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Nutanix .NEXT: Die Public Cloud ins eigene Rechenzentrum holen

Nutanix .NEXT: Die Public Cloud ins eigene Rechenzentrum holen

Bild: Nutanix

Auf seiner .NEXT hat Nutanix einige Neuerungen präsentiert. Vor allem mit dem hauseigenen, KVM-basierten Hypervisor AHV geht es bergauf. Und insbesondere AWS-Nutzer sollen ihre Dienste einfach in die Private Cloud zurückholen können.

Anlässlich seiner zweiten europäischen Hausmesse .NEXT in Nizza hat Nutanix vor etwa 2200 Teilnehmern umfangreiche Erweiterungen seiner Enterprise Cloud Plattform bekannt gegeben. Sie richten sich vor allem an Entwickler. Außerdem hat das Unternehmen viele der Ankündigungen der US-amerikanischen Kundenmesse Ende Juni weiter konkretisiert und ausgebaut.

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27 Prozent der Kunden setzen bereits auf Nutanix Hypervisor AHV, wobei es sich um ein modifiziertes KVM-Derivat handelt. Der Löwenanteil der Installationen läuft nach wie vor mit VMwares vSphere, wobei Storage- und Verwaltungsdienste auf Nutanix eigene Plattform zurückgreifen können. Als dritte Alternative steht Microsofts Hyper-V zur Verfügung.

Viele Unternehmen in Europa setzen die Nutanix als Alternative bestehender Virtualisierungsplattformen ein und wollen insbesondere Entwicklern eine geeignete Umgebung bieten. Sie soll besonders einfach zu betreiben sein – Nutanix wirbt mit 1-Click Upgrades. Entsprechend präsentierte auf der .NEXT ein deutsches Unternehmen aus der Logistikbranche, wie sie das interne Rechenzentrum deutlich verkleinern und den Stromverbrauch wie Wildwuchs reduzieren konnten.

Hauptanliegen des Herstellers waren aber Developer Services. Strategisch geht es ihm darum, die Abwanderung von Entwicklern zu Azure und AWS zu stoppen oder sogar umzukehren. Das will Nutanix mit APIs erreichen, die mit denen der Public Cloud vergleichbar sind, aber gleichzeitig die Vorteile der Private Cloud in Sachen Datenschutz, Compliance und Sicherheit bieten.

Folglich stellte die erste Neuankündigung eine API für die Bereitstellung und Nutzung von Object Storage innerhalb der Nutanix-Plattform. Die neue API ist kompatibel mit S3, damit Entwickler aus der Public Cloud bekannte Funktionen mit gewohnten REST Calls abrufen können. Der neue Object Storage funktioniert aber zunächst ausschließlich mit AHV.

Bislang mussten Nutanix-Knoten neben Compute- auch immer Storage-Komponenten mit bereitstellen – für Cloud-Workloads, kompliziert zu lizenzierende Software wie Oracle oder SAPs Hana-Datenbank ist das aber nicht immer optimal. Daher stellte der Hersteller die ebenfalls zunächst AHV-exklusive Acropolis Compute Cloud (AC2) vor. Sie soll Entwicklern analog zu AWS eine EC2-ähnliche API für VMs bereitstellen, ohne Kosten für VMwares Hypervisor zu verursachen. So lässt sich das interne Rechenzentrum mit Cloud-Werkzeugen verwenden.

Neuigkeiten gibt es außerdem für den Cloud-Management-Dienst Calm. Er ging aus der Übernahme des Start-ups calm.io hervor. Mit ihm sollen Kunden über grafisch konfigurierbare Blueprints komplette Applikationsstacks in verschiedenen Cloud-Umgebungen einfach definieren und ausrollen können, statt lediglich Infrastrukturkomponenten wie VMs bereitstellen zu können. Calm soll 2018 erscheinen.

Ebenfalls 2018 soll der Disaster-Recovery-Dienst Xi zur Verfügung stehen. Mit ihm soll der Kunde virtuelle Maschinen inklusive Änderungen an der Umgebung zwischen Haupt- und Disaster-Recovery-Standort – von Nutanix in Googles Cloud-Rechenzentrum betrieben – einfach hin- und her verschieben. So soll der Nutzer gar nicht wahrnehmen müssen, auf welcher Umgebung die VMs und Container – losgelöst vom Hypervisor – tatsächlich laufen. (Jens-Henrik Söldner, Torsten Volk) / (fo)

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