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Leo Becker 18

Patentstreit: Einigungsgespräche zwischen Apple und Qualcomm angeblich gescheitert

Apple-Logo

Das Logo der Firma Apple an einem Apple-Store. Foto:Alan Diaz/AP/Illustration

Bild: dpa

Eine außergerichtliche Beilegung des zunehmend verbittert geführten Rechtsstreites scheint nicht mehr in Sicht.

Der global geführte Patent- und Lizenzstreit zwischen Apple und Qualcomm dürfte vor Gericht ausgefochten werden: Der iPhone-Konzern bereite sich nun auf die erste große Gerichtsverhandlung in den USA vor, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Verweis auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person berichtet.

Der Prozessauftakt ist bislang für Anfang 2019 angesetzt, Apple wirft Qualcomm vor, ein illegales Geschäftsmodell zu betreiben. Der Chiphersteller hat mit mehreren Gegenklagen reagiert und versucht unter anderem, iPhone-Verkaufsverbote zu erwirken – auch in Deutschland.

Apple würde auf "keiner Ebene" mehr nennenswerte Verhandlungen mit Qualcomm führen, so die Quelle gegenüber der Nachrichtenagentur – eine außergerichtliche Einigung sei nicht in Sicht.

iPhone
iPhones in einem Apple-Store: Qualcomm will die iPhone-Produktion in China stoppen. (Bild: dpa, Kiichiro Sato)

Qualcomm-Chef Steve Mollenkopf hatte sich vor wenigen Monaten noch optimistisch gezeigt und die Hoffnung geäußert, Apple werde eines Tages wieder Qualcomms Kunde. Der Streit hat für den Chiphersteller bereits handfeste Auswirkungen: In den neuen 2018er iPhone-Modellen verzichtet Apple erstmals komplett auf Funkchips von Qualcomm und setzt stattdessen komplett auf den Konkurrenten Intel.

Der Streit scheint allerdings zunehmend verbittert: Qualcomm hat Apple inzwischen des Verrates von Quellcode und geheimen Informationen bezichtigt, der iPhone-Hersteller habe "über Jahre eine Täuschungskampagne eingesetzt", um Geschäftsgeheimnisse zu stehlen und so die "qualitativ minderwertigen Modem-Chips" der Konkurrenz zu verbessern.

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Qualcomm beziffert die ausstehenden Lizenzzahlungen des iPhone-Konzerns auf inzwischen 7 Milliarden Dollar. Apple hatte die Zahlungen mit dem Beginn des Rechtsstreites Anfang 2017 eingestellt. Durch den Verkauf von Funkchips sowie die Lizenzierung von Technik kassiere Qualcomm doppelt, so Apples Vorwurf. (lbe)

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