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Johannes Schuster 94

Google Maps

Nicht in jedem Auto findet sich ein leistungsfähiges Navigationsgerät mit aktuellem Kartenmaterial. Das iPhone kann hier bestens aushelfen: Sogar kostenlose Apps bringen den Fahrer gut von A nach B – auch offline. Mac & i hat die wichtigsten Navi-Apps getestet.

Die Maps von Google sind nicht nur für Fußgänger und im öffentlichen Nahverkehr Gold wert, sie eignen sich auch zur Navigation mit dem Auto. Von Haus aus geschieht das online, seit einiger Zeit kann man aber auch mit der iOS-Version der App Karten herunterladen und auf dem iPhone speichern, wenn man sich mit seinen Google-Kontodaten einloggt. Dann scrollt man zum Mittelpunkt des Reisegebiets, tippt auf die drei Balken oben links für das Menü, wählt „Offlinekarten“ und dann „Benutzerdef. Karte“.

Will man mit Google Maps offline navigieren, muss man sich vorher die Karten herunterladen.

Nun wird ein hochkant stehendes Rechteck angezeigt und man kann den Ausschnitt durch Zoomen und Schieben verändern. Jede Karte darf nicht größer sein als 1500 MByte. Nach dem Download vergibt man einen Namen und die Liste der Offlinekarten ist um einen Punkt länger. Diese halten sich nur für 30 Tage und müssen manuell aktualisiert werden, um wieder die volle Haltbarkeit zu erlangen. Die von Google versprochene automatische Aktualisierung, sobald sich das iPhone im WLAN befindet, funktioniert bisher nicht richtig. Was seitens Google auch nicht funktioniert, ist das Maximum von 1500 MByte auszuschöpfen, denn unsere Karten waren auch bei maximalem Zoom nie größer als 400 MByte.

Offline-Suche nach Adressen

Gut klappt hingegen die Offline-Suche nach Adressen innerhalb der heruntergeladenen Karten. Man fahndet zunächst nach dem Ort, wobei Google durch Autovervollständigen hilft. Tappt man auf den Treffer, zeigt Google ihn zwar sofort auch in der Karte an, man kann aber einfach wieder in die Adresszeile hinter den Ortsnamen klicken und mit Komma getrennt den Straßennamen eingeben sowie dies analog mit der Hausnummer tun, nur ohne Komma.

Die Alternativ-Routen von Google Maps sind nicht immer sinnvoll.

Klickt man dann auf das Auto-Symbol, wird eine Überblickskarte mit der Route und benötigter Zeit gezeigt. Ist dabei das iPhone wieder online, kommen auch Alternativen zur Ansicht und die aktuelle Verkehrslage wird berücksichtigt. Die Routen sind von unterschiedlicher Qualität – einmal hat Google Maps nicht um die tagelange Vollsperrung einer Autobahnauffahrt gewusst, einmal einen viel benutzten Schleichweg auch dann noch ignoriert, als wir schon hunderte Meter darauf fuhren. Die Neuberechnung der Route dauert manchmal (besonders bei schlechter Mobilfunkverbindung) sehr lange, manchmal ging das blitzschnell.

Die Sprachansagen während der Fahrt sind gut zu verstehen, kommen aber zum Teil sehr früh, wie innerorts „abbiegen in 400 Meter“. Die App informiert über Verzögerungen auf der Strecke und blendet Alternativrouten samt Zeitaufwand ein, kennt aber keine Blitzer. Ein Spurassistent fehlt ebenso wie sämtliche Tempo-Anzeigen. In anderen Ländern wie den USA hilft Google Maps bereits bei der Wahl der richtigen Spur.

Die Stauwarnung gehört zu den besten im Test, weil Google laufend auf die Standortdaten von Millionen Android-Handys zugreifen kann. Die Vorteile von Google Maps liegen außerdem in der hohen Aktualität der Adressen. Die App eignet sich zum Beispiel hervorragend, um Hotels oder Campingplätze in der Dunkelheit zu finden und ist immer einen Blick wert.

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