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Johannes Schuster 94

Sygic

Nicht in jedem Auto findet sich ein leistungsfähiges Navigationsgerät mit aktuellem Kartenmaterial. Das iPhone kann hier bestens aushelfen: Sogar kostenlose Apps bringen den Fahrer gut von A nach B – auch offline. Mac & i hat die wichtigsten Navi-Apps getestet.

Das Kartenmaterial von Sygic stammt ebenfalls von TomTom, das gut erfassbare Programm-Interface zeigt sich aber etwas spartanischer. Dafür kostet die zeitlich unbegrenzte Europe-Edition mit 20 Euro auch nur so viel wie TomTom Go Mobile im Jahr. In der Version „Premium + Traffic“ werden für Europa 25 Euro fällig, weltweit 29 Euro. Die Online-Verkehrsmeldungen stammen auch von TomTom. Die Karten können einzeln geladen werden, für Afrika sind es zum Beispiel 55 Einzel-Downloads.

Beim Eingeben des Ziels helfen Trefferlisten für Orte und Straßen. Es wird immer nur alternativlos eine Route vorgeschlagen, die aber nicht immer die beste war. Von Baustellen auf der Strecke erfährt man nur durch unbequemes Einzoomen in die Karte. Fest installierte Blitzer und Verzögerungen finden sich ebenfalls klein in dieser Übersicht.

Warnung vor Geschwindigkeitsübertretungen

Parkplätze
Sygic verwendet viel Fläche für die Parkplatz-Anzeige während der Fahrt.

Nach dem Start der Fahrt zeigt die App zusätzlich zur zoombaren 3D-Darstellung als Besonderheit mögliche Parkplätze oder Tankstellen am Weg an. Bei mehrspurigen Straßen erscheint in einem kleinen Fenster ein Spur-Anzeiger. An größeren Abzweigungen wechselt die Anzeige auf einen vollflächigen Spurassistenten.

Wechselt man von der Landstraße auf die Autobahn, ändert sich die Hintergrundfarbe des Zielfeldes von Ocker zu Blau. Die informativen Sprachansagen kamen rechtzeitig. Fährt man mehr als 10 Stundenkilometer zu schnell, verfärbt sich der Hintergrund der Geschwindigkeitsanzeige von Grau zu Rot, es gibt aber keine akustische Warnung.

Im Test erwies sich die Sygic-App unter den kommerziellen Kandidaten als besonders stromhungrig und zog hochgerechnet in weniger als drei Stunden den Akku eines iPhone 6s leer. Das liegt unter anderem daran, dass die App die Perspektive nicht nur flüssig anpasst, sondern dabei zum Teil übersteuert und den Winkel sofort noch einmal zurückkorrigieren muss. Dadurch wirkt die Darstellung auch etwas nervös.

Dash-Cam macht Aufnahmen

Zum Funktionsumfang zählt eine „Dash-Cam“, bei der das Kamerabild von der App aufgezeichnet und am Ende in der Fotos-App gespeichert wird. Als In-App-Kauf lässt sich für acht Euro „Head-up Display“ erwerben, das spiegelverkehrte Anweisungen erzeugt, die via Windschutzscheibe im Blickfeld vom Fahrer auftauchen. Meistens bestehen sie nur aus einem Pfeil und einer Entfernungsangabe.

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