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Tilman Wittenhorst 205

Neue IBM-Mainframes nur für Linux

Mainframes

LinuxONE nennt IBM sein neues Mainframe-Angebot mit Hard- und Software und stellt zwei z-Systeme vor, die nur unter Linux laufen. Ein verändertes Preismodell soll neue Kunden anlocken.

IBM baut seine Mainframe-Linie aus und stellt zwei neue Großrechner der z-Systems-Reihe vor, auf denen ausschließlich Linux als Basisbetriebssystem läuft. Die Hardware benennt das Unternehmen nach Pinguinarten: Emperor (Kaiserpinguin) und der kleinere Rockhopper (Felsenpinguin).

Die Linux-Mainframe-Strategie des Konzerns erhält die neue Bezeichnung LinuxONE und bietet neben der Hard- auch Software und Dienstleistungen. Etliche Open-Source-Software stellt IBM für LinuxONE sowie z Systems bereit, darunter Apache Spark, Node.js, MongoDB, MariaDB, PostgreSQL und Chef. LinuxONE soll Docker-Container ebenso beherrschen wie Cloud-Verwaltung per OpenStack. In Kooperation mit Ubuntu soll zudem eine Linux-Distribution für System z und LinuxONE entstehen.

Schafft bis zu 8000 virtuelle Maschinen

IBMs neuer Linux-Mainframe Emperor
IBMs neuer Mainframe Emperor der LinuxONE-Reihe beruht technisch auf dem System z13. Vergrößern
Bild: IBM
LinuxONE Emperor beruht auf dem im Januar 2015 vorgestellten z13, für das der Hersteller bereits die Linux-Unterstützung ausgebaut hat. Das System soll bis zu 8000 virtuelle Maschine betreiben können. LinuxONE Rockhopper hingegen setzt auf dessen Vorgänger zEC12 auf. Anstelle von z/OS sowie z/VM als Hypervisor kommen Linux und KVM zum Einsatz. Für weitere Details zur neuen LinuxONE-Plattform hat IBM eine Website eingerichtet.

Beim Preis will IBM mit einem Pay-for-Use-Modell (Bezahlen nach Nutzung) die Einstiegshürden verkleinern: Eine Basisrate ist monatlich oder vierteljährlich zu zahlen, eine Einmalzahlung im Voraus soll es nicht geben. Je nach Nutzung fallen weitere Kosten an. Der Kaufpreis für Rockhopper in der Basisausstattung beginnt bei etwa 100.000 US-Dollar (ohne Support).

Den Nachwuchs im Blick

IBM dürfte es mit der Ausrichtung auf ein Mainframe-Linux auch darum gehen, neue Kunden für diese Serverklasse zu gewinnen, ohne dass diese Fachkräfte mit langwieriger Spezialausbildung benötigen. In der Branche sind Spezialisten für die altgediente Mainframe-Architektur allmählich seltener anzutreffen. (tiw)

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