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Susanne Nolte 131

12 Terabyte Speicher: Erste LTO-8-Geräte in Sicht Update

Erste LTO-8-Geräte in Sicht

Noch in diesem Jahr sollen die ersten LTO-8-Bandlaufwerke auf den Markt kommen. Mal wieder macht IBM den ersten Schritt. Auch die Medien sollen verfügbar sein.

IBM hat mit seinem TS2280 Tape Drive die nächste LTO-Runde eingeleitet. Das Bandlaufwerk gehört der achten Generation des Standards Linear Tape Open an. Bänder des Formats LTO Ultrium 8 fassen 12 TByte ohne Kompression und damit doppelt so viel wie die des Vorgängers LTO-7. Die Geschwindigkeit steigt mit dem Generationswechsel um etwa 20 Prozent auf 300 MByte/s native. Lesen und beschreiben können die neuen Laufwerke außer LTO-8-Bändern noch LTO-7-Kassetten, außerdem die WORM-Cartridges (Write Once Read Many) beider Generationen.

Wie gehabt beherrschen die Laufwerke außerdem die Hardwareverschlüsselung nach AES 256-Bit sowie LTFS (Linear Tape Filesystem). Mit letzterem stellen sich die Bänder wie handelsübliche Block-Devices auf dem angeschlossenen Rechner dar und lassen sich genau so einbinden.

Als erstes soll das externe Modell 3580 H8S mit 6-GBit-SAS noch 2017 auf den Markt kommen. Mit Bändern ist im Dezember 2017 zu rechnen. Die anderen beiden Laufwerkshersteller innerhalb des LTO-Konsortiums, HPE und Quantum, haben bisher noch keine eigenen Laufwerke angekündigt – zumal Quantum in der letzten Genration bereits auf umgelabelte Modelle aus dem Hause HP setzte. Bänder von IBM, HPE, Quantum, FujiFilm und Sony werden bereits erwartet, andere Medienhersteller werden sicherlich folgen.

Folgen werden außerdem die Hersteller von Bandbibliotheken und Autoloadern. SpectraLogic etwa hatte bereits Anfang Oktober sein Vorbestellprogramm für LTO-8 gestartet. Das heißt, Vorbesteller werden bei der Auslieferung von Laufwerken und Medien mit höherer Priorität behandelt. Da die Größe von Laufwerken und Kassetten genormt ist, lassen sich sämtliche Tape Libraries mit neuerem Interieur nachrüsten. SpectraLogics Modelle starten mit LTO-8-Hardware bestückt bei einem PByte.

[Update vom 13.10.2017]

Über die vorletzte Generation, die üblicherweise ebenfalls von den Laufwerken gelesen werden kann, in diesem Fall LTO-6, schweigt sich IBM vorerst aus. Sollte die Rückwärtskompatibilität zu LTO-6 tatsächlich entfallen, würden viele LTO-Anwender ihre Upgrade-Strategie ändern müssen, da die meisten jeweils eine Generation überspringen und ihre alten Bänder mit den neuen Laufwerken auf neue Medien umkopieren.

[Update vom 13.10.2017, 18:20]

Inzwischen hat IBM bestätigt, dass die Rückwärtskompatibilität der gesamten LTO-8-Generation auf LTO-7 beschränkt ist. Ab LTO-9 sollen die Laufwerke aber wieder Bänder der letzten und vorletzten Generation lesen können. (sun)

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