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Ben Schwan 4

Firmware-Leak: Neues iPhone erkennt Gesichter auch, wenn es liegt Update

Gesichtserkennung

Fußballfans protestieren in Karlsruhe gegen ein Testprojekt zur automatischen Gesichtserkennung in Fußballstadien.

Bild: dpa, Uli Deck/Symbolbild

Die "Face ID" oder auch "Pearl" genannte Technik, die beim "iPhone 8" vermutlich den Fingerabdrucksensor Touch ID ersetzen wird, beherrscht iOS-Hackern zufolge einige interessante Tricks.

Apple plant für das "iPhone 8" offenbar eine Gesichtserkennung, die deutlich mehr kann, als bisherige Verfahren. Wie die brasilianische Apple-Website iHelp BR unter Berufung auf Entwickler meldet, die sich die Ende Juli von Apple selbst geleakte HomePod-Firmware angesehen haben, soll die mit dem Codenamen "Pearl" bezeichnete Sicherheitstechnik unter anderem auch nutzbar sein, wenn das iPhone flach auf dem Tisch liegt.

Entsprechende Referenzen in der Firmware nennen sich "AXRestingPearlUnlock" und "com.apple.accessibility.resting.pearl.unlock", die beide für eine "Erweckung" des Gerätes aus dem Ruhezustand per Gesichtserkennung sprechen. Die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg hatte zuvor im Juli gemeldet, Apple arbeitete an einer besonders "fortschrittlichen" Erkennung von Gesichtern.

Mit einem neuen 3D-Sensor auf Infrarotbasis solle es nur wenige hundert Millisekunden dauern, den Nutzer zu erkennen und das Gerät zu entsperren, hieß es damals unter Berufung auf informierte Personen. Auch die Verifikation bei Zahlungen und zum Starten geschützter Apps solle darüber ablaufen. Ziel sei, mit der Technologie den aktuellen Fingerabdruck-Scanner abzulösen.

Aktuell sieht viel danach aus, dass dem "iPhone 8" tatsächlich der seit dem iPhone 5s in Apple-Smartphones verbaute Fingerabdrucksensor Touch ID fehlen wird. Er hätte unterhalb des Bildschirms integriert werden müssen, da dem neuen OLED-Display, das wohl nahezu randlos ist, der Platz für ein Home-Knopf fehlen soll. Auf die Rückseite wollte Apple den Sensor hingegen nicht verlagern.

Angeblich soll "Face ID", wie die neue Gesichtserkennung in der Gerüchteküche genannt wird, mehr Datenpunkte nutzen als der aktuelle Fingerabdrucksensor Touch ID. Letzterer wurde zudem schon mehrfach mit Fingerabdruckkopien geknackt. Eine Gesichtserkennung hätte allerdings auch Nachteile – so könnten Diebe oder staatliche Organe Menschen dazu zwingen, in den Sensor zu blicken, um das Gerät zu entsperren. Das "iPhone 8" soll im kommenden Monat vorgestellt werden.

[Update 09.08.17 13:40 Uhr:] Offenbar wird es auch möglich sein, Benachrichtigungen stummzuschalten, indem man auf das Gerät blickt, wie der Entwickler Guilherme Rambo entdeckt hat. (bsc)

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