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Leo Becker 396

2-Faktor-Authentifizierung bei Apple: Abschalten unmöglich – Nutzer klagt

iPhone

Ist die 2FA aktiviert, reicht das Passwort allein nicht mehr für einen Zugriff auf wichtige Daten.

Bild: dpa, Karl-Josef Hildenbrand

Die aufgedrängte Sicherheitsfunktion verschwende Zeit und sperre den Nutzer aus, heißt es in einer US–Sammelklage.

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung für die Apple-ID lässt sich nachträglich nicht mehr abschalten. Diese schrittweise eingeführte Änderung hat Apple ein erste Sammelklage in den USA eingehandelt: Ein Kunde bemängelt, der Konzern aktiviere die Schutzfunktion mitunter, ohne dafür erst um Erlaubnis zu fragen. Sobald der Zwei-Faktor-Schutz greift, ist – nach einem Zeitfenster von 14 Tagen – kein Abschalten mehr möglich.

Dies sperre Nutzer aus ihren persönlichen Geräten aus und führe zu "Zeitverschwendung" durch die zusätzliche Schutzmaßnahme bei Logins und der Nutzung der Apple-ID mit Dritt-Software, wie es in der Klageschrift heißt. Das sorge für einen wirtschaftlichen Schaden beim Kunden.

Der Kläger fordert Schadenersatz sowie eine einstweilige Verfügung, die Apple zwingen soll, eine Deaktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung wieder zu erlauben, um eine "freie Wahl der Einlogg- und Sicherheitsprozedur zu ermöglichen".

Der Konzern habe die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) "ohne sein Wissen und seine Einwilligung" durch ein Software-Update aktiviert, schreibt der Kläger, der neben einem iPhone nach eigener Angabe auch zwei Macbooks besitzt. Er müsse nun stets bei Login-Vorgängen den von Apple übermittelten Code eingeben, dies koste jedesmal zwei bis fünf Minuten an Zeit. Die Klageschrift vermischt offensichtlich verschiedene von Apple integrierte Sicherheitsfunktionen: Dort wird auch eine iOS-Schutzfunktion Apples 2FA zugeordnet, nämlich das Einstufen eines Computers als vertrauenswürdig beim Anschließen des iPhones. Dies erfordert inzwischen zusätzlich Eingabe des Gerätecodes, hat aber nichts mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung zu tun.

Mit aktiver 2FA wird für Apple-ID-Anmeldevorgänge zusätzlich zu Benutzername und Passwort ein sechsstelliger Code benötigt, den Apple auf allen mit dem iCloud-Account registrierten Geräten zustellt – sowie einer als vertrauenswürdig hinterlegten Telefonnummer. Die Sicherheitsfunktion ließ sich ursprünglich auch wieder abschalten, seit vergangenem Jahr ist dies jedoch nicht mehr möglich. "Bestimmte Funktionen in den aktuellen Versionen von iOS und macOS verlangen diese zusätzliche Sicherheitsebene, die dem Schutz Ihrer Daten dient", schreibt Apple als Begründung.

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(lbe)

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