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Welt-Pressefoto des Jahres 2017: Die Sieger stehen fest

Welt-Pressefoto des Jahres 2017: Die Sieger stehen fest

Weltpresse-Foto des Jahres: Ronaldo Schemidt gewinnt mit diesem Foto von den Unruhen in Venezuela, aufgenommen am 3. Mai 2017.

Bild: Ronaldo Schemidt, Agence France-Presse

Es ist ein spektakuläres Foto von den Protesten in Venezuela gegen Präsident Maduro. Der Fotograf Ronaldo Schemidt gewinnt damit den ersten Preis beim Wettbewerb "World Press Photo". Auch zwei Deutsche erhalten Auszeichnungen.

Ein rennender junger Mann mit Gasmaske, sein Oberkörper steht in Flammen: Ein Foto von den Unruhen in Venezuela ist das Weltpresse-Foto des Jahres. Die Jury des renommierten Wettbewerbs World Press Photo zeichnete dafür den Fotografen Ronaldo Schemidt in Amsterdam mit dem mit 10.000 Euro dotierten ersten Preis aus. Auch zwei deutsche Fotografen wurden geehrt.

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Das Sieger-Foto hat den Titel Venezuela Krise. Der Fotograf Schemidt arbeitet für die französische Nachrichtenagentur AFP und ist in Mexiko stationiert. Er fotografierte den 28-jährigen José Víctor Salazar Balza während heftiger Proteste gegen Präsident Nicolás Maduro in Caracas im Mai 2017. Der junge Mann trug eine Gasmaske. Er war von Flammen erfasst worden, als der Tank eines Motorrades explodiert war. Balza hatte mit Brandwunden überlebt.

Die Jury-Vorsitzende Magdalena Herrera sprach von einem "klassischen Foto mit Energie und Dynamik". Für das Jury-Mitglied Whitney C. Johnson hat das Bild mit dem Mann hohe Symbolkraft: "Er repräsentiert nicht nur sich selbst und sich selbst brennend, sondern auch die Idee von einem brennenden Venezuela."

Unsere Bilderstrecke zeigt die bestplatzierten Bilder aller Kategorien im Überblick:

In diesem Jahr waren erstmals fünf Fotografen mit sechs Fotos zu aktuellen Ereignissen für den ersten Preis, das Weltpressefoto des Jahres, nominiert worden. Insgesamt waren 42 Fotografen in acht Kategorien ausgezeichnet worden. Zu den Gewinnern gehören auch zwei deutsche Fotografen. So gewann Jesco Denzel den ersten Preis in der Kategroie Zeitgeschehen-Einzelbilder für ein Foto aus Lagos. Thomas P. Peschak wurde gleich vierfach ausgezeichnet. Sein Bild von einem Albatros auf einer Antarktisinsel gewann den zweiten Preis in der Kategorie Umwelt, das drittplatzierte, ebenfalls von ihm stammende Bild zeigt eine Pinguinkolonie. In der Kategorie Natur belegte Peschnak zudem mit dem Foto eines springenden Pinguins den zweiten Platz. Ebenfalls ausgezeichnet wurde seine Serie Galapagos: Rocking the Cradle, mit der er den dritten Platz in der Kategorie Natur-Geschichten belegt.

Insgesamt hatten sich mehr als 4500 Fotografen mit über 73.000 Fotos an dem Wettbewerb beteiligt. Alle ausgezeichneten Fotos werden in einer Ausstellung gezeigt, die in 45 Ländern zu sehen sein soll. 2017 ging der Preis für das beste Pressefoto des Jahres an den türkischen Fotografen Burhan Ozbilici. Sein Foto zeigte das Attentat auf den russischen Botschafter in Ankara am 19. Dezember 2016 während einer Ausstellungseröffnung in Ankara.

(mit Material der dpa) / (mit Material der dpa) / (msi)

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