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Thomas Kaltschmidt 2572

Umsteigen von Windows auf den Mac

Windows Mac Müllkorb

Der Mac ist logischer, komfortabler, benötigt weniger Wartung und bietet das Beste aus beiden Welten – das sind nur einige der Argumente für den Wechsel. Mac & i zeigt auch, wie sich Windows-Umsteiger in macOS schnell zurechtfinden.

Die Praxiserfahrung lehrt: Wer einmal auf Mac und macOS umgesattelt ist, möchte nur sehr selten wieder zurück. Bei Apple kommt nämlich alles aus einer Hand – die elegante, leichte, hochwertig verarbeitete Hardware, die Betriebssysteme, die Programme und die Cloud-Dienste. Alles greift ineinander und bildet ein für sich genommen einmaliges Ökosystem.

Der größte Knackpunkt bei Mac-Hardware dürfte bei Umstiegs-Interessierten der Preis sein, die Rechner werden immer teurer. Wenn man allerdings weitere Kosten und mögliche Spareffekte berücksichtigt, sieht es schon anders aus.

Mit einem Mac-Kauf erhält man nämlich nicht nur alle zukünftigen System-Updates gratis, sondern auch gleich einen ganzen Schwung an Programmen, für die man sonst zahlen müsste: der leistungsstarke und dennoch leicht zu durchschauende E-Mail-Client Mail etwa, der eine sehr schnelle Suchfunktion mitbringt. Die Kontakte- und Kalender-Apps unterstützen neben der eigenen iCloud auch viele externe Anbieter (etwa Microsoft und Google) sowie die offenen Standards CardDAV und CalDAV.

Kostenlose Software gehört dazu – von Videoschnitt bis Office

Mit der 4K-fähigen Videoschnittsoftware iMovie lassen sich bereits kleine und mittelgroße Projekte stemmen. Die Musiksoftware GarageBand erlaubt das Komponieren eigener Musikstücke. Gratis zu einem neuen Mac legt Apple außerdem die Office-Programme Pages, Numbers und Keynote bei. Sie arbeiten rasend schnell auf Mac und iOS. Zusätzlich gibt es eine iCloud-Variante, die plattformübergreifend im Browser funktioniert, so wird das gleichzeitige Bearbeiten im Team zum Kinderspiel.

Profis erhalten mit der Videoschnitt-Lösung Final Cut Pro, der Special-Effects-App Motion und der Musik-Software Logic Pro leistungsstarke Kreativ-Software für einen Bruchteil der bei Windows üblichen Kosten.

Der Mac ist vergleichsweise wartungsarm

Gefunden in

Mac & i Heft 2/2017

Zeit und Geld spart man auch auf andere Weise, denn Mac und sein OS sind deutlich wartungsärmer als Windows. Um Standard-Treiber etwa für Grafik, WLAN, Ethernet oder viele Drucker muss man sich gar nicht erst kümmern, macOS liefert sie als Teil der regelmäßigen Updates automatisch mit. Komplizierte BIOS- oder EFI-Einstellungen – bei denen unbedachte Änderungen schnell Probleme verursachen – gibt es bei Apple nicht.

Natürlich kann es auch mal passieren, dass macOS immer träger wird oder eine Software darauf nicht mehr rund läuft. Aber die nötigen Handgriffe zum Auffrischen bekommen viele Anwender selbst hin, – und falls nicht, finden Sie in Mac & i wertvolle Tipps dazu. Einen teuren Profi-Service braucht es in den seltensten Fällen.

Es gibt gute Gründe, warum große Firmen wie IBM oder Springer in großem Stil auf Apple-Hardware wechseln. Wer seinen Mac nach einiger Zeit verkaufen möchte, bekommt für sein Altgerät aufgrund der höheren Wertstabilität mehr Geld.

