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Ben Schwan 4

China: Apple wirft VPN-Apps aus dem App Store

Apple in China

Apple hat die Programme von Anbietern so genannter VPN-Tunnel in China gelöscht.

Bild: dpa, Diego Azubel/Archiv

Nachdem die chinesische Regierung ausländische VPN-Dienste nur noch zulässt, wenn die sich eine staatliche Lizenz besorgen, hat Apple in seinem App Store aufgeräumt. Anbieter wie VyprVPN oder ExpressVPN flogen in China raus.

Apple hat Programme aus seinem chinesischen App-Store genommen, mit denen die strengen Internet-Sperren des Landes bisher auf iPhone und iPad teilweise umgangen werden konnten.

ExpressVPN, einer der Anbieter der so genannten VPN-Tunnel, teilte in einer Stellungnahme mit, dass Apple die Software entfernt habe, weil sie gegen chinesische Gesetze verstoße. Auch die populäre Tunnel-App VyprVPN war am Sonntag nicht mehr in Apples China-Angebot verfügbar.

Apple hatte bereits Anfang des Jahres Kritik von Netzbürgerrechtlern auf sich gezogen, als es auf Wunsch Pekings die Nachrichten-App der New York Times aus seinem Angebot in China löschte. Für den iPhone-Konzern ist die Volksrepublik nach den USA der wichtigste Markt.

Peking hatte zuletzt angekündigt, die Regulierung der VPN-Programme verschärfen zu wollen, die die einzige Möglichkeit sind, die Internetsperren des Landes zu umgehen. Apple teilte in einem Statement gegenüber dem IT-Blog TechCrunch mit, das chinesische Industrie- und Informationstechnikministerium (MIIT) habe kürzlich mitgeteilt, dass alle Entwickler, die VPN-Dienste anbieten wollten, eine Lizenz von der Regierung bräuchten. Man sei daher verpflichtet worden, "einige" VPN-Apps in China zu entfernen, die nicht den neuen Regeln entsprechen würden. "Diese Apps bleiben in allen anderen Märkten, wo sie Geschäfte betreiben, verfügbar."

Facebook und Twitter sind schon seit Jahren von der chinesischen Regierung gesperrt. Auch Google-Dienste oder die Videoplattform YouTube, viele internationale Medien oder Webseiten, die Pekings Politik kritisieren oder Menschenrechtsthemen ansprechen, werden blockiert. Zuletzt wurde auch die Nachrichten-App WhatsApp massiv gestört. Nutzer konnten zwar noch Textnachrichten senden, allerdings keine Fotos mehr. Chinas eigene soziale Netzwerke werden derweil streng von den Zensoren überwacht. Kritische Artikel werden gelöscht, viele Suchbegriffe sind gesperrt. (mit Material von dpa) / (bsc)

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