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Udo Seidel

OSLS 2017: Open Source im Schnee

Konferenzbericht zum OSLS 2017: Open Source im Schnee

Bild: Postpr, CC BY-SA 3.0

Dieses Jahr fand der neu benannte Open Source Leadership Summit im Skigebiet Squaw Valley statt. Vor allem die Blockchain und Medizintechnik stoßen aktuell auf viel Interesse.

Mit dem Open Source Leadership Summit hat die Linux Foundation die Konferenz-Saison 2017 eröffnet. Die Veranstaltung ist eine Art Denkzelle für quelloffene Software, kollaborative Entwicklung und deren Architekten und Visionäre. Bis zum vergangenen Jahr noch als Linux Collaboration Summit bekannt, hat die Konferenz einen gewissen elitären Charakter – die Teilnahme ist ausschließlich auf Einladung durch die Linux Foundation möglich. Vom 14. bis 16. Februar fanden sich die Größen der Branche im Skigebiet Squaw Valley, Kalifornien ein. Neben quelloffener Software waren Communities und Standards die Themen, die sich als roter Faden durch die Vorträge und Pausen-Diskussionen zogen.

Blockchain als zentrales Thema

Die Foundation ist inzwischen der Schirmherr einer ganzen Reihe von Projekten. Quasi mit dem Valentinstag feierte Hyperledger seinen ersten Geburtstag. Die Blockchain – Kernthema des Projektes – erfreute sich großen Interesses. Laut Executive Director Brian Behlendorf ist momentan noch viel Aufklärungsarbeit gefragt. Dazu gehören Fragen wie "Warum geht das nicht mit einer entsprechend großen Datenbank?" Oder auch: "Ist Blockchain die richtige Technologie zur Lösung des Problems?"

Das Schwester-Projekt Cloud Native Computing Foundation (CNCF) konnte seine Popularität mit 11 neuen Mitgliedern unterstreichen. Zu den vielleicht bekanntesten Neuen zählen Chef, Juniper Networks und Capital One. Vielleicht gibt es zur nächsten CNCF-Hauskonferenz (Cloudnativecon und Kubecon Europe) Ende März in Berlin schon zählbare Ergebnisse. Open Source findet immer mehr Interesse und auch Anwendung in lebenswichtigen Industrien wie dem Gesundheitswesen. Die für Medizintechnik bekannte Firma Hart beispielsweise ist nun ein Gold-Mitglied der Linux Foundation und vollzieht den Schritt vom Anwender zum "Mitmacher".

Jim Zemlin von der Linux Foundation im Gespräch mit Linus Torvalds.
Jim Zemlin von der Linux Foundation im Gespräch mit Linus Torvalds Vergrößern
Bild: Udo Seidel
Auch auf der eher dokumentarischen Seite gibt es Neues zu berichten. Der Inhalt des Kurses LFC210 (Fundamentals of Professional Open Source Management) ist nun als elektronische Publikation unter dem Namen "Open Source Software Basics" erhältlich. Für die Linux Foundation ist dies die erste Veröffentlichung als E-Book. Es beschäftigt sich mit den Fragen, was Open-Source-Software ist, wer sie einsetzt und warum, welche Herausforderungen auf Neulinge warten und wie man sich im Lizenzdschungel zurechtfindet. Das Trainingsprogramm selbst konnte ebenfalls Zuwachs verzeichnen. Der Kurs LFC101 (Inclusive Speaker Orientation) ist kostenfrei erhältlich und soll Vortragenden helfen die Qualität ihrer Präsentationen zu verbessern. Er ist ab sofort Pflichtprogramm für jeden Angestellten der Linux Foundation.

Nächstes Jahr kein Schnee

Einige Teilnehmer folgten der Einladung des Veranstalters zu einer vorzeitigen Anreise und Teilnahme an einem winterlichen Vorprogramm. Bei Sonnenschein und Unmengen an Schnee konnte man Skifahren, Schlittschuhlaufen oder auch mit dem Schlitten fahren. Der letzte Konferenztag stand unter dem Vorzeichen eines kleinen Schneesturms und veranlasste so manchen eher als geplant abzureisen. Diese Probleme sollten 2018 nicht auftreten. Da findet der Summit im kalifornischen Nappa statt. Statt Winter steht dort eher Wein im Mittelpunkt. Das genaue Datum der Veranstaltung steht noch nicht fest, aber den Valentinstag dürfen die potentiellen Teilnehmer diesmal mit dem Partner verbringen. (fo)

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