Und wer doch einmal professionellen Support benötigt: In immer mehr Städten finden sich Apple Stores oder zertifizierte Apple-Händler, die einen guten Service bieten. Stehen Neuinvestitionen an, kann kann man sich hier zudem vorab seine Wunschhardware anschauen und testen.

Das Beste aus beiden Welten

Das Schöne beim Wechsel auf den Mac: Die Brücke zu Windows bleibt bestehen. Windows lässt sich auf dem Mac praktisch genauso schnell ausführen – entweder als zusätzliches, alternatives System oder gleichzeitig zusammen mit macOS in einer virtuellen Maschine. Apple offeriert für den nativen Ansatz den Boot-Camp-Assistenten mitsamt passenden Windows-Treibern.

Als Virtualisierungssoftware für macOS eignen sich vor allem Parallels Desktop und VMware Fusion, die Programme kosten um die 80 Euro zuzüglich einer Windows-Lizenz.

Apple pocht auf Sicherheit und Datenschutz

Ein wichtiger Pluspunkt für Apple: Der Hersteller nimmt die Privatsphäre seiner Anwender ernst und wendet viel Energie auf, um Hardware und System abzusichern. Ein Beispiel: Das Senden von Diagnose- und Nutzungsdaten lässt sich in macOS komplett abschalten, Windows 10 offeriert lediglich die Einstellung „einfach“, die weniger Informationen übermittelt.

Viele Sicherheitsfunktionen in macOS machen es Spy-, Ad- und Malware schwer, auf dem Mac Fuß zu fassen. SIP (Sytem Integrity Protection) verhindert etwa das Ausführen unsignierter Erweiterungen und unterbindet das Speichern in wichtigen Systembereichen – selbst wenn man mit Root-Rechten arbeitet. Dank Gatekeeper startet macOS standardmäßig nur Programme, die aus dem App Store oder von einem verifizierten Entwickler stammen. Bei XProtect handelt es sich um einen Malware-Schutz im Hintergrund, der keinerlei Konfiguration bedarf.

Apple legt nicht nur Wert auf attraktive Hardware, auch macOS und Programme konzentrieren sich im Design auf das Wesentliche und verzichten auf unnötige Schnörkel.

Keine vorinstallierte Ad- und Nerv-Software

Seit macOS 10.12 Sierra starten potenziell unsichere Programme dank App Translocation auf einem komplett isolierten und zufälligen, virtuellen Speicherbereich. Selbst signierte Apps können so nicht mehr auf außerhalb des eigenen Ordners liegenden Code oder Ressourcen zugreifen. Adware wie Genieo hat so keine Chance mehr, sich einzunisten. Windows-Anwender müssen beim Surfen dagegen gut aufpassen, erschreckend schnell hat man sich hier Ad- und Scareware eingefangen oder die Browsersuche umgebogen.

Selbst neue Windows-Hardware kommt oftmals mit einem ganzen Strauß an Werbe- und Nerv-Software, die man eigentlich nicht haben will – so etwas gibt es auf dem Mac nicht.

Viele Tools in macOS integriert

Wer sich ein wenig mit macOS beschäftigt, lernt viele Funktionen zu schätzen, mit denen man schneller vorankommt. Quicklook etwa zeigt im Dateimanager Finder nach einem Tipp auf die Leertaste eine große Vorschau der ausgewählten Datei an, sodass man schnell den Inhalt überblicken kann, ohne das zugehörige Programm zu öffnen.

Spotlight ist eine schnelle Suchfunktion, die sowohl systemweit als auch in Programmen bereit steht. So lässt sich etwa in der App Vorschau im Nu eine bestimmte Textstelle in einem PDF finden. Die Miniaturseitenansicht in der linken Spalte listet dann nur diejenigen Seiten, die die Textstelle enthalten. macOS baut auf PDF, das mit Quartz das grafische (2D)-Fundament darstellt. Darum stellt macOS PDFs rasend schnell dar – genauso kann es eigene PDFs ohne Installation von Zusatzsoftware erzeugen.

