Logo von c't Fotografie

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.918.217 Produkten

heise Foto Club
Thomas Hoffmann 2

Edle Scherben für wenig Geld

Edle Scherben für wenig Geld

Auf der Suche nach einem neuen Objektiv schauen viele Fotografen zunächst, was der Hersteller ihrer Kamera im Angebot hat. Der zweite Blick gilt dann den üblichen Fremdherstellern wie Zeiss, Sigma und Tamron. Auf dem Markt spielen aber noch weitere Anbieter mit, die wir uns in diesem Test genauer angeschaut haben. Dabei kommen wir zu einem überraschenden Ergebnis.

Stammt das Objektiv vom Kamerahersteller, kann man sich üblicherweise sicher sein, dass die Linse mit dem Kamerabody harmoniert. Die aufgerufenen Preise sorgen aber häufig auch für einen zweiten Blick, der dann auf die bekannten Fremdhersteller fällt. Diese haben sich den Ruf erarbeitet, gute Qualität für geringere Preise als die Kamerahersteller zu bieten. Teils kann man aber auch deutlich höhere Summen für wahre Edeloptiken hinlegen. Damit einhergehend ist immer die Frage, inwieweit das Objektiv mit der Kamera kommunizieren kann. Bei den großen Fremdherstellern wie Zeiss, Sigma, Tamron und Co. muss man sich wenig Gedanken machen, erfahrungsgemäß klappt die Zusammenarbeit mit der Kamera reibungslos.

Es gibt allerdings auch weniger bekannte Hersteller. Die haben wir uns in diesem Test einmal genauer angeschaut und uns von vier Anbietern jeweils zwei unterschiedliche Objektive schicken lassen. Als gemeinsame Basis für den Test dient eine Canon EOS 5D Mark IV mit Vollformat-Sensor, alle Objektive kommen also mit Canon-Bajonett. Aus der Tabelle am Ende des Artikels erfahren Sie, ob auch eine Variante für Ihr Kamerasystem verfügbar ist.

Alle Objektive sind Festbrennweiten, wobei vom extremen Weitwinkel bis zum lichtstarken Tele alles dabei ist. Eine Einschränkung, die bei allen Testkandidaten in Kauf genommen werden muss, ist der fehlende Autofokus, und auch die Blendeneinstellung muss beinahe bei allen Objektiven am Einstellring vorgenommen werden.

Testfeld

Edle Scherben für wenig Geld

Als relativ neuer Hersteller steuert die Schweizer Firma Irix zwei Weitwinkel-Festbrennweiten zum Test bei. Mit 11 und 15 Millimetern Brennweite arbeiten die bisher einzigen beiden Objektive von Irix im starken Weitwinkelbereich. Als Käufer hat man die Wahl zwischen einem Objektivtubus aus Metall oder einer günstigeren Variante aus Plastik. Wir haben beide Varianten getestet.

Aus China schickte uns Laowa zwei Spezialisten: Das 60-Millimeter-Objektiv ist für Makrofotos optimiert und bietet hier einen Abbildungsmaßstab von 2:1. Will man die Optik jenseits der Naheinstellgrenze betreiben, muss man das Objektiv auf Grund der Randabschattung am kleineren Sensor einer APSC-Kamera betreiben. Der zweite Kandidat ist ein 105-Millimeter-Tele, das mit einer zweiten Blende für besonders schöne Bokeh-Effekte sorgen soll. Dank der f/2.0-Offenblende bietet gerade dieses Spiel mit der Unschärfe hier einen großen kreativen Spielraum.

Mit Samyang und Walimex steuern zwei bekanntere Hersteller Objektive zum Testfeld bei. Beide Samyang-Objektive zeichnen sich durch ihre Lichtstärke von f/1.4 aus. Mit 50 und 85 Millimetern Brennweite ist sowohl ein klassisches Normalobjektiv als auch eine Porträt-Linse dabei.

Von Walimex pro haben wir das lichtstarke 35-Millimeter-Objektiv mit einer f/1.4-Blende – geeignet für Reportagen und Landschaftsaufnahmen – und ein Makro-Objektiv mit 100 Millimetern und einer Offenblende von f/2.8 getestet. (Thomas Hoffmann) / (eime)

Weiterlesen im Foto-Club

Mitglied im Club? jetzt anmelden

Verbraucherinfo

2 Kommentare

Anzeige
Anzeige