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Leo Becker 291

10 Jahre MacBook Air: Der unbequeme Sprung in eine drahtlose Zukunft

10 Jahre MacBook Air: Der unbequeme Sprung in eine drahtlose Zukunft

Das erste MacBook Air zog Steve Jobs bei der Präsentation aus einem Briefumschlag.

Bild: Apple-Keynote

Mit dem Verzicht auf gängige Schnittstellen und optisches Laufwerk löste das "dünnste Notebook der Welt" erhebliche Diskussionen aus – und gab die Marschrichtung vor.

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Als “dünnstes Notebook der Welt” präsentierte Steve Jobs am 15. Januar 2008 das erste MacBook Air – und zog es demonstrativ aus einem Briefumschlag. Apple stieß damit in den ursprünglich kleinen Markt der “ultraportablen” Notebooks vor, bei denen niedriges Gewicht und geringe Dicke im Vordergrund stehen. Im Unterschied zu den Geräten der Konkurrenz war das MacBook Air mit einem vergleichsweise großen 13,3-Zoll-Display ausgestattet sowie einer vollwertigen Tastatur – und einem relativ flotten Prozessor, den Intel speziell für Apple entwickelt hatte.

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Kompromisse ging Apple dafür an anderer Stelle ein: Bei dem dünnen, gut 1,3 Kilogramm schweren Notebook strich der Hersteller fast alle gängigen Anschlüsse: Übrig blieben nur ein USB-Port, eine ungewöhnliche Micro-DVI-Buchse und ein Kopfhöreranschluss, die hinter einer Klappe an der Unterseite verborgen waren. Auch auf ein integriertes optisches Laufwerk verzichtete Apple zum ersten Mal, stattdessen wurde ein optionales externes DVD-Laufwerk für knapp 100 Euro eingeführt.

Mit WLAN und Bluetooth verließ sich das Notebook auf drahtlose Verbindungen, auf eine integrierte Mobilfunkunterstützung verzichtete Apple allerdings – bis zum heutigen Tag.

Für den kompakten Formfaktor und das geringe Gewicht mussten Käufer erhebliche Abstriche bei der Leistung in Kauf nehmen – oder noch tiefer in die Tasche greifen: Das MacBook Air mit schnellerem Prozessor und 64-GByte-SSD kostete rund 2870 Euro und damit mehr als das damalige Einstiegsmodell des Mac Pro. Der Verkaufserfolg kam erst in der zweiten Generation des MacBook Air, die nicht nur deutlich erschwinglicher war, sondern auch über zwei USB-Anschlüsse und zudem ab 2011 einen zusätzlichen Thunderbolt-Port sowie – im größeren Modell – einen SD-Kartensteckplatz verfügte.

Mit dem reduzierten Angebot an Schnittstellen, schnellem Flash-Speicher, großem und Multitouch-tauglichem Trackpad und fest integriertem Arbeitsspeicher diente das MacBook Air als Blaupause für manche Geräte der Konkurrenz sowie alle folgenden Apple-Laptops – bis hin zum aktuellen MacBook Pro, in dem sich keine Komponente mehr einfach vom Nutzer aufrüsten lässt.

Die Zukunft der einst so bahnbrechenden Gerätereihe ist allerdings ungewiss: Apple verkauft das MacBook Air zwar weiterhin, es wurde aber seit drei Jahren nicht mehr nennenswert aktualisiert. Das seit 2010 unveränderte Gehäuse-Design wirkt längst altbacken, auch ein hochaufgelöstes Retina-Display fehlt in dieser Modellreihe. (lbe)

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