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Ben Schwan

EU-Kommission untersucht Apples Shazam-Kauf

Shazam

Die Musikerkennungs-App Shazam kann über den Zugriff auf die Mikrofone eines Smartphones den Namen des Songs anzeigen, der gerade in der Umgebung gespielt wird.

Bild: dpa, Daniel Bockwoldt

Der iPhone-Hersteller möchte den populären Musikerkennungsdienst übernehmen. Die Europäische Union prüft, ob das den Wettbewerb behindern könnte.

Im Rahmen der Fusionskontrolle wird die Europäische Kommission den geplanten Aufkauf von Shazam durch Apple überprüfen. Laut Mitteilung vom Dienstag gibt es Anlass zu "erheblichen" Bedenken, falls der iPhone-Konzern den Musikerkennungsdienst schluckt. Vorbehaltlich des Ergebnisses einer umfassenden Prüfung ist die EU-Kommission der Auffassung, dass die Fusion negative Auswirkungen auf den Wettbewerb in Europa haben könnte. Apple muss die Übernahme nun zur Genehmigung anmelden, obwohl sie den in der EU-Fusionskontrollverordnung festgelegten Umsatz-Schwellenwerten unterschreitet.

Shazam erkennt laufende Lieder

Die Shazam-App kann über den Zugriff auf die Mikrofone eines Smartphones den Namen des Liedes anzeigen, das gerade in der Umgebung gespielt wird. Dafür wird die Aufnahme mit einer Datenbank aus allen möglichen Musiktiteln auf den Shazam-Servern abgeglichen. Der Dienst ist nicht ohne Konkurrenz, so verfolgt etwa Soundhound ein ähnliches Geschäftsmodell, Shazam gilt aber als Marktführer.

Der iPhone-Hersteller Apple hatte Ende des vergangenen Jahres die Übernahme bestätigt, ohne einen Preis zu nennen. Medienberichten zufolge lag er bei 400 Millionen US-Dollar.

Verschiedene EU-Länder haben Bedenken

Die EU-Wettbewerbshüter sind bei Firmenzusammenschlüssen unter anderem zuständig, wenn der weltweite Umsatz aller Beteiligten zusammen mindestens fünf Milliarden Euro beträgt und zumindest zwei der beteiligten Firmen in der EU einen Umsatz von jeweils 250 Millionen Euro aufweisen.

Der EU-Kommission zufolge hatte Apple das Vorhaben zur Genehmigung in Österreich angemeldet, wo es den nationalen Anmelde-Schwellenwert erreichte. Österreich verwies den Fall daraufhin an Brüssel. Eine ganze Reihe von Ländern, darunter Frankreich und Schweden, schlossen sich dem Antrag an. Shazam wurde 1999 gegründet. Finanziert wurde das Projekt unter anderem durch Werbung, die in der App angezeigt wird. (mit Material von dpa) / (bsc)

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