Logo von Mac & i

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.508.171 Produkten

Leo Becker 169

Diverse weiße Männer: Apples Inklusionschefin entschuldigt sich für Kommentar

Diverse weiße Männer: Apples Inklusionschefin entschuldigt sich für Kommentar

Apples Inklusionschefin Denise Young Smith.

Bild: Apple

In einem internen Rundschreiben hat sich die bei Apple für “Inklusion und Diversität” zuständige Spitzenmanagerin für ihre Wortwahl auf einer Konferenz entschuldigt – ihre Äußerung stieß in sozialen Netzen auf empörte Reaktionen.

Apples Inklusionschefin Denise Young Smith hat in einem internen Memo betont, dass der Konzern sich "einer Erhöhung von Diversität so stark wie schon immer verpflichtet sieht", sowohl in Hinblick auf Ethnie als auch Geschlecht – daran habe sich nichts geändert. Zugleich entschuldigte sich die Spitzenmanagerin in der von Techcrunch veröffentlichten E-Mail für eine Aussage auf einer Konferenz, mit der sie in sozialen Netzen auf Empörung gestoßen war.

Smith: Auch zwölf weiße Männer können divers sein

Auf der Veranstaltung in Kolumbiens Hauptstadt Bogotá hatte Smith in der vorausgehenden Woche ausgeführt, sie konzentriere sich “auf jeden” und sei frustriert darüber, dass der Betriff “Diversität” etwa nur mit Farbigen oder Frauen verknüpft werde. Selbst “zwölf blonde, blauäugige, weiße Männer in einem Raum” seien divers, da sie verschiedene Lebenserfahrungen und Perspektiven mitbringen, gab Smith dort als Beispiel an – es gehe aber um "Repräsentation sowie Mischung". Sie bedauere ihre Wortwahl, erklärte Smith nun und könne verstehen, “warum manche Leute daran Anstoß genommen haben”.

Aussage zu Diversität nicht repräsentativ für Apple

Diversität umfasse “Frauen, Farbige, LGBTQ-Personen und alle unterrepresentierten Minoritäten”, schreibt Smith. Ihr Aussage auf der Konferenz sei nicht repräsentativ dafür, “wie ich über Diversität denke und wie Apple dies sieht”. Die Managerin, zuvor Apples Personalchefin, leitet seit wenigen Monaten eine neue Position für “Inklusion und Diversität” und berichtet direkt an Konzernchef Tim Cook.

Cook trommelt seit längerem für mehr Diversität. "Die kulturell vielfältigste Gruppe wird die besten Produkte hervorbringen", erklärte er 2015. Man müsse etwa “jungen Frauen zeigen, dass es cool ist und viel Spaß machen kann" in dieser Branche zu arbeiten. Im vergangenen Jahr hat der Konzern angekündigt, verstärkt Minderheiten und Frauen einzustellen. Dies geht allerdings offenbar nur schleppend voran: Nach dem im vergangenen November veröffentlichten Employer Information Report sind ein Großteil der Top-Manager weiterhin weiße Männer. Der Konzern beschäftigt weltweit über 100.000 Mitarbeiter, ein erheblicher Teil davon ist in der Retail-Sparte tätig. (lbe)

169 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Apples Diversitäts-Chefin geht nach wenigen Monaten

    Apples Diversitäts-Chefin geht nach wenigen Monaten

    Die Managerin, die die neu geschaffene Position als “VP für Inklusion und Diversität” im Mai angetreten hatte, verlässt Apple plötzlich zum Jahresende. Ihre Äußerung zur Diversität weißer Männer hatte zuletzt für Ärger gesorgt.

  2. Apple schafft neues Vizepräsidentenamt für Inklusion

    Apple schafft neues Vizepräsidentenamt für Inklusion

    Denise Young Smith, die bislang für den Personalbereich zuständig war, wird in neuer Position direkt an Apple-Chef Cook berichten – auch über das Thema Diversität.

  3. Streit über Diversität: Apple will Aktionärsantrag blockieren

    Apple

    Der Konzern hat bei der US-Börsenaufsicht SEC nach Erlaubnis zur Tilgung eines Aktionärsantrages gebeten. Investoren fordern darin mehr Diversität auf Führungsebene – die Nichterreichung von Zielvorgaben solle das Gehalt von Apple-Chef Tim Cook senken.

  4. Diversität: Apple stellt verstärkt aus “unterrepräsentierten Gruppen” ein

    Apple Store

    Die Hälfte der Neueinstellungen in den USA sind nach Angabe des Konzerns inzwischen Personen aus im Technikbereich unterrepräsentierten Gruppen wie Frauen und Schwarze. Auf Führungsebene hat sich bislang wenig geändert.

  1. Googeln Sie mal "von vorgestern", Mr. Damore

    Das im viel diskutierten "Google Manifest" formulierte Frauenbild scheint rückständig - ist jedoch aktueller denn je. Zeit für eine Debatte über einen neuen Typus "sozial verträglicher Mann"

  2. Wissenschaft und die Geschlechterunterschiede

    Der Streit um das Memo des Ex-Google-Mitarbeiters James Damore

  3. Vergewaltigung: Spiel mit den Zahlen

    Warum Deutschland keine "Rape Culture" ist

  1. Hessen baut Videoüberwachung aus

    Ãœberwachung, Kamera

    Videoüberwachung gilt bei Politikern und Polizei als wirksames Mittel gegen Verbrechen. Daher wächst die Zahl der Kameras in Hessen. Für Datenschützer wird oft zu leichtfertig darüber entschieden.

  2. Zweibeiniger Roboter Atlas schafft Salto rückwärts

    Mann schmeißt Atlas um

    Eine neue Version des aufrecht gehenden Roboters Atlas zeigt akrobatische Talente: Kisten sind kein Hindernis mehr, und sogar ein Salto aus dem Stand gelingt – meistens jedenfalls.

  3. Verhandlungen über Killerroboter in Genf

    Verhandlungen über Killerroboter in Genf

    Am Sitz der Vereinten Nationen in Genf wurde diese Woche ein Thema diskutiert, das sich für große Teile der Öffentlichkeit nach wie vor wie Science-Fiction anhört: tödliche autonome Waffensysteme oder Killerroboter.

  4. "Blaue Briefe" von der Landesmedienanstalt NRW

    "Blaue Briefe" von der Landesmedienanstalt NRW

    Auch Letsplay-Kanäle mit wenigen hundert Zuschauern geraten inzwischen ins Visier der Landesmedienanstalten. Von Annäherung zwischen Anbietern und Behörden oder gar der Abschaffung überholter Regelungen kann offenbar keine Rede sein.

Anzeige