Logo von Mac & i

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.508.171 Produkten

Ben Schwan 204

Apple kündigt "Flashback"-Entfernungswerkzeug an Update

Apple hat ein Tool zur Entfernung der Malware "Flashback" angekündigt, die eine erst in der vergangenen Woche gepatchte Lücke in der Mac-OS-X-Java-Unterstützung ausnutzt. Man arbeite derzeit an einem Werkzeug, mit dem sich der Datenschädling erkennen und beseitigen lasse, schreibt Apple in einem am Dienstagabend bereitgestellten Support-Dokument. Einen zeitlichen Horizont nannte der Computerkonzern nicht. "Flashback", das unter anderem Google-Ergebnisse verfälschen und eine Payload nachladen können soll, befiel laut Angaben von Sicherheitsunternehmen mindestens 550.000 Macs.

Ansonsten fordert Apple seine Nutzer auf, schnellstmöglich die Installation des jüngsten Java-Updates vorzunehmen, das die Lücke schließe. Das Unternehmen arbeitet laut eigenen Angaben außerdem mit Internet-Providern in aller Welt zusammen, um die Rechner abschalten zu lassen, die die Autoren von "Flashback" benötigten, "um viele kritische Funktionen auszuführen".


Apple zur "Flashback"-Malware. Vergrößern

Damit gemeint sind die Command+Control-Server des Botnetzes, das die Malware mittlerweile bilden soll. Von dieser Aktion hatte auch bereits das AV-Unternehmen Doctor Web berichtet, bei dem einer seiner Sinkhole-Server zum Zählen der Infektionen durch Apple abgeschaltet worden sein soll.

Problematisch bleibt die Lage unterdessen für Benutzer von Mac-OS-X-Versionen vor Snow Leopard (10.6). Für diese stellt Apple keine Java-Updates mehr bereit. Stattdessen empfiehlt die Firma hier, Java in den Browser-Einstellungen zu deaktivieren, "um sich besser zu schützen". Ein einfach zu verwendendes Werkzeug, um seinen Rechner auf eine "Flashback"-Infektion zu prüfen, steht bereits seit einigen Tagen von einem unabhängigen Entwickler inklusive Quellcode bereit; eine Entfernungsanleitung liefert ein Advisory von F-Secure.

Update: Sowohl F-Secure als auch Kaspersky und Norton bieten mittlerweile eigene Entfernungswerkzeuge an.

Update 2: Kaspersky hat sein Entfernungswerkzeug wieder zurückgezogen, weil die Software Nutzereinstellungen entfernen konnte. Man arbeite an einem Bugfix, hieß es. (bsc)

204 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. macOS Sierra 10.12.1 fixt Bugs, Sicherheitsupdate für El Capitan verfügbar

    macOS Sierra 10.12.1

    Apple hat sein aktuelles Mac-Betriebssystem auf einen neuen Stand gebracht. Außerdem gibt es ein Sicherheitsupdate für die Vorversion. Angefasst wurde auch der Browser Safari.

  2. macOS 10.13, iOS 11, tvOS 11 und watchOS 4: Entwickler können Betaversionen herunterladen

    macOS 10.13, iOS 11, tvOS 11 und watchOS 4: Entwickler können Betaversionen herunterladen

    Apple hat wie versprochen erste Vorabversionen seiner neuen Betriebssysteme online gestellt. Teilnehmer des öffentlichen Betaprogramms müssen sich allerdings noch gedulden. Für die neuen iMacs und MacBooks gibt es erste Updates.

  3. Update fürs Update: Apple schiebt iTunes 12.5.3 nach

    iTunes 12.5

    Apple hat innerhalb weniger Tage ein weiteres Update für iTunes veröffentlicht, behält den Grund aber für sich. 12.5.2 hat gravierende Sicherheitslücken in der Windows-Version beseitigt.

  4. Mac-Sicherheitswerkzeug Little Flocker künftig bei F-Secure

    Mac-Sicherheitswerkzeug Little Flocker künftig bei F-Secure

    Entwickler Jonathan Zdziarski arbeitet mittlerweile als Sicherheitsexperte bei Apple. Die Finnen übernehmen das populäre Tool, das unter anderem gegen Ransomware helfen soll.

  1. Apples 2016 – ein Jahr voller Tumulte

    Apple-Logo

    Es war ein schwieriges Jahr für den iPhone-Hersteller: Neben dem ersten Umsatzrückgang seit mehr als einer Dekade musste der Konzern mit Software-Problemen und heftiger Kritik an Produktentscheidungen kämpfen – zuletzt beim neuen MacBook Pro. Das zurückliegende Jahr verrät auch manches über Apples Zukunftspläne.

  2. Die Systemprozesse von macOS Sierra

    In der Hintergrundreihe „macOS intern“ blickt Mac & i seit Heft 1/2017 hinter die Kulissen von Apples Desktop-Betriebssystem. Begleitend zum dritten Teil haben wir eine umfangreiche Liste vieler Systemprozesse von macOS 10.12 samt ihrer Bedeutung zusammengetragen.

  3. Pro & Contra: Nimmt Apple die Profis wieder ernst?

    Der Mac hat 10-Bit-Farbtiefe gelernt, das neue iPad Pro eignet sich samt Stift auch für Illustratoren. Kümmert sich Apple wieder mehr um die Pro-User?

  1. "7 E-Books in 0,1 Sekunden": Vodafone startet 0,5 GBit/s-Anschlüsse in 100 deutschen Städten

    7 E-Books in 0,1 Sekunden: Vodafone startet 0,5 GBit/s-Anschlüsse in 100 deutschen Städten

    Rund 2,5 Millionen Kabel-Kunden können Vodafone-Internetanschlüsse mit bis zu 0,5 GBit/s buchen. Auch in Berlin startet der Ausbau.

  2. Gefährliche Hobby-Drohnen: Deutsche Flugsicherung bringt Wegweiser für Drohnen-Piloten

    Drohne und Flugzeug

    Private Drohnen können zur Gefahr für Flugzeuge werden. Mit einer App will die Deutsche Flugsicherung Hobbypiloten nun Orientierung bieten. Sie reagiert auf eine wachsende Zahl bedrohlicher Begegnungen.

  3. photokina: Neustart bei der weltgrößten Fotomesse

    Interview mit photokina-Manager Christoph Menke: Neustart bei der weltgrößten Fotomesse

    Die photokina wird modernisiert: U.a. soll die Fachmesse mit neuem Termin im Frühling, weniger Messetagen und jährlichem Turnus attraktiver werden. Für den Veranstalter steht viel auf dem Spiel. Ein Interview mit photokina-Manager Christoph Menke.

  4. 18-Jähriger meldet Fehler in Budapester E-Ticketing-System – und wird festgenommen

    18-Jähriger meldet Fehler in Budapester E-Ticketing-System – und wird festgenommen

    Das neue E-Ticketing-System für den Budapester ÖPNV war offenbar mit allzu heißer Nadel gestrickt. Ein 18-Jähriger Nutzer, der einen der Fehler entdeckte und dem Budapester Verkehrsunternehmen meldete, bekam daraufhin Besuch von der Polizei.

Anzeige