Bildschirmaufnahmen mit Board-Tools möglich

Quicktime
QuickTime kann den Bildschirm aufzeichnen – sowohl des Macs als auch angeschlossener iOS-Geräte.

Einen Screenrecorder für Bildschirmaufnahmen muss man nicht extra kaufen, das Programm Quicktime Player enthält einen; dieser kann sogar Videoufnahmen von einem per USB angeschlossenen iPhone oder iPad anfertigen.

Apropos: Anwender profitieren von der hervorragenden Integration von iOS und macOS. Dank Continuity überträgt man mit wenigen Handgriffen Bilder, Videos oder Dokumente zwischen den Geräten, telefoniert über das iPhone direkt am Mac oder nutzt unterwegs die Datenverbindung seines iOS-Mobilgeräts.

Hochauflösende Displays schon lange unterstützt

macOS unterstützt hochauflösende Retina-Displays schon viele Jahre. Auch Dritthersteller haben ihre Software längst darauf angepasst, während bei Windows immer noch einige Ausreißer zu beklagen sind, in denen dann etwa Text in Dialogen unschön umbrochen oder abgeschnitten wird.

Simple Backups mit Time Machine

Um Backups von System und Daten kümmert sich niemand gern, aber einfacher als mit der Time Machine geht es nicht – Zielvolume auswählen und anschalten genügt. Sollte die Startfestplatte einmal komplett den Geist aufgeben, startet man bei gedrückter Tastenkombi Alt+Cmd+R von der Wiederherstellungspartition im Internet und spielt das gesicherte Time-Machine-Backup zurück.

Einfache Installation von Software

Wenn Apple in einem Punkt führend ist, dann bei Design und Präsentation seiner Hardware.

Um eine Software zu installieren, zieht man einfach ihr App-Icon in den Programmordner. Das bei Windows übliche Kuddelmuddel aus Ressourcen-Ordnern und DLL-Dateien, die neben der eigentlichen Programmdatei liegen, gibt es in macOS nicht. Eine Registry wie bei Windows kann nicht kaputt gehen, denn sowas braucht macOS nicht.

Auch über den in macOS integrierten Mac App Store lassen sich Programme finden, kaufen und installieren. Hinweise auf Updates erhält man dann automatisch. Bewertungen von anderen Anwendern helfen dabei einzuschätzen, ob sich die Software lohnt oder man besser die Finger davon lassen sollte. Programme aus dem Mac App Store laufen in einer Sandbox, sodass sie abgeschottet vom restlichen System sind und – im Fall der Fälle – keinen Schaden anrichten können.

Langjähriger Kritikpunkte hat sich Apple allerdings bislang nicht angenommen. So stehen weiterhin keine Demo-Versionen von Software zur Verfügung. Und Entwickler kritisieren, dass Applikationen in der Sandbox zu sehr einschränkt sind und es sich im Store schwierig darstellt, mit Updates Geld zu verdienen.

Was gegen den Mac spricht

Natürlich finden sich auch im Mac Punkte, die man kritisieren kann. Viele Anwender stört etwa, dass Apple keine alternative Touchbedienung wie Windows 10 anbietet und daher auch keine Convertibles im Programm hat.

Analog sind iOS- und macOS-Apps trotz sehr ähnlicher Frameworks völlig getrennt – glaubt man der Gerüchteküche, könnten mit iOS 12 und macOS 10.14 im Herbst 2018 aber Universal-Apps Einzug halten.

Die Preise der Apple-Hardware klettern beständig nach oben. Trotz Maximal-Preisen, der neue iMac Pro kostet zum Beispiel bis zu 15.500 Euro, pflegt Apple viele Modelle nur halbherzig oder gar nicht: etwa den Mac Pro, der seit seiner Einführung 2013 keinerlei Aktualisierung erhalten hat und erst in nicht näher genannter Zukunft in neuer Form erscheinen soll.

