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Ben Schwan 201

Gegen "Recht auf Reparatur": Apple macht weiter Lobbyarbeit

Gegen "Recht auf Reparatur": Apple macht weiter Lobbyarbeit

Ein iPhone 6s bei der Reparatur.

Bild: iFixIt

Im US-Bundesstaat Nebraska hat sich Apple bereits gegen die Freigabe von Ersatzteilen für nicht autorisierte Werkstätten ausgesprochen. Nun macht der Konzern auch in New York gegen ein solches Gesetz Druck.

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Apple will in den USA gesetzliche Regelungen, die Verbrauchern und freien Werkstätten ein "Recht auf Reparatur" zugestehen sollen, nicht akzeptieren. Nach Lobbyarbeit im Bundesstaat Nebraska, die im Februar bekannt wurden, engagiert sich das Unternehmen nun auch im Bundesstaat New York. Dort soll ein "Fair Repair Act" dafür sorgen, dass Elektronikfirmen generell Ersatzteile und Reparaturwerkzeuge an jeden Interessierten verkaufen muss. Zudem werden Softwaresperren verboten, die Reparaturen durch Dritte einschränken. Auch müssten Reparaturanleitungen publiziert werden.

Größter Herstellerverband gegen Recht auf Reparatur

Apple ist nicht das einzige Unternehmen, das in New York Lobbydruck gegen den "FRA" aufbaut. Auch der Mobilfunkriese Verizon, der Druckerhersteller Lexmark und die größte Herstellerorganisation, die Consumer Technology Association, wollen nicht, dass das Gesetz in Kraft tritt, meldet die IT-News-Website Motherboard. Insgesamt sollen ein Dutzend US-Staaten solche Regelungen planen.

Angst vor dem "Mekka für Hacker"

Apple hatte zuletzt argumentiert, nur autorisierte Anbieter stellten eine ordentliche Reparatur sicher. Laut Medienmeldungen sagte der Konzern gegenüber einer Abgeordneten in Nebraska, der Bundesstaat würde mit einem "Recht auf Reparatur" zu einem "Mekka für Hacker". Apple teilte zudem mit, das Unternehmen befürchte, eine unsachgemäße Reparatur durch Nutzer könne den Akku in Brand setzen und es gebe bereits genug Autorisierte, die iPhones reparieren. Im Februar gab es laut Apple gut 1370 autorisierte Händler mit Reparaturbetrieb in den USA – zusätzlich zu den 270 Apple-Läden.

Reparaturen bei Apple gehen ins Geld

Apple verlangt für Reparaturen seiner Hardware außerhalb der Gewährleistungszeiten teilweise Festpreise. Beim iPhone wurden sie zuletzt wieder erhöht, beim iPhone 4s etwa von knapp 181 auf 241 Euro. Für ein defektes iPhone 7 Plus außerhalb der Gewährleistung kann der Käufer mit 412 Euro an Reparaturkosten rechnen, die Display-Reparatur ist mit 181,10 Euro quasi ein "Schnäppchen". (bsc)

201 Kommentare

Themen:

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