Logo von Mac & i

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.685.380 Produkten

Ben Schwan 17

Googles Bilderschrumpfer Guetzli auf dem Mac ausprobierbar

Googles Bilderschrumpfer Guetzli auf dem Mac ausprobierbar

ImageOptim hilft beim Optimieren von Bildern auf dem Mac.

Bild: Entwickler

Das macOS-Komprimierwerkzeug ImageOptim beherrscht den neuen Algorithmus, mit dem sich JPEGs deutlich verkleinern lassen – allerdings muss man wissen, auf was man sich einlässt.

Seit Mitte März bietet Google einen neuen quelloffenen Bildkompressionsalgorithmus namens Guetzli an, der verspricht, JPEG-Aufnahmen um bis zu 35 Prozent zu schrumpfen, ohne dass dies negative Auswirkungen haben soll – im Gegenteil, sogar die Zahl der sichtbaren Artefakte geht angeblich zurück. Wer die Technik auf dem Mac ausprobieren wollte, musste bislang zur Kommandozeile greifen und den Code von Hand kompilieren. Nun haben die Macher des kostenlosen und quelloffenen macOS-Bilderschrumpfers ImageOptim Guetzli integriert, was die Verwendung wesentlich einfacher macht.

Anzeige

Der neue Algorithmus steckt in der aktuellen Beta-Build-Version 1.7.1a5, die sich hier direkt herunterladen lässt – in der Finalversion von ImageOptim 1.7.1, die in den kommenden Wochen beziehungsweise spätestens Monaten zu erwarten ist, dürfte es Guetzli ebenfalls schaffen.

Wer die beeindruckende Komprimierung ausprobieren will, muss sich allerdings auf einige Unbequemlichkeiten einstellen. So ist Guetzli, was auf Schweizerdeutsch soviel heißt wie Plätzchen oder Keks, momentan noch reichlich langsam. Entsprechend warnt ImageOptim, dass Guetzlih "very slow" ist. Pro Bild kann die Kompression schlappe 30 Minuten dauern, laut Google werden pro Megapixel zudem 300 MByte RAM-Speicher in Beschlag genommen.

Praktischerweise ist Guetzli regulär zum JPEG-Standard kompatibel – nur der Encoder selbst ist deutlich effizienter als libjpeg und Co., die damit produzierten Bilder kann jede App anzeigen. In einer Untersuchung in der Praxis soll Guetzli bei Nutzern gut angekommen sein: Laut Google bevorzugten 75 Prozent der Testpersonen die damit produzierten Aufnahmen im Vergleich zu libjpeg.

Nun muss Guetzli nur noch (deutlich) flotter werden. Bislang eignet sich die Software eher für den Serverbetrieb – etwa, um Bilder einer Website im Hintergrund für den Mobilbetrieb zu optimieren, wo bekanntlich jedes Kilobyte zählt.

Einen Kurztest von ImageOptim – noch ohne Guetzli – lesen Sie in Mac & i Heft 2/2016. (bsc)

17 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Googles Guetzli-Encoder schrumpft JPEG-Bilder um ein Drittel

    Googles Guetzli-Encoder schrumpft JPEG-Bilder

    Der JPEG-Encoder Guetzli erzeugt kleinere Bilddateien als herkömmliche Encoder. Trotz der geringeren Dateigröße weisen die Bilder weniger sichtbare Artefakte auf.

  2. VR180: YouTube führt neues VR-Videoformat ein

    VR180: YouTube führt neues VR-Videoformat ein

    VR180 soll die Produktion von VR-Videos mit preisgünstigerer Hardware und geringeren Datenmengen erleichtern.

  3. Google Jump: Neues Kamera-Rig für 360-Grad-Aufnahmen von Yi

    Google Jump: Neues Kamera-Rig für 360-Grad-Aufnahmen von Yi

    Mit der Yi Halo veröffentlichen Google und Kamera-Hersteller Yi im Sommer 2017 die zweite Generation des Jump-Kamera-Rigs für 360-Grad-Aufnahmen. Die Hardware wird voraussichtlich 17.000 US-Dollar kosten.

  4. LineageOS-Ableger vermeidet Google-Code

    LineageOS-Ableger mit microG vermeidet proprietären Android-Code von Google

    Die microG-Entwickler haben ein Betriebssystem vorgestellt, bei dem Apps nicht auf unter Verschluss gehaltene Android-Software zurückgreifen müssen, um etwa Standort- und Benachrichtigungs-Dienste von Google nutzen zu können.

  1. Die Neuerungen von Linux 4.9

    Linux-Kernel 4.9

    Das XFS-Dateisystem kann jetzt doppelt gespeicherte Daten zusammenführen und große Dateien in Sekundenbruchteilen kopieren. Linux 4.9 verbessert zudem die Sicherheit. Neue Möglichkeiten zur Performance-Analyse erleichtern System- und Programmoptimierung.

  2. Bildbearbeitung im Browser

    Bildbearbeitung im Browser

    Immer mehr Anwendungen wandern in die Cloud, das gilt auch für Fotoeditoren. Vom Photoshop-Klon über den Lightroom-Nachbau bis hin zu komplett neuen Konzepten ist inzwischen alles im Netz vertreten. Für den Benutzer sind die Online-Dienste sehr komfortabel. Es reicht ein Browser für den Zugriff, um Installation und Updates kümmert sich der Anbieter. Wir haben getestet, wie sich die Online-Bildbearbeitung im harten Praxiseinsatz schlägt.

  3. Die Neuerungen von Linux 4.7

    Kernel-Log-Logo

    Die neue Kernel-Version unterstützt AMDs neue Grafikchips. Ferner soll Linux 4.7 das Stromsparpotenzial moderner Prozessoren stärker ausschöpfen und Wartezeiten vermeiden, die bislang bei hoher Netzwerklast auftraten.

  1. Test: Jaguar XF Sportbrake 25d

    Jaguar XF Sportbrake

    Zwei Jahre nach der Limousine ist der Jaguar XF endlich auch als Kombi zu haben. Formal darf der als gelungen gelten, doch Schönheit allein wird ihm in dieser Klasse keinen dauerhaften Erfolg bringen. Wie fährt sich der XF Sportbrake mit dem 240-PS-Diesel? Ein Test sollte das klären

  2. Far Cry 5: 4K mit 60 fps und Ultra-Detailstufe nur auf Multi-GPU-Systemen

    Far Cry 5: 4K mit 60 fps und Ultra-Detailstufe nur auf Multi-GPU-Systemen

    Das Action-Spiel Far Cry 5 bietet eine schicke Grafik, die in 4K nur Multi-GPU-Systeme mit einer Bildrate von 60 fps darstellen können.

  3. Studie: Gewalthaltige Spiele führen nicht zu Gewalttaten

    Studie: Gewalthaltige Spiele führen nicht zu Gewalttaten

    Forscher der Universität York haben nach ihrer Ansicht in Experimenten die These widerlegt, dass Gewalt in Computerspielen aggressives Verhalten bei den Akteuren fördert. Auch besonders realistische Darstellungen änderten daran nichts.

  4. DDoS-Angriffe auf Skype, Google, Pokemon Go: 21-jähriger Hacker muss ins Gefängnis

    DDoS-Angriffe auf Skype, Google, Pokemon Go: 21-jähriger Hacker muss ins Gefängnis

    Ein 21 Jahre alter Hacker aus Liverpool muss für zwei Jahre ins Gefängnis, weil er Angriffe auf Webseiten durchgeführt, einen Untergrund-Marktplatz betrieben und Rechner gekapert hatte.

Anzeige