Logo von Mac & i

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.684.056 Produkten

298

Pro & Contra: Ist das iPhone X zu teuer?

Zwischen 1150 und 1320 Euro kostet das neue iPhone-Topmodell. Hat Apple den Bogen dieses Mal überspannt?

Artikel aus Mac & i Heft 5/2017, Seite 7

Leo Becker glaubt, dass überzogene Preise alte wie neue Kunden vergraulen.

Apple hat stets ein paar Euro mehr verlangt, doch das iPhone X treibt die Profitmaximierung auf die Spitze: Statt das neue OLED-iPhone zum Preis des schon teuren Plus-Modells einzuführen, schlägt Apple einfach knapp 250 Euro drauf und eröffnet ein ganz neues Preissegment jenseits der 1000-Euro-Marke.

Die Summe zahlen die allermeisten Käufer gar nicht sofort, führte Apple-Chef Tim Cook jüngst zur Beschwichtigung ins Feld. Nur macht ein Abstottern auf Raten das Ganze auch nicht billiger – und dürfte selbst langjährige Kunden abschrecken.

Zur Erinnerung: Das iPhone 4 – zu seiner Zeit ein zukunftsweisendes Gerät mit dem ersten Retina-Display sowie einer Vorder- und Rückseite aus Glas – kostete neu rund 600 Euro, genauso viel wie der Vorgänger aus Plastik. Für das iPhone X darf man nun das Doppelte hinblättern.

Zwar muss sich niemand mehr über Einstiegsmodelle mit spärlichen 16 GByte ärgern, doch Apple setzt seine perfide Aufpreispolitik für Speicherplatz selbst jenseits der 1100-Euro-Marke fort: Wer sein iPhone X lieber mit 256 GByte haben möchte, soll dafür mal eben weitere 170 Euro drauflegen – für ein ansonsten völlig identisches Gerät und etwas Flash-Speicher, den Apple im Einkauf geschätzt für einen niedrigen zweistelligen Dollarbetrag erhält.

Während der Kunde also große Taschen haben sollte, zeigt Apple sich besonders knausrig: Dass sogar dem iPhone X nur ein lahmes 5-Watt-Netzteil beiliegt, empfinde ich als blanken Hohn – vom fehlenden USB-C-Ladekabel und der ebenso fehlenden Qi-Ladematte ganz zu schweigen.

Das verärgert nicht nur Bestandskunden, sondern dürfte auch manchem Neukunden das iPhone vergrätzen, sobald er merkt, dass zum schnellen oder drahtlosen Aufladen weiteres Zubehör benötigt wird. Dabei hat Apple gerade erst bewiesen, dass es auch anders geht: Mit den AirPods und der Apple Watch sind zwei tolle Produkte zum Kampfpreis im Handel. (lbe)

Ben Schwan hat kein Problem mit Apples iPhone-Preisen, denn Qualität kostet.

Vielleicht bin ich als Technikjournalist, der stets das Neueste vom Neuen haben muss, schmerzfrei. Aber mich hat die Nachricht, dass das neue iPhone X einen Standardpreis von über 1000 Euro haben wird, nicht wirklich geschockt.

Das hat auch viel damit zu tun, dass ich mir schon bei den letzten iPhone-Generationen stets die teuerste Variante besorgt habe. So etwa das iPhone 7 Plus mit 256 GByte Speicherplatz für 1120 Euro (natürlich im Farbton „Diamantschwarz“, was sonst!). Entsprechend habe ich auch kein Problem damit, für das iPhone X mindestens 1150 Euro abzudrücken – wahrscheinlich, weil ich wieder die 256-GByte-Variante haben möchte, sogar 1320 Euro. Zu teuer finde ich das nicht. Schließlich ist das iPhone X die Mercedes-S-Klasse unter den Smartphones.

Apple verbaut hier die beste Technik, die man derzeit für Geld kaufen kann: Vom vollflächigen OLED-Bildschirm, welcher, so ist es jedenfalls zu erwarten, die Konkurrenz um Längen schlagen wird, über den A11-Bionic-Chip, der manches MacBook Pro übertrumpfen kann, bis hin zu Face ID, was die Sicherheit erhöht, ohne die Einfachheit der Benutzung zu stören. Die TrueDepth-Kamera-Einheit verspricht zudem tolle neue Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der erweiterten Realität – und das erstmals auch bei der Frontkamera. AR-Selfies? Warum denn bitte nicht?

Viele der Funktionen, die Apple hier verbaut, werden die günstigeren iPhone-Modelle erst in der nächsten oder übernächsten Generation bekommen. Und mal ehrlich: Auch für das iPhone 8 Plus kann man in der 256-GByte-Variante 1080 Euro ausgeben. Für 70 Euro mehr ist der Einstieg in die iPhone-X-Welt möglich – mit besserer Kamera, viel besserem Bildschirm und höherer Auflösung. Da stellt sich die Frage für mich gar nicht, welches Modell man wählt. Qualität hat schon immer etwas mehr gekostet. Nichts ist teurer als schlechtes Werkzeug. (bsc)

Wer hat Recht? Diskutieren Sie mit!

Zuvor bei Pro und Contra: Ein Apple-Betriebssystem für alle Geräte

298 Kommentare

Themen:

Anzeige
Anzeige