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Leo Becker 94

Barmittel: Apple will 163 Milliarden Dollar loswerden

Apple

Bild: dpa, Maja Hitij

Nach der Rückführung der im Ausland geparkten Milliardengewinne beabsichtigt Apple, über 160 Milliarden Dollar auf “rund Null” zu reduzieren. Dies könnte auch massiven Übernahmen den Weg ebnen.

Apple will die in den vergangenen Jahren angehäuften immensen Barmittel ausgeben: Durch die US-Steuerreform erhalte man jetzt die “Flexibilität”, 163 Milliarden Dollar “einzusetzen”, erklärte Apples Finanzchef Luca Maestri nach Bekanntgabe der jüngsten Geschäftszahlen. Ziel sei, den Betrag im Laufe der Zeit auf “rund Null” zu reduzieren. Da die Summe sehr hoch ist, werde dies einige Zeit in Anspruch nehmen, betonte Maestri.

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Wofür Apple die 163 Milliarden Dollar konkret verwenden will, gab der Finanzchef noch nicht bekannt, man werde nach Abschluss des laufenden Quartals weitere Details nennen. Apples im Ausland geparkter Barbestand beläuft sich derzeit auf insgesamt knapp 270 Milliarden Dollar – durch das Auflegen von Bonds hat Apple inzwischen aber auch über 100 Milliarden Dollar an Schulden angehäuft.

Man habe Gewinne in den vergangenen Jahren gewöhnlich an die Aktionäre ausgeschüttet, erklärte Maestri, das sei weiterhin geplant. Das Geld könnte Apple aber auch riesige Konzernübernahmen ermöglichen. Der Finanzchef betonte, die Strategie bei der Übernahme anderer Firmen nicht zu ändern – man schaue sich “alle Größen” an und habe im vergangenen Jahr insgesamt 19 Firmen aufgekauft. Die größte Übernahme, die 2017 öffentlich bekannt wurde, war der Kauf des Musikerkennungsdienstes Shazam, den sich Apple Berichten zufolge 400 Millionen Dollar kosten ließ.

Die Rückführung der Auslandsgewinne in den Heimatmarkt USA war dem Konzern bislang zu kostspielig, da dafür Steuern in Höhe von rund 35 bis 40 Prozent anfielen. Entsprechend wurde das Geld so geparkt, dass möglichst geringe lokale Steuern zu entrichten sind. Mit der US-Steuerreform soll der Satz für die Rückführung nun einmalig auf zwischen 8 und 15,5 Prozent sinken.

Apple beabsichtigt deshalb, 38 Milliarden Dollar in den USA an Steuern für zurückliegende Auslandsgewinne zu zahlen – und damit den weiterhin großen Barbestand flexibel einsetzen zu können. Bislang weicht der Konzern zur Finanzierung etwa von Aktienrückkäufen, Dividenden und Übernahmen auf Anleihen aus.

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(lbe)
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