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Tobias Engler 11

Web-Proxy installieren

Viele Apps funken mehr Daten nach Hause als nötig, welche das sind, ist für den Nutzer kaum ersichtlich. Wir zeigen, wie Sie mit Hilfe eines Web-Proxys Einblick in die Datenverbindungen ihrer iOS- und macOS-Apps erhalten – und dadurch auch Schnüffel-Apps aufspüren.

Als Web-Proxy für macOS verwenden wir im Folgenden die englischsprachige Software Charles – sie ist ebenso für Windows und Linux geeignet. Charles ist in der unregistrierten Version für 30 Tage voll einsatzfähig; das genügt, um gelegentlich mal eine App zu untersuchen.

Egal welchen Proxy man letztlich verwendet, er muss erst einmal dem System oder der Anwendung, sofern sie das ermöglicht, bekannt gemacht werden.

Charles arbeitet sogar als SOCKS-Proxy. Damit lassen sich auch andere Verbindungen als HTTP(S) mitschneiden.

Mit dem Menübefehl „macOS Proxy“ im Proxy-Menü konfiguriert das System die Proxy-Einstellungen selbst. Dafür ist das einmalige Eintippen des Admin-Passworts notwendig. Mit dem gleichen Befehl lässt sich die Änderung auch wieder rückgängig machen. Um den Befehl nicht bei jedem Start von Charles erneut ausführen zu müssen, setzt man einen Haken bei „Enable macOS Proxy at startup“ in den „Proxy Settings…“ im Reiter "macOS". Praktisch: Charles stellt die ursprünglichen Werte wieder her, wenn man die Einstellung rückgängig macht.

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