MacBook Pro 2017 in Einzelteilen (3 Bilder)

Das 2017er MacBook Pro weiterhin mit strengem Blick.
(Bild: iFixit)

Die meiste Mac-Hardware lässt sich nur schwer, neuere Hardware wie das 2016 eingeführte MacBook Pro gar nicht mehr selbst upgraden, Speicher und selbst SSD verlötet Apple – wer direkt mehr Ausstattung will, zahlt dafür unverhältnismäßig viel.

Die Grafikleistung auch der neuesten Macs kann mit aktueller Windows-Hardware nicht mithalten, zumindest für Spieler stellt der Mac keine attraktive Plattform dar – das war allerdings noch nie anders. Blockbuster-Games erscheinen nicht oder sehr spät für macOS. Genauso gehen VR-Neuerungen wie die Oculus Rift an der Mac-Plattform weitestgehend vorüber. Mit der Unterstützung externer Grafikkarten (eGPUs) und einer VR-Runtime im Grafik-Framework Metal 2 hat Apple mit macOS 10.13 High Sierra aber erste Schritte in diese Richtung unternommen.

So finden sich Windows-Umsteiger in macOS sofort zurecht

Ein großer Unterschied fällt sofort ins Auge: In macOS gibt es nur eine zentrale Menüleiste (pro Bildschirm) und nicht für jedes Programm eine, das spart viel Platz. Sie befindet sich stets am oberen Bildschirmrand: Man muss einfach mit der Maus ganz hochfahren. Ganz links erfährt man den Namen der gerade aktiven Software.

Der Grundaufbau der Menüleiste ähnelt dem von Windows. Im Ablage-Menü links (unter Windows Datei-Menü genannt) öffnet und sichert man Dokumente, im- oder exportiert Daten, schickt Inhalte auf den Drucker oder speichert sie als PDF. Daneben findet sich das Bearbeiten-Menü vor allem mit Menübefehlen, um Elemente über die Zwischenablage auszutauschen oder um Arbeitsschritte zu widerrufen respektive zu wiederholen.

Hilfemenü steht zur Seite

Gerade Einsteigern greift die Menühilfe unter die Arme und zeigt die Position der zur Suche passenden Menübefehle.

Praktisch für Einsteiger: Das Hilfemenü zur Rechten enthält neben Hilfedokumenten eine Suchen-Funktion für Menübefehle. Geben Sie hier Begriffe ein, listet macOS passende Fundstellen direkt darunter auf.

Fahren Sie nun mit der Maus über Einträge der Ergebnisliste, klappt macOS das betreffende Menü aus und markiert die Stelle mit einem großen Pfeil. Das zweite Menü von rechts nennt sich meist Fenster, darin lassen sich geöffnete Dokumente schnell wählen und weitere Befehle für das Dokument-Management aufrufen. Die Einträge zwischen Ablage und Fenster enthalten dann die individuellen Programm-Menüs.

Mac-Menüleiste flink mit der Tastatur steuern

Was auch viele gestandene Mac-Anwender nicht wissen: Die Menüleiste lässt sich komplett mit der Tastatur bedienen. Diesen Modus aktivieren Sie mit dem Tastenkürzel Ctrl+F2. Alternativ verwenden Sie Fn+Ctrl+F2, falls F1, F2 und so weiter nicht als Standard-Funktionstasten fungieren. Danach erscheint das Apple-Logo ganz links farbig unterlegt. Diese Markierung können Sie mit den Cursortasten bewegen. Einen Menübefehl führen Sie durch Drücken der Leer- oder der Return-Taste aus. Um in einem längeren Menü schneller an den gewünschten Eintrag zu springen, geben Sie einfach die ersten Zeichen seines Namens ein.

Statusmenü statt Tray-Icons

Windows-Anwender kennen die sogenannten Tray-Icons der Task-Leiste. Hier finden sich gut zugängliche Einstellhilfen, etwa um ein WLAN-Netz auszuwählen oder die Lautstärke des Systems zu ändern. In macOS heißen diese Funktionen Statusmenü-Icons (mitunter auch Menulets genannt) und sie befinden sich rechts oben in der Menüleiste.

