerät diese hinzugefügt wurden. So könne man nachvollziehen, zu welchem Zeitpunkt das Gerät an einem bestimmten neuen Ort war, an dem WLAN-Daten hinzufgefügt wurden, so die Forensiker.

Bei vielen iCloud-Diensten, darunter auch Karten, lässt sich die Synchronisation in den iCloud-Einstellungen abschalten.

Phone Breaker soll aus iCloud jetzt außerdem Nutzerinformationen wie die Adresse und Telefonnummer auslesen und auch die Geräteliste einsehen können, die alle Apple-Harware mitsamt Seriennumer und Version des Betriebssystems aufführt – hier finde man oft sogar noch alte Geräte, die der Nutzer früher registriert hat, schreibt Elcomsoft.

Auch die zu Apples Wallet hinzugefügten Pässe – etwa Bordkarten, TIcketes und Hotelreservierungen – könne man nun einsehen ebenso wie die über iBooks synchronisierten PDF-Dateien.

Die Forensik-Software richtet sich an Strafverfolgungsbehörden, erlaubt aber auch anderen einen unbefugten Zugriff auf die in iCloud liegenden persönlichen Daten des Nutzers, sobald dessen Zugangsdaten vorliegen – etwa durch Phishing. Die iCloud-Daten lassen sich ohne spezialisierte Software nur umständlich auslesen.

Viele der über iCloud synchronisierten Daten können Nutzer in den Einstellungen einfach abschalten, etwa den Abgleich von “Karten”. Bei anderen Diensten ist das nicht ohne weiteres möglich. Apple gleicht beispielsweise auch die Anruflisten des Nutzers über iCloud automatisch ab: Dies lässt sich nur unterbinden, wenn man iCloud Drive abschaltet – und damit auf die Synchronisation anderer Dateien komplett verzichtet.

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(lbe)

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