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Facebook bewirbt umstrittene VPN-Anwendung in iOS-App

Facebook bewirbt umstrittene VPN-Anwendung in iOS-App

"Protection is On": Onavo soll "Taktiken böser Akteure" erkennen, sagt Facebook.

Bild: Hersteller

Onavo leitet den Datenverkehr eines iPhone- und iPad-Nutzers über eigene Server um – zu deren "Sicherheit". Allerdings nimmt sich die Facebook-Tochter heraus, den Traffic zu analysieren.

Nutzern der offiziellen Facebook-App für iOS in den USA wird künftig die Installation der umstrittenen VPN-Anwendung Onavo empfohlen. Wie das IT-Blog TechCrunch feststellte und Facebook mittlerweile bestätigt hat, taucht ein entsprechender Menüpunkt im Rahmen der Übersicht der einzelnen App-Funktionen auf – schlicht mit "Protect" ("Schützen") und einem entsprechenden Icon gekennzeichnet.

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Wer darauf klickt, wird in den App Store weitergeleitet, wo man das Tool dann installieren kann. Facebook scheint sich über diese direkte Bewerbung mehr Nutzer für Onavo zu versprechen. Schon 2016 soll Onavo in der britischen Version der Facebook-App aufgetaucht sein.

Facebook hatte Onavo im Jahr 2013 übernommen und die Firma seither weitergeführt. Die VPN-App wird noch immer normal über den App Store vermarktet ("Onavo Protect schützt Sie und Ihre Daten - wo immer Sie sich aufhalten"), ohne dass man zumindest in der deutschen Version direkt sehen würde, dass es sich beim Hersteller um eine Facebook-Tochter handelt.

In der US-App-Store-Beschreibung heißt es, Onavo sei ein Teil von Facebook und könne daher "dabei helfen, Facebooks Produkte und Dienstleistungen zu verbessern" sowie "Einsichten in Produkte und Dienstleistungen, die Nutzer schätzen" zu gewinnen.

Onavo leitet – wie andere VPN-Apps für iOS auch – den Datenverkehr eines iPhone- oder iPad-Nutzers über die eigene Serverinfrastruktur weiter – laut eigenen Angaben, um zu warnen, wenn man "bösartige Webseiten, Phishing-Seiten oder schädliche Seiten" besucht.

Zudem werde man alarmiert, wenn man Informationen auf unsicheren Webseiten teilt oder sich mit einem "unsicheren WiFi-Netzwerk verbindet" – wobei unklar ist, wie letzteres funktionieren soll. Auch würden "Webseiten-Logins und persönlichen Informationen wie Bankangaben und Kreditkartennummern" von der VPN-App "bewacht", schreibt das Unternehmen.

Das Umstrittene dabei: Onavo erlaubt Facebook einen Blick auf den gesamten Datenverkehr des Nutzers. Dies scheint der Social-Network-Riese Medienberichten zufolge unter anderem dafür zu nutzen, neue Trends im mobilen Gerätebetrieb zu erkennen – etwa, welche (noch kleine) App es sich zu kaufen lohnt. Auch lässt sich feststellen, was gerade bei Nutzern von Facebook beliebt ist und was nicht.

Onavo soll laut Schätzungen von Sensor Tower aktuell 33 Millionen Installationen haben – verteilt auf Android und iOS. Letztere Plattform liegt derzeit mit 38 Prozent noch hinten, offenbar ein Grund, warum das Produkt von Facebook nun direkt gepusht wird. Die USA sind aktuell der größte Markt für Onavo, so Sensor Tower, gefolgt von Indien und Brasilien. (bsc)

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