Rechtsklick, Systemeinstellungen und Suche auf dem Mac

Die Magic Mouse von Apple kennt standardmäßig keinen Rechtsklick, in den Systemeinstellungen unter Maus können Sie ihn aber unter Sekundärklick/Rechts klicken aktivieren. Die Touch-Oberfläche der Magic Mouse eignet sich hervorragend zum weichen Scrollen. Wer damit nicht zurechtkommt, kann alternativ auch seine alte Windows-USB-Maus weiterverwenden. Viele Bluetooth-Mäuse etwa von Microsoft oder Logitech sind ebenfalls mit macOS kompatibel. Auch eine PC-Tastatur kann man am Mac mit kleinen Anpassungen problemlos weiterverwenden.

Apfel-Menü für Standard-Aktionen

Ein Startmenü wie bei Windows gibt es in macOS nicht. Standard-Vorgänge wie den aktiven Benutzer abmelden, den Rechner in Ruhezustand schicken oder Herunterfahren finden sich aber ähnlich prominent im Apfel-Menü ganz links. In einem Untermenü kann man hier auch die zuletzt benutzten Programme, Dokumente und Server einsehen.

Die Systemeinstellungen von macOS

Alle wichtigen Optionen von macOS und systemnahen Erweiterungen von Drittherstellern finden sich in den Systemeinstellungen. Die Suche oben rechts hilft, die richtige Kategorie zu finden.

Alle wesentlichen macOS-Optionen sind in den Systemeinstellungen vereint. Unter Windows 10 verteilen sie sich in den modernen Windows-Einstellungen und in der klassischen Systemsteuerung.

Das liegt daran, dass Microsoft auch Tablet-Computer und eine Touch-Bedienung abdecken will. Solche Geräte unterstützt Apple bislang nur mit dem Mobilsystem iOS. Auch wenn macOS und iOS eng verwandt sind und beide auf Unix basieren, handelt es sich doch um zwei unterschiedliche Systeme.

Änderungen in den macOS-Systemeinstellungen wirken sich sofort aus, man muss sie nicht extra bestätigen. Wenn Sie beispielsweise verhindern möchten, dass macOS die zuletzt benutzten Objekte vorhält, klicken Sie in den Systemeinstellungen auf den Bereich Allgemein und stellen den Wert für „Benutzte Objekte“ vom Standard 10 auf „Keine“. In den Systemeinstellungen sind auch Optionen für Software von Drittherstellern untergebracht, sofern Sie diese installiert haben, etwa für Java oder die GPG-Tools zur E-Mail-Verschlüsselung.

Einige Einstellungen von macOS sind nicht allgemein zugänglich, zum Beispiel die Anzeige von versteckten Dateien. Hierfür kann man einen kryptischen Befehl im Terminal eingeben (das ist die Kommandozeile von macOS). Alternativ existieren für solche und viele weitere Spezial-Einstellungen kostenlose Tools mit simpler Bedienoberfläche.

Dateien finden mit der Spotlight-Suche

Die systemweite Spotlight-Suche öffnen Sie mit dem Tastenkürzel Cmd+Leertaste oder durch Klick auf das Lupen-Symbol in der Menüleiste oben rechts. Spotlight listet alle Fundstellen blitzschnell auf und sortiert sie nach Kategorien wie Programme, Dokumente, Bild und PDF, sobald Sie die ersten Buchstaben eingeben. Die Spalte rechts zeigt eine kleine Vorschau des markierten Eintrages.

Um ein Programm zu starten oder ein Dokument zu öffnen, selektieren Sie es mit der Maus oder den Cursor-Tasten und drücken dann die Return-Taste. Um den übergeordneten Ordner des Objektes zu öffnen, halten Sie zusätzlich die Cmd-Taste gedrückt. Zahlreiche Spezialkommandos erlauben eine gezielte Eingrenzung der Suche, etwa für ein bestimmtes Datum mit „date:21.3.2017“.

