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Ben Schwan 9

Apple stopft Broadpwn-Lücke auch für Macs unter Windows

Apple Boot Camp

Installation von Boot Camp unter macOS SIerra.

Bild: Apple

Ein "Wi-Fi Update for Boot Camp 6.1" stopft ein schwerwiegendes Sicherheitsloch in der WLAN-Unterstützung. Unter macOS, iOS und Co. wurde es bereits gefixt.

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Apple hat die kritische Broadpwn-Schwachstelle nun auch für Macs gestopft, auf denen Windows läuft. Das Unternehmen veröffentlichte dazu bereits vor einigen Tagen das Wi-Fi Update for Boot Camp 6.1, das über die Apple-Softwareaktualisierung verteilt wird. Es sollte schleunigst installiert werden. Mittels Boot Camp lässt sich auf zahlreichen Macs ein aktuelles Windows installieren, das in eine eigenen Partition geschrieben wird. Beim Booten des Rechners lässt sich dann auswählen, ob man macOS oder Windows verwenden will.

WLAN-Chips von Broadcom betroffen

Das Broadpwn-Leck steckt in WLAN-Chips des Herstellers Broadcom, die in vielen Apple-Geräten eingebaut sind – neben diversen Macs sind auch iPhone, iPad und sogar Apple Watch und Apple TV 4 betroffen. Der Bug ermöglicht einem Angreifer in Funkreichweite, Schadcode mit Systemrechten einzuschleusen sowie auszuführen und so betroffene Geräte auch zu übernehmen.

Für die Ausnutzung der Schwachstelle sei keinerlei Nutzerinteraktion erforderlich, sagte der Sicherheitsforscher Nitay Artenstein von Exodus Intelligence, der den Fehler entdeckt und an Apple gemeldet hatte. Das konkrete Problem ist ein Speicherfehler (Memory corruption), der laut Hersteller durch eine verbesserte Speicherverwaltung beseitigt wurde.

Apple-eigene Betriebssysteme bereits aktualisiert

Behoben wurde die Sicherheitslücke in Apples hauseigenen Betriebssystemen mit iOS 10.3.3, macOS 10.12.6, watchOS 3.2.3 und tvOS 10.2.2. Das Wi-Fi Update for Boot Camp 6.1 reicht den Fix nun auch für Windows-Nutzer nach. Es ist unklar, wie dies konkret erfolgt – vermutlich handelt es sich um verbesserte WLAN-Treiber, die Teil von Apples Boot-Camp-Installation sind.

Der Konzern erlaubt eine einfache Installation etwa von Windows 10 auf vielen Macs – unterstützt werden aber auch Windows 7 und Windows 8.1. Wenn sich die Windows-Kopie auf einer Installations-DVD befindet, muss man von dieser zuvor ein ISO-Image erstellen. Details dazu sind hier nachzulesen. Apple pflegt die Windows-Treiber für seine Hardware regelmäßig. (bsc)

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