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iPad Pro 10,5" und 12,9" im ersten Test

Mac & i hatte Gelegenheit, die beiden neuen Pro-iPads von Apple ersten Tests zu unterziehen. Nicht nur die Geschwindigkeit konnte überzeugen.

Nach der Vorstellung auf der WWDC kommen die neuen iPads nun in den Handel. Wir haben zwei Geräte gekauft: ein iPad Pro mit dem neuen Formfaktor, 10,5"-Display und 512 GByte Speicher sowie ein 12,9-Zoll-Modell mit 256 GByte Flash. Beide besitzen 4 GByte RAM.

CPU- und Grafik-Power satt

Apple sagt, die neuen iPads sind die schnellsten, die sie je gebaut haben. Der neue Prozessor A10X Fusion soll flotter rechnen als alle bisherigen ARM-CPUs. Das ist beinahe etwas tiefgestapelt, weil er – erstmals bei einem iOS-Gerät – sechs Kerne besitzt, wenngleich drei davon "nur" fürs Energiesparen zuständig sind. In unseren Benchmarks schnitt die CPU eindrucksvoll ab. Im Multi-Core-Score von Geekbench 4 erzielten beide iPads Werte über 9300 Punkte. Zum Vergleich: Das bisherige iPad Pro 9,7" von 2016 (A9X, 2 Kerne, max. 256 GByte Flash, 2 GByte RAM) schaffte hier nicht einmal 5000 Punkte, das iPhone 7 und das 7 Plus kamen auf weniger als 5500.


Das günstigere iPad Pro ist zwar von 9,7 auf 10,5 Zoll gewachsen, wirkt aber neben dem iPad Pro 12,9" immer noch deutlich kleiner. Vergrößern

Auch die Grafik soll deutlich schneller geworden sein: Apple wirbt mit 30 bis 40 Prozent Performance-Gewinn gegenüber dem A9X. Hier verspricht der Hersteller ebenfalls nicht zuviel. Beim Offscreen-Test (1080p Manhattan) von GFXBench Metal schafften beide über 90 Frames pro Sekunde, während das iPad Pro 9,7" nicht mal an 50 herankam. Wegen der vielen zu bedienenden Pixel der Displays schrumpft der Vorsprung beim zugehörigen Onscreen-Test etwas zusammen. Das iPad Pro 9,7" liegt bei 36, das neue 12,9" bei 45 und das neue 10,5-Zoll-Modell bei 56 fps.

Beim Transfer von Daten aus dem RAM auf den Flash-Speicher mit der App PerformanceTest Mobile konnten wir Leseraten von um die 1000 MByte/s erzielen, schreibend waren es noch um 400. Diese Werte lassen sich grob mit Ergebnissen anderer Mess-Apps vergleichen: schnelle SATA-6G-SSDs in Macs schaffen derzeit bis zu 550 MByte/s.

Brillantes Display mit schmalem Rand

Das Display vom 10,5-Zoll-Modell geht bis weit an den seitlichen Rand, man muss sich daran gewöhnen, das iPad unten oder oben zu greifen. Die Helligkeit erreichte bei beiden Panels bis zu 475 Candela/qm in normaler Umgebung. Erst bei hellem Licht (auf den Umgebungslichtsensor) kletterten die Werte noch um 100 cd/qm weiter nach oben und erreichten damit fast die von Apple angegebenen 600 Nits (Nits = Candela/qm).

Das Display kann seine Bildwiederholrate je nach Anforderung dynamisch auf bis zu 120 Hertz (bisher 60) erhöhen. Die Unterschiede fallen subtil aus, aber Scrollen oder Wischen läuft jetzt noch flüssiger ab als bisher, Fotos und Texte bleiben in der Bewegung schärfer. Bei statischen Inhalten sinkt die Bildwiederholrate auf 48 oder 24 Hz, um Energie zu sparen.

Bei der Bedienung mit dem Pencil, Apples separat verkauftem iPad-Stift, soll die erhöhte Bildrate dafür sorgen, dass man feiner und mit schnellerer Reaktion zeichnen kann. Auf die Schnelle konnten wir nur einen leichten Vorteil feststellen: Ein Strich etwa in der Notizen-App oder in Procreate wurde ein wenig dichter an der Stiftspitze gezeichnet als auf dem alten iPad Pro. Um weitere Erkenntnisse zu sammeln, fehlte uns die Zeit.

Der Kontrast zeigte sich praktisch unabhängig vom Blickwinkel und erreichte bei beiden Modellen hervorragende Werte von weit über 1:1000. Die Farben wurden wirklichkeitsgetreu wiedergegeben und schafften stets mindestens den sRGB-Farbraum.

Größerer Farbraum

Den erweiterten DCI-P3-Farbraum, der mit dem iPad Pro 9,7" von 2016 eingeführt wurde und über sRGB hinausgeht, nutzen derzeit erst wenige Apps. In Apples Fotos-App konnten wir an unserem Konoskop bei beiden neuen iPad Pros einen deutlich größeren Farbraum messen, der sogar beinahe an AdobeRGB heranreicht. Das 12,9"-Gerät offenbarte hier allerdings leichte Schwächen bei Rot und Grün.

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