Die globale Suchfunktion Spotlight sortiert die Fundstellen nach Kategorien wie Programme, Mail, Bilder, PDF. In den Systemeinstellungen unter Spotlight kann man festlegen, welche Kategorien macOS anzeigt.

Spotlight als App-Launcher

Spotlight eignet sich hervorragend, um Programme zu starten; die Fundstellen erscheinen stets ganz oben in der Liste. Alternativ nimmt das am unteren Bildschirmrand platzierte Dock die am häufigsten verwendeten Programme, Ordner und Dokumente auf – sie befinden sich somit in Klick-Reichweite.

Zusätzlich zeigt das Launchpad im Dock sämtliche Programme in großen Icons im iOS-Stil an. Um die Auswahl einzugrenzen, geben Sie dort einfach die ersten Zeichen der gesuchten App ein. Mit Cursortasten bewegen Sie die Selektion auf das gewünschte Icon und starten mit der Return-Taste das Programm – alternativ klicken Sie direkt mit dem Mauszeiger darauf.

Dokumente wie Bild-Formate, PDF und Office-Dokumente lassen sich in einer großen Vorschau überblicken, ohne das jeweilige Programm öffnen zu müssen: Dazu wählen Sie eine oder mehrere Dateien im Finder aus und drücken die Leertaste; Quicklook nennt Apple das Feature. Mehrseitige Dokumente können Sie durchscrollen. Die Ansichtgröße reicht, um auch kleinen Text in PDF und Office-Dokumenten zu lesen.

Der alternative Programmstarter Launchpad zeigt alle auf dem System installierten Programme an – in Anlehnung an den iPhone-Homescreen.


Mac-Software leicht installieren, virtuelle Schreibtische und Vollbildmodus

Software lässt sich auf verschiedene Weise installieren. Am einfachsten und sichersten geht es mit der im Dock untergebrachten App-Store-App, Apple prüft die dort angebotenen Apps vor der Veröffentlichung. Die Auswahl im Mac App Store ist groß und in Kategorien wie Spiele, Fotografie, Bildung und Dienstprogramme unterteilt. Viele Angebote sind kostenlos oder recht günstig.

Die meisten anderen Apps lassen sich komfortabel installieren, indem Sie einfach ihr Icon in den Programme-Ordner ziehen. Nur wenige Programme benötigen ein Installationsprogramm – der Standard unter Windows. Sie enthalten meist auch ein Deinstallationsprogramm.

In der Regel genügt es, das Programm-Icon in den Papierkorb zu ziehen. Das löscht zwar nicht eventuelle Präferenzen- und Zusatzdateien, in der Regel nehmen diese aber nur sehr wenig Plattenplatz ein und stören nicht. Spezielle Optimierungstools wie CleanMyMac nehmen sich bei Bedarf auch dieser Restdaten an.

Spiele installieren Sie genau wie unter Windows immer häufiger über Vertriebsplattformen wie Steam, Origin und uPlay und deren Client-Software.

Virtuelle Schreibtische heißen "Spaces"

Windows 10 führte virtuelle Schreibtische ein, macOS kennt diese schon lange, sie nennen sich hier Spaces. Eine Übersicht über alle Fenster und Desktops erhalten Sie mit Mission Control – Sie rufen die Funktion entweder mit einem Klick auf das Mission-Control-Icon im Dock oder mit dem Tastenkürzel „Ctrl+Cursortaste nach oben“ auf.

Mission Control
Mission Control: Alle geöffneten Fenster und virtuellen Schreibtische (Spaces) in der Übersicht.

Um einen Space hinzuzufügen, ziehen Sie ein Fenster auf die leere Fläche neben den ersten Schreibtisch – oder klicken auf das Plus-Icon oben rechts.

