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Ben Schwan 5

Apple Watch: Drogensüchtige nutzen Computeruhr als Herzinfarktwarner

Apple Watch: Drogensüchtige nutzen Computeruhr als Herzinfarktwarner

Kokain wurde einst auch bei Halsschmerzen verwendet.

Bild: "Allenbury's Throat Pastilles" / Maksym Kozlenko / cc-by-sa-4.0

Ärzte warnen davor, die Smartwatch bei der Einnahme von Kokain und anderen Drogen zu nutzen. Sie gebe ein falsches Sicherheitsgefühl.

In den USA gibt es Medienberichten zufolge einen neuen Trend insbesondere in den Technikzirkeln des Silicon Valley: Konsumenten harter Drogen verwenden Apples Smartwatch, um sich bei der Einnahme von Rauschgift gegen die Gefahr eines Infarktes "abzusichern".

Regelmäßige "User" von Kokain, Ecstasy, Ketaminen, Amphetaminen und anderen stimulierenden Drogen nutzen demnach den in die Uhr eingebauten Pulsmesser, um in Echtzeit zu überprüfen, ob ihr Herz einen bestimmten Frequenzbereich nicht übersteigt. Ist dieser erreicht, beenden sie den Drogenkonsum.

Die Drogensüchtigen wollen so vermeiden, dass sie ihren Körper zu stark erregen und eine Überdosierung erleiden, die nicht selten mit einem Herzinfarkt, einer Angina oder einem Hirnschlag einhergeht. In verschiedenen Foren wird das Thema in den vergangenen Monaten intensiv diskutiert, meldet der US-Börsensender CNBC, der Dutzende solcher Threads entdeckt haben will.

Sicher ist die Methode aber keinesfalls, wie Ärzte warnen. Aktuelle Computeruhren wie die Apple Watch oder konkurrierende Geräte von Anbietern wie Fitbit oder Samsung können derzeit allein den Puls messen – und dies mehr oder weniger genau. Allerdings beeinflussen Stimulanzien nicht nur die Herzfrequenz, sondern auch Blutdruck und Herzrhythmus negativ. Diese Werte lassen sich von smarten Geräten derzeit aber nicht verlässlich überwachen, weshalb das Bild unvollständig bleibt.

Ethan Weiss, ein Kardiologe an der University of California in San Francisco, sagte gegenüber CNBC, die meisten Consumer-Geräte könnten dies nicht. Smartwatches können demnach sogar dazu führen, dass Drogenkonsumenten ihre "gesunde" Dosis überschätzen. "Es ist möglich, dass [die Technik] dazu führt, dass mehr Kokain eingenommen wird als zuvor." (bsc)

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