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Leo Becker 53

Animoji: Klage wirft Apple Markenrechtsverletzung vor

Animoji iPhone X

Die "Animojis" des iPhone X – durch Mimik des Nutzers bewegte Emojis.

Mit Tarnfirmen habe Apple unter Drohungen versucht, die Wortmarke Animoji zu erwerben, lautet der Vorwurf des Inhabers, der eine gleichnamige App anbietet. Apple nutzt den Namen für die animierten Emojis des iPhone X.

Der Anbieter der App “Animoji” hat Apple wegen Verwendung der Bezeichnung für die durch Gesichtserkennung animierten Emojis auf dem iPhone X verklagt. Es handele sich um einen klassischen Fall von "bewusster und vorsätzlicher Markenrechtsverletzung", führt die Klageschrift ins Feld – Apple habe den Namen einfach von einem Entwickler im hauseigenen App Store "gerupft". Nach Angabe des Klägers wird die App Animoji seit 2014 über Apples iOS-Software-Laden vertrieben.

Der iPhone-Hersteller sei im Sommer mit Hilfe von Tarnfirmen wie "The Emoji Law Group LLC" an den Entwickler herangetreten, um die eingetragene Wortmarke zu kaufen, schreibt die Kanzlei des Klägers – dabei sei diesem im Fall des Nichtverkaufs zugleich mit einem Löschantrag gedroht worden. Der Entwickler habe einen Verkauf der Animoji-Marke abgelehnt.

Die Animoji-App des Klägers ist immer noch im App Store zu finden – mit verändertem Icon.
Die Animoji-App des Klägers ist immer noch im App Store zu finden – mit verändertem Icon. (Bild: Screenshot aus der Klageschrift)

Einen Tag vor der Einführung des iPhone X im September hat Apple dann die Löschung der Marke Animoji beim US-Patent- und Markenamt beantragt – der Konzern bemängelt einen Formfehler, der dem Entwickler bei der Anmeldung unterlaufen ist. Das Verfahren läuft noch.

Apples Handlungen hätten ihm "irreparablen Schaden" zugefügt, so der Kläger. Er fordert, dass der Konzern die Marke Animoji nicht länger verwendet – zudem soll Apple Schadenersatz und den Teil des mit der Verwendung des Begriffs erzielten Gewinnes zahlen.

Quelle: Apple

Mit dem iPhone X hat Apple die Emojis um "Animojis" ergänzt: Nutzer können diese durch ihre von der Gesichtserkennung erfasste Mimik animieren und dann (wahlweise mit Ton) an andere iMessage-Nutzer versenden. Zu Beginn gibt es nur zwölf dieser animierten Emojis. Ein anderer Entwickler hatte im Vorfeld berichtet, er habe sei mehreren Monaten versucht, eine "Animoji" genannte App in den App Store zu bringen – Apple habe diese aber stets abgelehnt. Die Animoji-App des Klägers ist derzeit unverändert im App Store zu finden. (lbe)

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