Ein Klick auf einen freien Bereich und Mission Control schließt sich. Um danach zwischen mehreren angelegten Spaces zu springen, halten Sie die Ctrl-Taste gedrückt und betätigen die Cursortasten nach rechts oder links. Damit Sie schnell den Blick auf einen Schreibtisch erhalten und temporär alle Fenster beiseite schieben können, drücken Sie die F11-Taste.

Vollbildmodus für Mac-Programme á la iOS

Programme lassen sich in macOS in einem Vollbildmodus anzeigen, bei dem die Menüleiste ausgeblendet und nur dann angezeigt wird, wenn man den Mauscursor an den oberen Bildschirmrand bewegt. Praktisch, um sich ganz auf ein Dokument zu konzentrieren oder wenn man am kleinen Display eines MacBook sitzt.

Den Vollbildmodus aktivieren Sie mit einem Klick auf das kleine grüne Kreis-Symbol oben links im Fenster – ein weiterer Klick darauf deaktiviert den Modus wieder. Um ihn zu sehen, muss die Menüleiste eingeblendet sein. Wie in Windows 10 können Sie zwei Programme nebeneinander im Vollbildmodus platzieren, indem Sie in Mission Control ein Fenster auf einen Space in der Kopfleiste ablegen, das bereits ein Vollbildprogramm enthält.

Zum schnellen Wechseln zwischen gestarteten Programmen aktivieren Sie die App-Übersicht mit Cmd+Tab und wählen mit dem Mauscursor das gewünschte App-Icon. Alternativ halten Sie die Cmd-Taste gedrückt und tippen wiederholt auf die Tab-Taste, um in der Reihe nach rechts oder Shift+Tab, um nach links zu wandern.

Der Finder und wichtige System-Tools

Der Dateimanager von macOS nennt sich Finder. Klicken Sie auf das lachende Finder-Gesicht ganz links im Dock, um dorthin zu wechseln. Im Unterschied zu Windows verwendet der Finder keinen Navigationsbaum in der linken Spalte, in dem man die verschachtelte Ordnerstruktur sieht – er zeigt in der häufig verwendeten Listenansicht beides innerhalb einer Spalte an.

Den Inhalt eines Ordners in der Listenansicht öffnen Sie, indem Sie das kleine Dreieck vor einem Verzeichnis aufklappen. Halten Sie dabei die Alt-Taste gedrückt, klappen auch alle Unterordner auf (erneuter Klick mit gedrückter Wahltaste schließt sie wieder). Alternativ klicken Sie doppelt auf einen Ordner, dann zeigt das Fenster nur dessen Inhalt an. Um Informationen über eine Datei zu erhalten, markieren Sie diese und drücken Cmd+I.

Das Dock in macOS erlaubt es, schnell auf die wichtigsten Apps zuzugreifen.

Tabs auch im Finder verfügbar

Ein Finder-Fenster kann mehrere Tabs enthalten. Das ist praktisch, wenn Sie häufig zwischen verschiedenen Ordnern springen und dafür nicht zig Fenster öffnen wollen. Um die Tableiste zu sehen, muss man sie erst im Menü „Darstellung“ einblenden. Um zum Beispiel alle offenen Finder-Fenster zu versammeln, wählen Sie im Menü „Fenster“ den Befehl „Alle Fenster zusammenführen“. Beim Ziehen und Ablegen von Dateien öffnen sich Ordner automatisch, wenn man mit dem Mauscursor kurz über einem verweilt.

Dateien mit Tags sortieren

Dokumente und Ordner lassen sich mit Hilfe von Etiketten (Tags) strukturieren, ohne dass man sie dafür verschieben müsste. Selektieren Sie die gewünschten Dateien und Ordner und ziehen Sie diese beispielsweise auf das vorhandene Tag Blau in der Seitenleiste, erhalten sie eine blaue Markierung. Wenn Sie nun den Eintrag Blau in der Seitenleiste selektieren, zeigt der Finder alle Dateien mit diesem Etikett an, egal wo sie sich auf der Platte befinden.

