Logo von Mac & i

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.735.090 Produkten

Leo Becker 62

Apple setzt auf proprietäre Bluetooth-Erweiterung für Hörgeräte

Bluetooth

Verbraucherschützern zufolge kann sich jeder in der Nähe über eine Bluetooth-Funkverbindung mit den Puppen verbinden und sie als eine Art Headset für das Smartphone nutzen.

Bild: dpa, Andrea Warnecke/Symbolbild

Um eine bessere Audioübertragung zwischen iPhones und Hörgeräten sicherzustellen, hat Apple den Bluetooth-LE-Standard erweitert. Die Technik steht nur Herstellern in Apples MFi-Lizenzprogramm offen.

Anzeige
Apple iPhone 7 32GB schwarz
Apple iPhone 7 32GB schwarz ab € 480,–

Apple hat Details zur direkten iPhone-Anbindung von Hörhilfen genannt. Um die Audioqualität zu verbessern, ohne dabei die Batterien der Hörgeräte zu stark zu belasten, setzt Apple auf Bluetooth “Low Energy Audio” (LEA), eine hauseigene Weiterentwicklung des auf die Übermittlung kleiner Datenmengen ausgelegten Bluetooth-LE-Standards. Es ist die erste Verwendung des Low-Energy-Standards, um Musik und Sprache in hoher Qualität zu übertragen, erklärte ein Apple-Manager gegenüber dem inzwischen zu Wired gehörenden Magazin Backchannel.

Anzeige

Die Verbindung zu den Bluetooth-Hörgeräten nutzt den üblichen von Bluetooth LE vorgegebenen Weg, merkt ein an der Entwicklung des Protokolls beteiligter ehemaliger Apple-Mitarbeiter auf Twitter an – der Kanal für das Audio-Streaming sei allerdings "geheime Sauce". Für Bluetooth LEA habe Apple den kompletten Bluetooth-Audio-Stack neu geschrieben, merkt der Entwickler an, der neue Unterbau komme seit iOS 9 auch für die gängigen Bluetooth-Profile A2DP (Advanced Audio Distribution Profile) und HFP (Hands Free Profile) auf iPhone und iPad zum Einsatz.

Bluetooth LEA wurde schon 2013 respektive 2014 mit dem ersten “Made for iPhone”-Hörgerät eingeführt, der "Linx" genannten Hörhilfe des Herstellers GN Resound. Jüngst hat der Hersteller Cochlear ein erstes Hörimplantat angekündigt, das direkt mit dem iPhone kommuniziert.

Bluetooth LEA soll Herstellern nur im Rahmen von Apples MFi-Lizenzprogramm ("Made for iPhone/iPad/iPod") zur Verfügung stehen – aber kostenlos. Ob Google Unterstützung für Bluetooth LEA auch in Android integrieren könnte, bleibt unklar. Die Unterstützung von Hörgeräten stehe auf der Roadmap, betonte Google gegenüber Backchannel – ohne einen genaueren Termin oder weitere Details zu nennen. Apple ist seit 2015 ein "Promoter Member" der Bluetooth Special Interest Group (SIG) und damit an der Weiterentwicklung des Standards beteiligt.

Apples drahtlose Bluetooth-Ohrtstöpsel AirPods setzen erstmals auf einen neuen W1-Chip, der besondere Funktionen im Zusammenspiel mit Apple-Hardware bereitstellt. Die AirPods lassen sich allerdings auch als normale Bluetooth-Kopfhörer an anderen Geräten betreiben. Bluetooth LEA kommt bei den AirPods derzeit angeblich nicht zum Einsatz.

(lbe)

62 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Erstes Cochlea-Implantat "made for iPhone" kommt in den Handel

    Erstes Cochlea-Implantat “made for iPhone” kommt in den Handel

    Das Hörimplantat kann direkt mit dem iPhone Verbindung aufnehmen ohne ein lästiges Bluetooth-Zwischenstück zu erfordern. Zum Einsatz kommt dafür “Bluetooth Low Energy Audio”, eine proprietäre Apple-Erweiterung des Funkstandards.

  2. Cochlea-Implantat mit direkter iPhone-Anbindung

    Cochlea-Implantat mit direkter iPhone-Anbindung

    Der Hersteller Cochlear Ltd will seine Hörimplantate künftig direkt ohne Bluetooth-Zwischenstück mit iPhone und iPad verbinden. Dazu wurde in Zusammenarbeit mit Apple ein "Made for i"-Chip implementiert.

  3. Apple arbeitet angeblich an Bügelkopfhörern mit Geräuschunterdrückung

    Beats

    Die großen Apple-Kopfhörer sollen einem Bericht zufolge auf den High-End-Markt abzielen und Bose Konkurrenz machen – könnten aber auch der eigenen Marke Beats in die Quere kommen.

  4. Apple gibt angeblich USB-C-Port für Zubehörhersteller frei

    iPhone

    Accessoire-Hersteller, die an Apples Lizenzprogramm Made for iPhone teilnehmen, dürfen nun offenbar die kompakte USB-C-Schnittstelle integrieren – mit Einschränkungen. Auch Lightning-auf-Klinkenstecker-Kabel sind inzwischen zulässig.

  1. AirPods im Test: Kabelloses Hörvergnügen

    Apples völlig strippenfreie Ohrhörer kommen endlich in den Handel. Mac & i hatte Gelegenheit, erste Produkte aus der Serienproduktion zu testen.

  2. So nutzen Sie iCloud mit Android

    Apples iCloud ist komplett auf die Nutzung mit Apple-Hardware zugeschnitten. Doch mit den richtigen Kniffen nutzen Sie iCloud auch unter Android.

  3. Start-up hilft besser hören

    Start-up hilft besser hören

    Die Schweizer Firma Fennex hat eine iPhone-App entwickelt, die Menschen mit Hörschäden im Alltag unterstützt.

  1. Keine Strafen: Österreich zieht neuem Datenschutz die Zähne

    Überlebensgroße Statuen, die herzlich lachen

    In letzter Minute nimmt Österreich der neuen EU-Datenschutzverordnung den Biss, die meisten Verstöße werden straffrei bleiben. Und Datenschutz-NGOs dürfen keinen Schadenersatz eintreiben.

  2. Vorstellung: BMW Concept iX3

    BMW concept iX3

    Der BMW iX3 nutzt als erster BMW die neue eDrive Plattform. Die technischen Daten sind vorläufig: über 200 kW Motorleistung, über 400 km Reichweite, über 70 kWh Batteriekapazität. Gebaut wird der iX3 vorerst in China. Dort wurde nun auch das induktive Laden für den 530e vorgestellt

  3. Fachkräfte: Klimaziele erfordern 100.000 Handwerker mehr für Sanierungen

    Fachkräfte, Fachkräftemangel, Arbeitsplätze

    Fachkräfte, darunter Handwerker und Techniker für Heizungs- und Anlagensteuerung, fehlen massiv, wenn die energetische Sanierung von Häusern zur Erreichung der deutschen Klimaziele durchgeführt werden soll.

  4. Datenschutzgrundverordnung in kleinen Firmen: DSGVO? – Nie gehört

    Datenschutzgrundverordnung in kleinen Firmen: DSGVO? – Nie gehört

    Die neuen Datenschutzbestimmungen nehmen auch kleinste Unternehmer in die Pflicht. Sind sie darauf vorbereitet? Die Uhr tickt. Bei Verstößen drohen empfindliche Bußgelder. Doch Grund zur Panik gibt es nicht, meinen Datenschützer.

Anzeige