Logo von Mac & i

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.815.906 Produkten

Holger Zelder 325

Apple HomePod im Test: Vernetzter Lautsprecher mit Siri und viel Bass

Bild: Apple

Apples Lautsprecher kommt nach Deutschland: Mac & i sagt, was der Stereoverbund taugt, wie er im Vergleich mit dem Sonos One klingt und ob Siri dazugelernt hat.

Als wir unseren ersten Test veröffentlichten (ausführliche Fassung in Mac & i Heft 2/2018, S. 28), war der HomePod nur in wenigen englischsprachigen Ländern erhältlich. Der kleine Lautsprecher konnte zwar mit tiefen, satten Bässen Eindruck schinden, schwächelte aber gegenüber anderen Sprachassistenten und ließ unter anderem den Stereomodus im Dualbetrieb vermissen.

Seit dem 18. Juni kann man den 350 Euro teuren HomePod auch in Deutschland kaufen (ab 328,03 €). Wer den Apple-Lautsprecher aus den USA, dem Vereinigten Königreich oder Australien importiert hat, bekommt per Software-Update in der Home-App die neuen Funktionen – dazu später mehr.

Der HomePod misst gut 17 Zentimeter in der Höhe und 14 cm im Durchmesser. Mit 2,5 Kilogramm ist er für seine Größe unerwartet schwer. Je nach Wunsch ist der Apple-Lautsprecher in Weiß oder Space-Grau gehalten und von einem feinmaschigen, dicken Netzstoff überzogen.

Der HomePod misst gut 17 Zentimeter in der Höhe und 14 cm im Durchmesser. Mit 2,5 Kilogramm ist er für seine Größe unerwartet schwer.

Einen Ein- und Ausschalter besitzt der HomePod nicht, er bleibt immer eingeschaltet. Seine Leistungsaufnahme lag im Standby bei 1,6 Watt. Der Touchscreen auf der Oberseite zeigt bei Siri-Aktivität eine Wellenformgrafik an oder ein weißes Plus- und Minus-Symbol für die Lautstärke. Es handelt sich allerdings nicht um ein grafikfähiges Display: Unter dem Plastik leuchten lediglich ein paar LEDs die jeweiligen Bereiche aus. Drückt man den Touchscreen kurz, spielt der HomePod los – oder macht Pause.

Das 1,90 Meter lange, mit Textil ummantelte Netzkabel steckt fest im Gehäuse. Man kann es zwar mit sehr großem Kraftaufwand herausziehen, der Hersteller rät allerdings davon ab.

Die Unterseite des HomePod ist mit Silikon überzogen. Einige Nutzer beklagten kurz nach Verkaufsstart weiße Ringe auf geölten oder lasierten Holzmöbeln. Apple hat dies inzwischen bestätigt und weist darauf hin, dass bestimmte Oberflächenlasuren mit dem Silikon reagieren und aus dem Holz austreten können. Wir konnten das zwar nicht nachstellen; wer Sorge um seine Einrichtung hat, stellt den HomePod dennoch besser auf weniger empfindliches Mobiliar – oder einen Untersetzer.

Für die erste Einrichtung braucht man ein iOS-Gerät mit mindestens iOS 11.2.5: Das kann ein iPhone ab dem 5s, ein iPad der fünften oder ein iPod Touch der sechsten Generation sein. Mit dem Mac kann man den HomePod nicht konfigurieren.

Hält man das iOS-Gerät mit aktiviertem Bluetooth neben den HomePod, erscheint einige Sekunden später ein 3D-Modell des Lautsprechers auf dem Display. Mit einem Tipp beginnt die Einrichtung. Hier legt man zum Beispiel den Namen des Raums fest, in dem der HomePod steht, oder fügt ihn in einem HomeKit-Szenario hinzu.

Einmal eingerichtet, kann man den Lautsprecher über Apples Home-App bedienen, um etwa die Suchhistorie zu löschen oder bestimmte Titel zu blockieren. Der HomePod lässt sich auch – ebenso wie ein Apple TV oder iPad mit Netzteil – als Zentrale für HomeKit einsetzen, um von unterwegs Lampen, Heizung oder Türsensoren zu steuern, indem man die passenden Siri-Kommandos ins iPhone spricht. Beim Ausprobieren konnten wir etwa Hue-Lampen von Philips per Sprache bedienen.

Aktiviert man die Option „Persönliche Anfragen“, kann der Lautsprecher Erinnerungen anlegen oder auch iMessages vorlesen und schreiben, wenn sich ein iOS-Gerät im selben Netzwerk befindet. Der HomePod hatte aber Zugriff auf iMessages: Mit „Lies mir die letzte Nachricht von Stephan vor!“ gab er etwa die letzte Nachricht eines Kollegen wieder. Siri unterscheidet dabei nicht zwischen Stimmen: Haben in einem Haushalt oder einem Büro mehrere Personen Zugriff auf den HomePod, kann jeder die letzten Einträge abrufen – datenschutzrechtlich eventuell heikel.

Für vertrauliche Notizen bietet der HomePod neuerdings eine Authentifizierung an. Aktiviert man diese, erhält der Apple-ID-Inhaber eine Benachrichtigung auf seinem iPhone, sobald man den HomePod nach der letzten Notiz fragt. Stimmt man zu, antwortet Siri auf dem iPhone, aber nicht auf dem Lautsprecher. iMessages behandelt der HomePod seltsamerweise nicht vertraulich. Wer verhindern will, dass die letzten Chats versehentlich vorgelesen werden, sollte daher die "Persönlichen Anfragen" deaktivieren.

Nachrichten, Erinnerungen und iMessages kann der HomePod vorlesen. Damit er keine vertraulichen Notizen wiedergibt, lässt sich eine Authentifizierung aktivieren.

325 Kommentare

Themen:

Anzeige
Anzeige