Logo von iX

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.532.512 Produkten

Ralph Hülsenbusch 47

IBM will Betrieb von Servern automatisieren Update

Server zu konfigurieren und zu verwalten ist eine Aufgabe, die einiges an Expertenwissen verlangt. Die Administration erfordert viel Zeit und das Inanspruchnehmen fremder Dienste verursacht Kosten. Hier will die IBM gegensteuern, indem sie mit den neuen PureSystems Server anbietet, in die das Expertenwissen sozusagen eingebaut ist. Die Armonker versprechen Unternehmen damit einen einfacheren und günstigeren Betrieb ihrer Server-Anlagen. Die Grundidee hinter dem Konzept sei, dass die Technik selbst Funktionen bei Wartung, Installation oder dem Nachladen von Software übernehme. IBM setzt dafür auf ein integriertes Angebot aus Hard- und Software. In die Entwicklung seien in den vergangenen Jahren zwei Milliarden Dollar investiert worden, erklärte der amerikanische Computergigant am Mittwoch, wie dpa meldet.

Derzeit schluckten Installation und Wartung der Computer-Infrastruktur 70 Prozent der IT-Budgets in Unternehmen, argumentierte IBM. Weltweit sei das eine Summe von 2,5 Billionen Dollar, die mit intelligenterer Technik um 10 bis 20 Prozent gesenkt werden könne. So könne mit PureSystems eine typische Web-Anwendung innerhalb von zehn Tagen an den Start gebracht werden statt der aktuell üblichen sechs Monate, nennt der Konzern als Beispiel, so dpa weiter.

Den Stein hatte Cisco 2009 ins Rollen gebracht, als es seine Unified Computing Systems vorstellte, integrierte System, in denen Server, Massenspeicher und Netzwerkkomponenten in einem Gehäuse zusammengefasst sind. Solche Konzepte lassen sich aber nicht einfach mal eben zusammenbauen. IBM hat für seine PureSystems laut eigenen Angaben fünf Jahre Entwicklungszeit mit 5000 Mitarbeitern in 17 Laboren in 37 Ländern eingesetzt, wobei ein großer Teil der Arbeit in die Software geflossen ist. Das "Scale-In-System-Design" erlaubt es, das Einrichten, Aktualisieren und und die Performance-Anpassungen weitgehend automatisch ablaufen zu lassen, was laut Hersteller bis zu 45 Prozent Einsparung im IT-Budget bringen soll.


Bei IBMs PureSytems handelt es sich um hochintegrierte Server mit eingebauter "Expertise". Vergrößern
Bild: IBM

IBM vergibt darüber hinaus das Label "PureSystem Ready" an geprüfte Software, die ohne weitere Tests und Anpassungen auf den Systeme laufen kann. Zudem sollen über die in den PureSytems eingebaute "Cloud-Self-Service-Schnittstelle" die Cloud-Umgebungen konfigurierbar sein, ohne die IT-Abteilung bemühen zu müssen.

Die neuen PureSystems soll es sowohl mit IBMs POWER-7-CPU als auch mit Intels Prozessoren geben. Kunden dürfen dabei zwischen vier Betriebssystemen wählen: AIX, i (einst OS/400), Windows und Linux. [Update] Die ersten beiden Modelle sollen Ende Mai auf den Markt kommen. Sie sind mit Intels Prozessoren ausgestattet. [Update]. Die Preisstaffel beginnt bei zirka 100.000 US-Dollar. (rh)

47 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. AMD Zen: RAM-Verschlüsselung für virtuelle Maschinen

    AMD Secure Memory Encryption (SME) und Secure Encrypted Virtualization (SEV)

    Kommende Opterons mit Zen-Mikroarchitektur für Server können den Hauptspeicher ganz oder teilweise verschlüsseln, um Daten in virtuellen Maschinen zu schützen.

  2. Oracle mit weniger Umsatz und Gewinn

    Oracle

    Cloud-Dienste machen immer noch einen geringen Anteil am Geschäft von Oracle aus, aber sie wachsen schnell und sind der Hoffnungsträger. Das klassische Geschäft schrumpft.

  3. VMworld 2016: Any Cloud serviert auf VMware-Art

    Bitkom: Mehrheit deutscher Unternehmen nutzt Cloud

    Im Rahmen der diesjährigen VMworld hat CEO Pat Gelsinger Ausblick auf künftige Entwicklungen des Unternehmens gegeben. Am ersten Tag ging es vor allem unter dem Stichwort Any Cloud um die neue Cloud Foundation und Cross-Cloud Services.

  4. Intel verkauft Mehrheit an Intel Security und nennt die Sicherheitssparte wieder McAfee

    Intel

    Intel hat die Mehrheit seiner IT-Sicherheitssparte verkauft und benennt sie in McAfee um. Der schon lange aus dem Unternehmen ausgeschiedene John McAfee hatte gerade erst Klage eingereicht, seinen Namen einer anderen Sicherheitsfirma geben zu dürfen.

  1. Computer-Wunderkind tritt gegen Chip-Riesen an

    Computer-Wunderkind tritt gegen Chipriesen an

    Ein erst 19 Jahre alter Schulabbrecher verspricht Hochleistungschips mit deutlich verringertem Stromverbrauch. Das Konzept erscheint sinnvoll, würde aber mehr Programmierarbeit bedeuten.

  2. Ist Watson schuld an IBMs Gewinnrückgang?

    Gewinnrückgang bei IBM: Watson ist (un)schuldig

    Das KI-System des IT-Riesen wurde mit viel Hype eingeführt. Doch noch bringt es nicht die erwarteten Einnahmen.

  3. Wenig Neues in Ubuntu 15.04

    Ubuntu 15.04

    Die neue Version 15.04 von Ubuntu zeigt deutlich: Derzeit liegen die Prioritäten von Canonical nicht auf der Weiterentwicklung des Desktop. Immerhin gibt Ubuntu Next einen Ausblick auf die Zukunft von Ubuntu, Kubuntu vollzieht den Umstieg auf KDE 5 und auch beim Server gibt es Neues.

  1. Zahlen, bitte! Als 128 KByte das Maß der Dinge waren

    Zahlen, bitte! Als 128 KByte noch was waren

    Heute vor 33 Jahren erschien der erste Macintosh – genauer: der Macintosh 128K. Ein Anlass, in fantastischen Zahlenwelten zu schwelgen.

  2. WebEx: Böses Sicherheitsloch in Ciscos Web-Conferencing

    Böses Sicherheitsloch in Ciscos Web-Conferencing

    Die von Millionen genutzte Browser-Erweiterung Cisco WebEx stümpert in Sachen Sicherheit. Selbst die von Cisco in aller Eile produzierte neue Version dichtet eine klaffende Lücke bestenfalls notdürftig ab.

  3. Kartendienste: Kartellamt billigt Einstieg neuer Investoren bei Here

    Kartendienste: Kartellamt billigt Einstieg neuer Investoren bei Here

    Der von Autobauern aus den Nokia-Trümmern gerettete Kartendienst arbeitet weiter an der Expansion seiner Plattform und hat für seine neuen Investoren nun grünes Licht von den Kartellwächtern bekommen.

  4. Fahrbericht: Mazda MX-5 RF Skyactiv-G 160

    Mazda MX-5

    Wir fuhren die neue MX-5-Variante mit elekrisch vesenkbarem Targadach. Kann der MX-5 RF (für „retractable hardtop“) eine reizvolle und emotionale Alternative zum gewiss nicht drögen Roadster sein? Das würde ihn von der „Roadster-Coupé“ -Variante des Vorgängers unterscheiden

Anzeige