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Jan Bundesmann 34

IBM: POWER9-Server zu Weihnachten

POWER9-Server zu Weihnachten

Könnte unterm Weihnachtsbaum liegen: IBMs POWER9-System AC922.

Bild: IBM

Pünktlich zu Weihnachten könnte IBMs erstes POWER9-System erhältlich sein. PCIe 4.0 und NVLink 2.0 bieten in dem auf Rechenleistung optimierten System hohe Bandbreite für Beschleunigerkarten.

Zum Jahresende hat IBM die allgemeine Verfügbarkeit der ersten POWER9-Systeme AC922 angekündigt. Geplant ist der 22. Dezember 2017 für die allgemeine Verfügbarkeit. Die Server besitzen zwei CPU-Sockel und können zusätzliche Beschleuniger über mehrere Schnittstellen anbinden.

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IBM liefert die POWER9-Prozessoren mit jeweils 16 oder 20 Kernen bei 2,6 beziehungsweise 2,0 GHz. Es lässt sich bis zu 1 TByte RAM installieren. Zur Beschleunigung können zwei oder vier NVidia Tesla V100 GPUs per NVLink 2.0 angesprochen werden. Die NVLink-Schnittstelle trägt den Namenszusatz Next Generation. Ob es sich dabei um die von NVidia im September versprochene nächste Generation mit Cache-Kohärenz handelt, geht aus den Datenblättern nicht hervor.

Für Erweiterungen stehen zudem 4 PCIe-4.0-Plätze zur Verfügung, drei davon sind "CAPI enabled". Einen Großteil des Performancezuwachs im Vergleich zu älteren x86- sowie POWER8-Systemen machen diese schnelleren Schnittstellen aus, die Probleme von Spezialhardware lösen lassen. Gerade NVLink 2.0 bietet die 9,5-fache Datenübertragungsrate von PCIe 3.0. IBMs Benchmarks zum Trainieren von neuronalen Netzen ergaben gegenüber den PCIe-3.0-Referenzsystemen eine Beschleunigung um den Faktor 3,8.

Storage findet in zwei Small-Form-Factor-Buchten Platz. Der integrierte SATA-Controller bietet kein RAID. Optional lassen sich die Server mit PCIe-3.0-Adaptern Connect-X für EDR-InfiniBand (100-GBit/s) und 100-Gigabit-Converged-Ethernet ausstatten, die Mellanox im Rahmen der OpenPOWER-Initiative beisteuert. Ganz im Geiste der Strategie Linux first gibt es das AC922 erst nur mit Red Hat Enterprise Linux (RHEL) gegenwärtig in Version 7.4.

POWER9-Technik steckt auch in den HPC-Systemen Summit und Sierra, die IBM am Oak Ridge National Laboratory beziehungsweise am Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) im Rahmen des CORAL-Projekts (Collaboration of Oak Ridge, Argonne and Livermore) baut. Sie sollen die beiden Supercomputer Titan und Sequoia ablösen, die in der Supercomputing-TOP500 Platz fünf und sechs belegten. Die zwei Systeme sollen ihren Dienst noch 2018 aufnehmen. (jab)

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