Der Finder zeigt Dateien und Ordnerstruktur in einer Spalte an, anders als in Windows, das den Navigationsbereich in einer extra Spalte unterbringt.

Um ein neues Tag anzulegen, markieren Sie eine Datei, wählen im Ablage-Menü des Finder den Befehl „Tags…“ und geben einfach eine neue Bezeichnung ein. Eine Datei darf auch mit mehreren Tags gekennzeichnet sein.

"Über diesen Mac"

Einen Überblick über Ihre Mac-Hardware erhalten Sie über den Eintrag „Über diesen Mac“ im Apple-Menü. In mehreren Reiter finden Sie Infos zu System, angeschlossenen Displays, Festplatten und eingebautem Speicher.

Wenn der Plattenplatz einmal knapp werden sollte, offeriert macOS im Reiter „Festplatten“ über die Schaltfläche „Verwalten“ eine detaillierte Übersicht und einige Optimierungstipps, etwa um bereits gesehene iTunes-Filme und TV-Sendungen automatisch zu entfernen oder nur die neuesten E-Mail-Anhänge zu behalten. Um tiefergehene Details zu erfahren, etwa auch über installierte Systemerweiterungen, klicken Sie im Reiter „Übersicht“ auf den Button „Systembericht“.

Was der Mac gerade macht zeigt die Aktivitätsanzeige

Interessante Einblicke in die Aktivitäten des Systems und laufenden Programme erhält man in der Aktivitätsanzeige.

Der Task-Manager von macOS nennt sich Aktivitätsanzeige, die Reiter CPU, Speicher, Energie, Festplatte und Netzwerk geben detailliert Auskunft über die aktuelle Auslastung.

Praktischerweise kann man die Liste der Programme und Prozesse durch Eingaben in das Suchfeld oben rechts eingrenzen, etwa um einem Programm genauer auf die Finger zu schauen.

Festplattendienstprogramm handhabt Datenträger

Datenträger formatieren Sie nicht direkt im Finder, sondern mit dem Festplattendienstprogramm. Hier können Sie in einer schönen grafischen Oberfläche Platten auch partitionieren sowie Images von ihnen erzeugen und öffnen. Eine Spezialität wie das Fusion-Drive, das eine logische Platte aus der Kombination von SSD und Magnet-Datenträger bildet, lässt sich dagegen nur im Terminal neu einrichten. Das ist aber nichts für Einsteiger.

Script-Editor ist eingebaut

macOS hat einen Script-Editor integriert. In den Sprachen AppleScript oder Javascript für Automation lassen sich viele Mac-Programme steuern und automatisieren, etwa um selbst Serienbriefe zu generieren. Der Editor bietet eine Syntaxvervollständigung.

tell window 1 of application "Finder" to get name

Diese Zeile zeigt etwa den Namen des ersten Finder-Fensters an. Wem das schon zu viel Programmierung bedeutet, der hat mit Automator eine Art Makro-Tool an der Hand, in dem man sich eigene Helfer auf Basis vorgefertigter Bausteine zusammenklicken kann. Aktionen in einigen wenigen Programmen wie dem Finder lassen sich in Automator und Skript-Editor auch aufzeichnen.

Hilfe von der Mac-Community

Mac ahoi!

Der Wechsel von Windows zu macOS dürfte vielen Anwendern leichter fallen, als sie vermuten. Sollten Sie doch einmal nicht weiterkommen: Apple offeriert inzwischen neben englischsprachigen auch deutschsprachige Community-Foren auf seinen Webseiten, in denen sich die Anwender gegenseitig helfen. Darüber hinaus existieren zahlreiche Community-Sites inklusive Foren wie Apfeltalk und MacUser. Wenn Sie Fragen zu diesem Artikel haben, die Mac & i-Redaktion steht Ihnen darüber hinaus werktags zwischen 13 und 14 Uhr Rede und Antwort.

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