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Ralph Altmann 17

Getestet: Fujifilm Fotoservice PRO

Getestet: Fujifilm Fotoservice PRO
Fujifilms Fotodienst Fotoservice PRO will Profiqualität abliefern. Bild: Fujifilm

Wenn die Farben auf dem Ausdruck genauso aussehen sollen wie am Motiv, benötigt man einen „farbverbindlichen Workflow“ – angefangen von der Kamera, über die Bearbeitung bis hin zum Druck. Fujifilm hat jetzt seinen neuen Fotoservice PRO eingeführt, der für den Druck genau diese Farbverbindlichkeit verspricht. Wir haben den Dienst getestet, einen kurzen Know-how-Beitrag zum Thema "Farbmanagement beim Fotodruck" finden Sie hier.

Formatauswahl und Warenkorb der Bestellsoftware.

Der Fujifilm Fotoservice PRO (FFSpro) stand bislang nur Fujifilms eigenen Handelspartnern zur Verfügung, er erlaubt die Anfertigung von Fotos, Postern, Fotobüchern, Fotoleinwänden, Fotokalendern sowie XXL-Bildern auf Aluminium, Acrylglas oder Hartschaum. Aus Anwendersicht ist er eine reine Bestellsoftware ohne zusätzliche Bildbearbeitungswerkzeuge, was Fujifilm als Vorteil herausstellt: Dies gewähre dem Nutzer maximale gestalterische Freiheit in seinem eigenen Bildbearbeitungs- oder Layoutprogramm.

Wir haben FFSpro mit den Bildern getestet, die wir auch für den Farbmanagement-Test im aktuellen Heft der c't Digitale Fotografie verwendet haben. Hier finden Sie auch den 26-seitigen Praxisbeitrag "Echte Farben – von der Aufnahme bis zum Abzug", der unter anderem beschreibt, wie Sie Ihre Kamera für einen farbverbindlichen Workflow vorbereiten, wie Sie "echte Farben" auf dem Monitor sehen und wie Sie Ihr Betriebssystem entsprechend konfigurieren.

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[Update: Fujifilm Fotoservice PRO ist bisher nur für Windows verfügbar. Wir testeten den Dienst mit Bildern in den Farbräumen sRGB und eciRGB mit allen drei Rendering Intents sowie zusätzlich mit Photogamut und dem Softproof-Profil des Belichters selbst. eciRGB ist so groß, dass es den Belichterfarbraum vollständig einschließt, andererseits aber noch nicht zu groß für eine 8-Bit-Farbtiefe, wie es WideGamut und ProphotoRGB wären.]

Die Bestellsoftware lädt nach der Installation drei Softproof-Profile von der Fujifilm-Webseite und kopiert diese auf Wunsch in den Standardordner des Betriebssystems, sodass sie auch anderen Anwendungen zur Verfügung stehen: je ein Profil für normale Fotos, für XXL-Fotos und für Fotos auf Leinwand. Hinter den unterschiedlichen Formaten und Materialien stehen auch unterschiedliche Belichter. Fotos bis zum Format 20×30 cm, wie wir sie bestellten, werden mit der Fuji Frontier auf Fujicolor Crystal Archiv Paper belichtet. Ähnliche Kombinationen setzen auch andere Fotodienstleister ein, beispielsweise Foto.com und Fotokasten.

Nach Auswahl der Bilder gelangt man in einen Dialog, in dem Format und Papieroberfläche ausgewählt werden, bevor die Produkte in den Warenkorb kommen. Von der beworbenen Softproof-Funktion sieht man zunächst nichts. Erst ein Doppelklick auf eine der Bildminiaturen öffnet einen weiteren Dialog mit einer Vorschau, die sich auf mehr als 1000 Prozent vergrößern lässt. Am unteren Rand zeigt eine Auswahlbox fünf Optionen an. Drei davon sind "Rendering Intents", mit denen die Bildfarben vom Quellfarbraum in den Farbraum der Belichtungsmaschine umgerechnet werden können.

Die vierte Option heißt „ohne“ und meint, dass das Bild ohne Proofing angezeigt wird.

Option Nummer fünf nennt sich „sRGB-Optimierung“ und ist für sRGB-Bilder gedacht, die vor allem in bestimmten Blau- und Cyan-Farbbereichen die Fähigkeiten des Belichters nicht ausnutzen. Die Sättigung solcher Farben wird erhöht und auch der Farbkontrast. Die gewählte Softproof-Option wird bei der Bestellung mit übermittelt und bestimmt die Umrechnungsmethode beim Dienstleister, gleichzeitig wird die Ansicht entsprechend umgeschaltet.

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